Die Vision für Dax und Dow Jones im Jahrzehnt der Aktie

Freitag, 29.01.21 15:10
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Menschen lieben einfache „Börsentipps“, obwohl tatsächlich eine intelligente Struktur und die sinnvolle Diversifikation eines Portfolios über dessen Wertentwicklung entscheiden. Es ist deshalb auch keine gute Idee, Portfolios auf bevorstehende Ereignisse (wie z.B. Wahlen) auszurichten, wenngleich die Wirtschaftspresse stets alle möglichen Tipps dafür bereithält. Entsprechend kurios ist daher auch die Beliebtheit der alljährlichen Bankenprognosen für das Dax-Niveau zum Jahresende. Zumal:

So langsam sollte es sich herumsprechen, dass Analysten eigentlich immer prozentual einstellige Zuwächse erwarten und damit in schöner Regelmäßigkeit mal mehr und mal weniger deutlich daneben liegen. 2018 waren die Prognosen zu optimistisch (Dax -18,3%), 2019 zu pessimistisch (Dax +25,5%), während es 2020 (Dax +3,6%) tatsächlich per saldo zu einer Mini-Veränderung gekommen war, wobei natürlich niemand den Corona-Crash mit dem Absturz auf 8442 Punkte auf den Schirm hatte. Deshalb:

Viel wichtiger als die „Prognose“ eines bestimmten Kursniveaus ist die „Vision“, also das Gesamtbild, das die über einen Zeitraum vieler Jahre ineinandergreifenden Trendphasen avisiert. Deshalb sind das Zwischenhoch von 13.789 Dax-Punkten vom 19. Februar 2020, der anschließenden Rücksetzer bis knapp über 8200/8000 sowie die jüngste Eroberung von 13.800 Punkten geradezu aus dem technischen Lehrbuch. Denn 13.800 waren meine charttechnische Zielzone seit dem Jahr 2013 ...

Um die große Börsenvision nachvollziehen zu können, lesen Sie bitte noch einmal mein Editorial vom 30. Dezember 2013, das Sie zu weiteren Analysen führt. Der Dax hatte im Januar 2018 nur 1,7% vor der 13.800er-Hürde nach unten gedreht (worauf ein erfolgreicher Test der magischen 10.000 folgte) und 25 Monate später 11 Punkte davor kehrtgemacht. Danach kam es zum Pullback auf das entscheidende Ausbruchslevel von 2013, das durch den jüngsten Anstieg auf neue historische Hochs mit Bravour abgeschlossen wurde. Damit gelten nun neue langfristige charttechnische Kaufsignale, die als bedeutend einzuschätzen sind, da die Kurse vier Jahre in Folge an dieser Zone gescheitert waren. Dabei lagen die Jahreshochs der Jahre 2017, 2018, 2019 und 2020 ungewöhnlicherweise lediglich 381 Punkte auseinander, was dem Durchbruch noch mehr Signalwirkung verleiht, sobald der Break ab 14.420/14.500 (= +3%) eindeutig wird, zumal dann auch dem Kurs-Dax und dem breiten Europa-Index (Stoxx Europe 600) neue Hochs gelingen dürften. Und wenn ich schon dabei bin ...

Blättern Sie noch einmal in „Das Börsenbuch“, das im Oktober 2014 mit den Schlusskursen vom 30. Juni 2014 erschienen war. Der Dow Jones notierte damals bei 16.827 Punkten, und die Buchprognose lautete, dass der Index bis Ende 2019 aus zyklischer Sicht auf 28.390 ansteigen sollte, weshalb 30.000 Punkte als Kursziel genannt wurden. Der Dax wird zwar zwei Jahre länger benötigen, um die damals avisierten 18.850/20.000 Punkte zu erreichen, doch der Dow Jones hatte tatsächlich zum Ultimo 2019 bei 28.538 Punkten geschlossen und dann im November 2020 auch die 30.000er Marke überboten ...

Wenn Sie meine Börsenvision überzeugt, dann investieren Sie auch so wie ich: Mit einem breiten Fundament aus „Investments für die Ewigkeit“ (boerse.de-Fonds), einem darauf aufbauenden Champions-Depot als Basis und in die vom BOTSI-Advisor gesteuerten Musterdepots für Zusatzrenditen. Zumal Sie im Börsenbuch lesen: „Aus Zyklensicht notieren der Dow Jones Ende der 2020er-Jahre bei 50.000 und der Dax bei 45.000 Punkten.“ Zitat Ende. Die 2020er-Jahre werden ein Jahrzehnt der Aktie!

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller

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Thomas Müller ist seit 1987 Verleger, Gründer und Vorstand der TM BÖRSENVERLAG AG, sowie Gründer und Vorstand der boerse.de Finanzportal AG. Börsenwissen,...
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