Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
die Technologiebranche zählt schon seit Längerem zu den Sektoren mit hoher Wertschöpfung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele Unternehmen verfügen beispielsweise über Geschäftsmodelle mit hoher Skalierbarkeit. Nach einer initialen Entwicklungsphase lassen sich ihre Produkte oder Lösungen in großem Umfang ausrollen. Ein anschauliches Beispiel dafür ist Nvidia. Jeder zusätzlich verkaufte KI-Chip des Champions trägt überproportional zum operativen Ergebnis bei. Dadurch lässt sich eine hohe Rentabilität erzielen. Im Falle von Nvidia bleibt derzeit mehr als die Hälfte des Umsatzes als Gewinn übrig, was neben der Skalierbarkeit auch die ausgeprägte Preissetzungsmacht des Unternehmens widerspiegelt.
Ein weiterer Renditetreiber sind Netzwerkeffekte, die in vielen Technologiemärkten eine zentrale Rolle spielen. Plattformen gewinnen mit jedem zusätzlichen Nutzer an Wert und erhöhen zugleich die Wechselkosten für bestehende Kunden. Champions wie Alphabet oder Apple haben globale Ökosysteme geschaffen, deren Attraktivität mit wachsender Reichweite immer weiter zunimmt. Das erschwert potenziellen Wettbewerbern den Markteintritt.
Charakteristisch für den Technologiesektor ist zudem eine außergewöhnlich hohe Innovationsgeschwindigkeit. In rascher Folge entstehen neue Produkte und Anwendungsfelder. Unternehmen, denen es gelingt, Neuerungen erfolgreich zu monetarisieren, erzielen häufig überdurchschnittliche Kapitalrenditen.
Die hohe Innovationsgeschwindigkeit hat jedoch auch eine Kehrseite. In kaum einer anderen Branche werden Geschäftsmodelle so schnell durch neue Technologien verdrängt oder grundlegend verändert. Derzeit führen vor allem die Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz zu strukturellen Verschiebungen. Zudem können neue Firmen mit ihren Lösungen innerhalb kurzer Zeit relevante Marktanteile aufbauen, sofern bestehende Anbieter nicht über stabile Wettbewerbsvorteile verfügen.
Für Anleger ergibt sich daraus eine anspruchsvolle Ausgangslage. Einerseits eröffnet der Technologiesektor erhebliche Chancen. Andererseits kann sich nicht jedes innovative Unternehmen dauerhaft am Markt behaupten. Wer ausschließlich auf einzelne Trends oder wenige Titel setzt, macht sich stark von der Entwicklung einzelner Marktsegmente abhängig. Eine durchdachte Diversifikation ist daher unerlässlich.
Der boerse.de-Technologiefonds kombiniert vor diesem Hintergrund zwei Bausteine: ein Kerninvestment in bewährte Technologie-Champions und ein Darwin-Portfolio, das darauf ausgelegt ist, potenzielle Champions von morgen zu identifizieren.
Kerninvestment in Technologie-Champions
Im Kerninvestment des Fonds, das 60% des Anlagevolumens ausmacht, befinden sich ausschließlich Technologieaktien, die gemäß der boerse.de-Performance-Analyse über einen Champions-Status verfügen. Die aktuell 32 Werte stammen aus verschiedenen Teilbereichen der Branche.
Langfristige Outperformance ist bei Technologieunternehmen selten ein Zufallsprodukt. Wer über Jahre hinweg überdurchschnittliche Renditen erzielt, verfügt in der Regel über nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Neben den bereits beschriebenen Netzwerkeffekten und Skalenvorteilen können diese auch in proprietären Technologien liegen, die sich nur schwer kopieren lassen – wie bei ASML. Der Champion ist der weltweit einzige Anbieter von EUV-Lithografiemaschinen, die für die Produktion modernster Chips benötigt werden. Solche strukturellen Vorteile schaffen Preissetzungsmacht und ermöglichen es Unternehmen, über längere Zeiträume hochprofitabel zu wirtschaften.
Überdurchschnittliche Renditen über viele Jahre hinweg sprechen zudem für eine ausgeprägte Anpassungsfähigkeit. Unternehmen, die langfristig erfolgreich bleiben, haben unterschiedliche Marktphasen durchlaufen und sich immer wieder auf veränderte Rahmenbedingungen eingestellt. Sie mussten neue Wettbewerber abwehren, technologische Entwicklungen integrieren und ihre Geschäftsmodelle kontinuierlich weiterentwickeln.
Ein ausgewogenes Technologieportfolio sollte sich aber nicht allein auf etablierte Marktführer stützen, sondern auch aufstrebende Unternehmen berücksichtigen. Diese Firmen wachsen häufig dynamischer, da sie neue Märkte erschließen oder bestehende Strukturen grundlegend verändern. Wer frühzeitig in solche Geschäftsmodelle investiert, kann überproportional am langfristigen Wertzuwachs teilhaben. Allerdings ist es schwierig, die künftigen Gewinner im Voraus zu bestimmen.
Im Darwin-Portfolio des boerse.de-Technologiefonds (40% des Anlagevolumens) kommt deshalb ein rein regelbasierter Algorithmus zum Einsatz. Das Teilportfolio umfasst über 500 Technologiewerte. Mittelzuflüsse werden systematisch auf jene Titel verteilt, die im relativen Vergleich die beste Kursentwicklung aufweisen. Getreu dem Prinzip „Survival of the Fittest“ verschieben sich dadurch die Gewichtungen im Zeitverlauf automatisch zugunsten der performancestärksten Werte.
Hinter diesem Mechanismus steht die Beobachtung, dass ausgeprägte relative Stärke an der Börse nicht rein zufällig entsteht. Aktien, die sich über einen bestimmten Zeitraum hinweg besser entwickeln als ihre Vergleichsgruppe, weisen statistisch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf, diesen Trend fortzusetzen. Dieses Phänomen ist in der Kapitalmarktforschung vielfach untersucht worden.
Fazit: Die hohe Innovationsgeschwindigkeit der Technologiebranche eröffnet erhebliche Chancen. Zugleich erhöht die Dynamik des Sektors die Anforderungen an die Titelauswahl und die Diversifikation. Der boerse.de-Technologiefonds begegnet dem mit einer kombinierten Strategie. Die Basis bildet ein Portfolio aus etablierten Technologie-Champions, die in verschiedenen Segmenten tätig sind. Gleichzeitig ermöglicht das Darwin-Portfolio, frühzeitig von den Highflyern von morgen zu partizipieren. Weitere Informationen finden Sie im White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Technologiefonds“ von Prof. Dr. Hubert Dichtl und Thomas Müller, das hier kostenfrei zum Download zur Verfügung steht.
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Maurice Beaunesse
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH
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