Berichtssaison im Mittelpunkt

Mittwoch, 12.07.17 16:19
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

an den Aktienmärkten kommt diesen Sommer bisher selten richtige Kauflust auf. Dabei ist der Hintergrund trotz aller Konflikte und Probleme durchaus akzeptabel. Die Zinsen sind und bleiben noch einige Zeit niedrig, trotz absehbarem Ende der ultralockeren Notenbank-Aktivitäten. „Die andauernde Wirtschaftserholung öffnet nun die Perspektive für eine geldpolitische Normalisierung“, erklärt die Deutsche Bundesbank. Von höheren Zinsen profitieren auch die Aktien der deutschen Geldinstitute, sofern die Banken selber nicht kostspielige eigene Schieflagen produzieren.

Insgesamt verdienen die Konzerne gut bis sehr gut, trotz einiger Enttäuschungen wie etwa die kürzliche Gewinnwarnung von Bayer. Und die Konjunktur in den Industrienationen wird ihr Tempo den Prognosen zufolge halten oder sogar noch steigern können. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat dem Welthandel insgesamt ein höheres Wachstum bestätigt, trotz der gegenwärtigen Debatten über den eventuell um sich greifenden Protektionismus.

Harte und weiche Daten

Allerdings erscheint der Spielraum für noch mehr Wachstum und endlos steile Kurse begrenzt, bei sehr unterschiedlicher Entwicklung der Branchen und Regionen. Optisch findet die Situation in den Charts ihr Abbild, die mitunter Ansätze zur Gipfelbildung zeigen. Was die viel beachteten positiven Indikatoren anbetrifft, sollte man zwischen harten und weichen Daten unterscheiden. Die Stimmung (weiche Daten, Sentiment) in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft ist sehr gut, wie zum Beispiel das ifo-Geschäftsklima zeigt. Doch die harten Daten passen dazu nicht überall und immer hundertprozentig.

Die Stimmungsindikatoren liegen viel höher, als es die tatsächliche konjunkturelle Entwicklung rechtfertige, erklären Analysten. Stimmung und Konjunkturdaten würden sich wieder annähern. Die ungewöhnlich lange Aufschwungphase wird nicht ewig währen. Die großen Risiken der Gegenwart seien noch immer politischer Natur (Brexit-Verhandlungen, Freihandel-Gegner, Italien Bankenpleiten, Krisenherde Naher, Mittlerer und Ferner Osten). Auch ist vom „Schrumpfkurs der US-Autoindustrie“ zu lesen. Dass höhere Zinsen den teuren Technologie-Aktien nicht bekommen, ist ebenfalls zu vermuten.

Lukrative Zeiten

Dennoch kennt die Statistik den Juli als positiven Börsenmonat. Impulse könnte die Berichtssaison liefern. Ende dieser Woche bringen große US-Banken ihre Zahlen und Ausblicke. Unseres Erachtens werden sie zwar klotzige Profite herzeigen können. Aber an die geradezu sensationellen amerikanischen Banken-Ergebnisse des ersten Quartals, die den letzten Hausse-Abschnitt und Index-Rekorde brachten, dürften sie nicht herankommen. Übrigens: Die KFT-Transaktionen im Mai und Juni waren allesamt im Plus. Dabei haben wir vor allem das Risiko klein gehalten und vermehrt Trades mit Gewinnen zwischen 3% und 10% eingefahren.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur  
Kurzfrist-Trader

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