Commerzbank: Bekommen Blau und Gelb grünes Licht?

Donnerstag, 14.03.19 08:06

Eine Werbung der DZ BANK AG

 

Während die US-Investmentbanken bereits seit einiger Zeit wieder satte Gewinne verzeichnen, darben Deutschlands Privatbanken unter einer latenten Ertragsschwäche. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Die Deutsche Bank leidet noch immer unter einer hohen Anzahl von Rechtsstreitigkeiten, während die Commerzbank zwar vermehrt Kunden gewinnen konnte, mit diesen aber kaum Geld verdient. Beide Institute ächzen zudem unter der Regulierungslast, die immer mehr Aufseher und hohe Anforderungen seitens der Behörden verlangt. Die starke Konkurrenz durch Institute aus dem genossenschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Lager erschwert die Weitergabe von Kosten an den Kunden, geschweige denn eine Ausweitung der Margen. Deutschland ist „overbanked“ heißt es da gerne mal. Kommen auf 10.000 Einwohner in Deutschland 3,5 Bankfilialen, sind es in Irland 2,2, in Großbritannien 1,7 und in den Niederlanden gar nur eine. Während mittlere und kleinere Institute mit Filialschließungen und Fusionen auch über ganze Landstriche hinweg reagierten, gab es auf übergeordneter Bühne zuletzt keine Zusammenschlüsse. Das könnte sich jetzt womöglich ändern, denn es mehren sich die Anzeichen für einen Zusammenschluss zwischen Deutsche Bank und Commerzbank. Die anhaltenden Fusionsphantasien könnten den Aktienkurs des Juniorpartners Commerzbank stützen und womöglich sogar neuen Auftrieb verleihen.  

 

Die Commerzbank mit Sitz in Frankfurt am Main ist mit einer Bilanzsumme von 460 Mrd. eine der größten Privatbanken in Deutschland und konzentriert sich auf das Geschäft mit Privat- und Firmenkunden mit dem Fokus auf den gehobenen Mittelstand. Das Institut beschäftigt gut 49.000 Mitarbeiter. Die im Zuge der Finanzkrise ins Straucheln geratene Großbank wurde 2009 durch eine Beteiligung des Bundes von gut 18 Mrd. Euro (25% Anteil plus 1 Aktie) gestützt. Mittlerweile hält der Bund noch immer einen Anteil von gut 15%. Regional operiert die Bank hauptsächlich in Deutschland und verfügt über rund 1.000 Filialen. Mit den Töchtern Comdirect (Deutschland) und mBank (Polen) ist das Institut zudem im Onlinebanken-Sektor tätig.

 

Während sich die beiden Institute selbst noch bedeckt halten, hat mittlerweile das Bundesfinanzministerium konkrete Gespräche bestätigt. Die Interessen des Bundes dürften dabei sowohl in Richtung einer starken (Inter-)nationalen Großbank und der von vielen Seiten gefordertem Veräußerung der Bundesanteile an der Commerzbank gehen. An einem fusionierten Institut dürfte die Beteiligung nur noch bei rund fünf Prozent liegen, womit eine Trennung deutlich leichter vonstattengehen sollte.

Auf Basis der Zahlen von 2018 würde das Großinstitut auf eine Bilanzsumme von 1,8 Bio. Euro und einem Vorsteuerergebnis von etwa 2,6 Mrd. Euro kommen. Von den 150.000 Stellen dürften indes etliche den notwendigen Kosteneinsparungen zum Opfer fallen, was sicherlich zu Konflikten zwischen dem SPD geführten Finanzministerium und den Gewerkschaften führen dürfte. Eine schnelle Entscheidung dürfte daher zunächst nicht absehbar sein, was aber die Fusionsphantasien am Köcheln halten könnte.

Die Commerzbank konnte sich zuletzt von den Ertragszahlen her wieder fangen. Im Schlussquartal 2018 übertraf der Konzern die Markterwartung mit einem Gewinn vor Steuern von 210 Mio. Euro. Die harte Kernkapitalquote lag bei 12,9% (Mindestanforderung: 10,75%). Für 2019 prognostiziert das Management einen Anstieg der bereinigten Erträge, einen Rückgang der Kostenbasis auf unter 6,8 (Konsens: 6,76) Mrd. Euro sowie eine Risikovorsorge von nicht unter 0,5 Mrd. Euro. Das Kostenziel für 2020 mit einer Kostenbasis von 6,5 Mrd. Euro wurde bestätigt. Diese Reduktion soll vorrangig durch eine geringe Mitarbeiterzahl, sinkende Aufwendungen für externe Dienstleister und Effizienzgewinne erreicht werden. Aktuell notiert die Aktie für 2020 mit einem Kurs/Buchwert von 0,3 und einem KGV von 6,6 spürbar unter der europäischen Vergleichsgruppe. Auf aktueller Basis dürften bei einer möglichen Fusion mit der Deutschen Bank lediglich die Commerzbank-Aktionäre über das Austauschverhältnis eine Prämie erhalten.

 

Mit Blick auf die aktuelle Geschäftsentwicklung des Unternehmens Commerzbank könnte sich als Alternative zu einem Direktinvestment das Bonuszertifikat mit Cap der DZ BANK (WKN DF1D3L) auf die Commerzbank-Aktie anbieten. Es richtet sich an Anleger, die davon ausgehen, dass die Commerzbank-Aktie im Zeitraum der Barrierebeobachtung vom 06.03.2019 bis 20.12.2019 nicht auf oder unter 5,50 Euro notieren wird. Es hat eine feste Laufzeit und wird am 31.12.2019 fällig (Rückzahlungstermin). Wenn die Commerzbank-Aktie während der Beobachtungstage (06.03.19 bis 20.12.19) immer über der Barriere von 5,50 Euro notiert, erhält der Anleger den Bonusbetrag von 8,50 Euro.

Sollte der Kurs der Commerzbank-Aktie an mindestens einem Zeitpunkt während der Beobachtungstage auf oder unter der Barriere notieren, verliert der Anleger den Anspruch, den Bonusbetrag zu erhalten. Der Rückzahlungsbetrag entspricht in diesem Fall dem Schlusskurs der Commerzbank-Aktie am Bewertungstag (20.12.19). Der Rückzahlungsbetrag ist jedoch in jedem Fall auf den Höchstbetrag von 8,50 Euro begrenzt. Eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung der Commerzbank-Aktie über den Höchstbetrag von 8,50 Euro hinaus erfolgt nicht. Ansprüche aus der Commerzbank-Aktie (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Während der Laufzeit erhält der Anleger keine Zinsen oder ähnlichen Erträge.

Einen Verlust erleidet der Anleger, wenn der Rückzahlungsbetrag niedriger als der gezahlte Kaufpreis ist. Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn der Emittent eines Bonuszertifikats seine Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Die vollständigen Angaben zu dem DZ BANK Bonuszertifikat mit Cap mit der WKN DF1D3L, insbesondere zu den verbindlichen Bedingungen, Risiken sowie Angaben zur DZ BANK können dem maßgeblichen Prospekt entnommen werden. Auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de werden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge (www.dzbank-derivate.de/dokumentencenter) und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen (www.dzbank-derivate.de; Eingabe der entsprechenden ISIN oder WKN und dann unter "Dokumente") veröffentlicht. Während des öffentlichen Angebots sind Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

 

Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK (www.dzbank-derivate.de; Eingabe der entsprechenden ISIN oder WKN und dann unter "Dokumente") abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

 

Stand: 12.03.2019

 

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