Amazon, Apple, Microsoft & Co. – welche Rolle spielen diese Aktien in der Zukunft?

Donnerstag, 29.12.22 12:54
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

nein, damit hat wahrscheinlich kein Mensch gerechnet! Nach einer ca. sechsmonatigen Entwicklungszeit wurde von der boerse.de Vermögensverwaltung GmbH Mitte dieses Jahres der boerse.de-Technologiefonds aufgelegt. Wenngleich sich für den neuaufgelegten Fonds hervorragende Einstiegskurse boten, so kam er aber halt doch genau mitten im Sommerloch auf den Markt. Dass der Fonds bereits unmittelbar nach der 14-tägigen Zeichnungsphase über ein Anlagevolumen von 12 Mio. Euro verfügte, damit habe ich – und auch einige weitere Kollegen von der boerse.de Vermögensverwaltung – wahrlich nicht gerechnet! Und dass der Fonds per heute, in diesem sehr schwierigen Marktumfeld für Technologieaktien, bereits über ein Investmentvolumen von bald 20 Mio. Euro verfügt, ist wahrlich kaum zu glauben. Grund genug, das Thema „Technologieaktien“ einem näheren Fakten-Check zu unterziehen.

Zwei Arten von Technologieaktien



Wenn wir über Technologietitel sprechen, dann denken mein langjähriger Freund und Fonds-Entwicklungskollege Thomas Müller und ich immer an zwei verschiedene Kategorien von Aktien. Zum einen sehen wir hier die „reifen“ Technologiekonzerne, also jene Unternehmen, die bereits über viele Jahre über ein hochprofitables, perfekt skalierbares und gut diversifiziertes Geschäft verfügen. Hierbei handelt es sich um die typischen „Burggraben“-Technologiefirmen, die häufig auch eine erstklassige Eigenkapitalausstattung und eine starke Marke aufweisen. Zu dieser Kategorie zählen zweifelsfrei auch die 20 Technologietitel, die aufgrund ihrer hervorragenden Beurteilung in der Performance-Analyse aktuell den Champions-Status innehaben. Technologiewerte, die ganz klar in diese Kategorie fallen und die wahrscheinlich jeder kennt, sind Apple oder auch Microsoft.

Neben diesen „reifen“ Technologiewerten gibt es aber auch noch eine Vielzahl an „jungen“ Unternehmen aus dem Technologiesektor, die prinzipiell ein besonders hohes Wachstumspotenzial aufweisen, aber ihre Überlebensfähigkeit und „Praxistauglichkeit“ erst noch unter Beweis stellen müssen. Hierbei geht es also um die Apples und Microsofts von Morgen. Gegenüber den großen und etablierten Technologiekonzernen verfügen diese jungen Firmen häufig noch über eine eher überschaubare Eigenkapitalausstattung und dementsprechend über einen hohen Bedarf an Fremdkapital.

Technologieaktien im aktuell schwierigen Marktumfeld



Wie allgemein bekannt, ist das Jahr 2022 geprägt von einer massiv steigenden Inflation, die sich sowohl in Europa als auch in den USA beobachten lässt. Das klassische Mittel von Notenbanken zur Inflationsbekämpfung ist die Erhöhung der Leitzinsen, was sich natürlich auf die Kosten der Fremdfinanzierung niederschlägt. Wie vorangehend erläutert wird, sind hiervon insbesondere auch viele Technologietitel betroffen und zwar jene, die über begrenzte Eigenmittel verfügen und daher einen hohen Finanzierungsbedarf aufweisen.

In der nachfolgenden Abbildung sind die Wertentwicklungen 2022 year-to-date von Apple, Microsoft und dem Nasdaq 100 (jeweils notiert in Euro) aufgeführt.





Während Apple in 2022 per 20. Dezember eine negative Rendite von -21,3% aufweist, beträgt der Wertverlust von Microsoft -24,6%. Im Vergleich hierzu gab der Nasdaq 100 um -27,5% nach.

Geht man davon aus, dass es sich sowohl bei Apple als auch bei Microsoft um reife Technologiewerte handelt, so erscheinen diese Verluste auf den ersten Blick als nicht unerheblich. Aus der Abbildung ist aber auch ersichtlich, dass beispielsweise die Apple-Aktie von Mitte Juni bis Mitte August von 77,6 Euro auf 109,3 Euro zugelegt hat, was einem Wertzuwachs von 40,9% entspricht. Alleine hieran ist schon ersichtlich, dass auch bei den etablierten Technologietiteln mit entsprechenden Wertschwankungen gerechnet werden muss.

Technologieaktien in der Langfristbetrachtung



Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Anleger dazu tendieren, den jüngsten Kursentwicklungen eine übermäßig hohe Bedeutung beizumessen. Vor allem bei volatileren Titeln, wie beispielsweise Technologiewerten, führt eine zu kurzfristige Betrachtung aufgrund der temporären Wertschwankungen zwangsläufig zu Fehleinschätzungen.

Zur validen Beurteilung einer Aktie sollte auf alle Fälle ein längerer Analysezeitraum herangezogen werden. In der nachfolgenden Abbildung sind die Wertentwicklungen von Apple, Microsoft und dem Nasdaq 100 (jeweils notiert in Euro) über einen Zeitraum von zehn Jahren dargestellt, also jene Zeitspanne, die im Rahmen der Performance-Analyse zur Champions-Selektion zugrunde gelegt wird.





Über die letzten zehn Jahre wies eine Apple-Aktie eine beeindruckende Wertentwicklung von 24,4% p.a. auf und eine Microsoft konnte gar einen Zugewinn von 28,2% p.a. verzeichnen. Der Nasdaq 100 stieg im gleichen Zeitraum um 19,0% p.a.

… und wie geht es mit den Technologie-Champions weiter?



Entscheidend für einen Anleger ist jedoch, wie es mit der zukünftigen Wertentwicklung von Apple, Microsoft & Co. aussieht. Ich persönlich gehe langfristig fest von einem deutlichen Kursanstieg dieser Titel aus. Auch wenn man bei Apple zuallererst ans iPhone denkt bzw. bei Microsoft an MS-Windows oder die MS-Office-Software, so verfügen diese Technologie-Champions mittlerweile über ein breit diversifiziertes, Produktportfolio mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen (z.B. die Cloud-Dienste von Microsoft). Dies trifft auch für diverse weitere Technologie-Champions zu, wie beispielsweise Amazon.

In einer vielbeachteten Studie hat der renommierte US-amerikanische Ökonom Hendrik Bessembinder gezeigt, dass 10% der gesamten Wertsteigerung des amerikanischen Aktienmarktes seit 1926 per Dezember 2016 von lediglich fünf Werten getragen wurde: Exxon Mobile, Apple, Microsoft, General Electric und International Business Machines, besser bekannt als IBM. Von diesen fünf Werten mit der größten Wertschöpfung sind also vier Titel dem Technologiesektor zuzuordnen (Anmerkung: Die Studie mit dem Titel „Do stocks outperform Treasury bills?“ erschien 2017 im Journal of Financial Economics).

Solange sich die Welt technologisch weiterentwickelt, was bisher immer so war und sicherlich auch immer so bleiben wird, werden Technologiefirmen eine herausragende Rolle spielen. Und was liegt dann näher, als mit entsprechenden Aktien-Engagements an ihrer positiven Wertentwicklung zu partizipieren.

boerse.de-Technologiefonds – der Fonds mit einem eigenen White Paper!



Die vorangehenden Ausführungen erklären auch, weshalb beim boerse.de-Technologiefonds Technologie-Champions – also Aktien von „reifen“ Technologiefirmen – mit einem Anteil von 60% übergewichtet sind. Die restlichen 40% sind dann den „jungen“ Technologiefirmen vorenthalten, die über ein entsprechend hohes Wachstumspotenzial verfügen. Da diese Firmen ihre nachhaltige Leistungsfähigkeit erst noch unter Beweis stellen müssen, fällt das Erstinvestment in einzelne Werte dieses Segments im Vergleich zu den etablierten Technologie-Champions eher moderat aus. Ein intelligenter, regelgebunden agierender Steuerungsalgorithmus bewirkt jedoch, dass die Allokation in den sich performancemäßig besser entwickelnden Firmen sukzessive erhöht wird. Wie dies genau funktioniert, ist ausführlich in dem frei verfügbaren White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Technologiefonds: Konzept und Entwicklung“ beschrieben, das Sie hier kostenlos herunterladen können.

… und auch damit war nicht zu rechnen!



Wie eingangs in meinem Beitrag erwähnt, habe ich mit der sensationell tollen Volumenentwicklung im boerse.de-Technologiefonds aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse in 2022 so nicht gerechnet. Und womit ich auch nicht gerechnet habe, ist die enorme Resonanz auf unser White Paper zum Fonds. Mit deutlich über 8.000 Downloads per heute kann man auch hier von einer tollen Erfolgs-Story sprechen. Mich freut außerordentlich, dass sich viele Anleger anscheinend ein genaues Bild davon machen wollen, in was sie investieren. Eine Entwicklung, die ich nur begrüßen kann!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie frohe und besinnliche Weihnachten sowie einige erholsame Feiertage.

Auf bald,

Ihr Hubert Dichtl

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Der Anlageroboter BOTSI® und die darauf basierende Investmentstrategie für den boerse.de-Weltfonds wurde von Dr. Hubert Dichtl und Thomas Müller entwickelt. Dr. Hubert Dichtl ist...


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