Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
in den vergangenen Jahren wurde an der Börse kaum ein Thema so intensiv diskutiert wie die Künstliche Intelligenz. Weltweit fließen aktuell Milliarden in KI-Technologien. Ziel ist es, Geschäftsprozesse (oder den Alltag) effizienter zu gestalten, innovative Produkte zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen. Die Euphorie erinnert an eine frühere Umbruchphase: Auch das Internet galt einst als revolutionäre Entwicklung, die unser Leben nachhaltig verändern würde – was es letztlich auch tat.
In den 1990er-Jahren versprach die „New Economy“ grenzenloses Wachstum. 2000 platzte die Dotcom-Blase, bei vielen Firmen stürzte das vorher aufgebaute Luftschloss ein. Es gab natürlich auch langfristige Internet-Gewinner – etwa die Champions Amazon und Alphabet.
Weit weniger Beachtung finden damals wie heute vermeintlich langweilige Unternehmen aus der sogenannten „Old Economy“. Dabei ist es ausgesprochen spannend zu sehen, dass es hier Firmen gibt, die schon sehr viel länger erfolgreich sind als die regelmäßig im Fokus stehenden Technologie-Giganten. Häufig besetzen diese Unternehmen profitable Nischen, erwirtschaften hohe Cashflows und schütten verlässlich Gewinne aus. Für Investoren, die gern Einkommen mit Dividenden erzielen möchten, können solche Qualitätsunternehmen durchaus interessant sein. In folgende Werte investiert auch der boerse.de-Dividendenfonds:
Parker-Hannifin ist ein weltweit führender Anbieter von Bewegungs- und Steuerungstechnologien. Kurz gesagt: Der Champion stellt die „unsichtbare Technik“ her, die Maschinen, Flugzeuge oder Produktionsanlagen zuverlässig in Bewegung hält. Parker-Hannifin hat über Jahrzehnte Hunderte von Spezialanbietern übernommen und systematisch bestehende Nischen verbreitert und neue hinzugefügt. So entstand ein außergewöhnlich breites Produktportfolio, dessen Komponenten technisch aufeinander abgestimmt sind und sich sinnvoll ergänzen.
Dadurch kann das Unternehmen seinen Kunden komplette Lösungen aus einer Hand anbieten. Das macht die Zusammenarbeit für viele Abnehmer besonders wertvoll und einen Wechsel entsprechend unattraktiv. Weil viele Produkte miteinander kombinierbar sind, ergeben sich zusätzliche Absatzchancen innerhalb bestehender Kundenbeziehungen.
Auf dieser Basis kann der Champion eine ausgesprochen aktionärsfreundliche Dividendenpolitik verfolgen. Der Konzern gehört zu den Dividendenkönigen – Unternehmen, die ihre Ausschüttung seit mindestens einem halben Jahrhundert kontinuierlich erhöhen. Im Falle von Parker-Hannifin sind es bereits beeindruckende 70 Jahre. Das aktuelle Verhältnis von Ausschüttung zu Kurs beträgt 0,7%. Dieser vergleichsweise niedrige Wert ist Ausdruck der außergewöhnlich starken Kursentwicklung: Innerhalb der vergangenen Dekade legte die Aktie im Mittel um 22% p.a. zu.
Auch Illinois Tool Works (ITW) konzentriert sich auf Nischenmärkte, die der Champion jeweils dominieren möchte. Im Angebot ist ein breites Spektrum spezialisierter Produkte, die auf die Effizienzsteigerung industrieller Fertigungsprozesse ausgerichtet sind. Dazu zählen zum Beispiel Metall- oder Kunststoffclips zur schnellen Montage von Karosserieteilen, Sprühsysteme für Industriekleber oder Anlagen zur Portionierung von Lebensmitteln.
Charakteristisch für den Konzern ist eine ausgeprägt dezentrale Struktur, die den einzelnen Einheiten weitreichende Eigenverantwortung überträgt. ITW verlangt von ihnen vor allem eines: die konsequente Fokussierung auf die profitabelsten Kunden und Produkte. Das führt zu überdurchschnittlichen Margen.
Das Unternehmen zählt ebenfalls zu den Dividendenkönigen und erhöht seine Ausschüttungen bereits seit 1964 Jahr für Jahr. Die Aktie von Illinois Tool Works gewann in den vergangenen zehn Jahren im Mittel 8% p.a. an Wert, die aktuelle Dividendenrendite beträgt 2,2%.
Dover (boerse.de-Aktie-Rating AA) ist im Kern ein Anbieter von industrieller Infrastruktur für die verschiedensten Sektoren. Der Maschinenbauer hat sich ebenfalls über Jahrzehnte konsequent auf margenstarke Nischen spezialisiert. Zu den Produkten gehören beispielsweise spezialisierte Pumpensysteme für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Aber auch für die Halbleiterbranche ist das Unternehmen tätig. Da selbst kleinste Verunreinigungen in der Chipfertigung zu Ausschuss führen können, sind diese Komponenten technisch anspruchsvoll und tief in die Produktionsabläufe der Kunden integriert.
Die Angebote von Dover eint, dass sie kritisch für die Prozesse sind, aber nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten der jeweiligen Anlagen ausmachen. Das sorgt für Kundenbindung und verleiht Dover Preissetzungsmacht. Ein signifikanter Teil der Umsätze stammt aus Ersatzteilen, Serviceleistungen und Verbrauchsmaterialien. Diese wiederkehrenden Erlöse wirken stabilisierend und erhöhen die Planbarkeit der Cashflows.
Seit 70 Jahren erhöht Dover stetig seine Ausschüttungen – das Unternehmen gehört somit ebenfalls zu den Dividendenkönigen. In den vergangenen zehn Jahren legte die Aktie im Durchschnitt 13% p.a. zu, die Dividendenrendite beträgt derzeit 0,9%.
Auch mit einer Nischenstrategie in der „Old Economy“ lässt sich dauerhaft Wert schaffen. Aus Anlegersicht können solche auf den ersten Blick unspektakuläre und relativ unbekannte Unternehmen durchaus attraktiv sein. Grundsätzlich kommt es immer darauf an, dass eine hohe Investmentqualität vorliegt. Und hier helfen wir Ihnen gern:
Falls Sie Ihr Portfolio mit hochwertigen Dividendenaktien bestücken möchten, finden Sie im boerse.de-Aktienbrief eine große Auswahl. Dort erhalten Sie konkrete Empfehlungen zu den laut der boerse.de-Performance-Analyse langfristig besten Aktien. Die überwiegende Mehrheit dieser Champions beteiligt ihre Anteilseigner direkt am Gewinn. Hier können Sie die aktuelle Ausgabe völlig kostenlos und unverbindlich anfordern.
Alternativ bieten wir mit dem boerse.de-Dividendenfonds eine komfortable Möglichkeit, auf ausschüttende Werte zu setzen. Der Fonds investiert in Qualitätsunternehmen mit folgender Verteilung: 80% des Fondsvolumens entfallen auf Dividenden-Champions. Zu diesem Kreis gehören beispielsweise Parker-Hannifin und ITW. Die restlichen 20% des Fondsvolumens werden in Aktien angelegt, für die es zum Champions-Status (noch) nicht reicht, die aber ebenso hinsichtlich ihrer Dividendenpolitik überzeugen können. Dazu zählt auch Dover.
Anleger können dabei aus zwei Varianten wählen: einer thesaurierenden Tranche für alle Investoren, die Wert auf 100%ige Kapitalbildung legen, und einer ausschüttenden Tranche, um sofort Einkommen generieren zu können. Bei letzterer Variante werden quartalsweise 1% ausbezahlt. Weitere Details finden Sie im kostenlosen White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Dividendenfonds“.
Auf gute Investments!
Ihre
Katja Zacharias
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