Finanzielle Freiheit: In der schwierigen Börsenzeit legen Sie den Grundstein!

Freitag, 18.01.19 17:33

10 Jahre ist es nun fast her, dass ich im Magazin Börse Online zum massiven Kauf von Aktien geraten hatte. Damals, wenige Monate nach der Pleite von Lehman Brothers und dem Beginn der Finanzkrise, war „Mr. Market“ voll und ganz in seiner depressiven Phase. Die Kurse stürzten ab, auch die besten Unternehmen wurden weit unter ihrem Inneren Wert gehandelt und ich selbst fühlte mich wie ein kleiner Junge mit viel Taschengeld im Süßwarenladen.

 

Wer, wie ich, damals auf Aktien setzte und sehr gute Firmen zu sehr niedrigen Preisen kaufte, konnte in den Folgejahren schöne Renditen erwirtschaften. Beispielhaft dafür steht mein Max Otte beratene PI Global Value Fund. Seit seiner Auflage am 17. März 2008 hat er bis zum 28. September 2018 mehr als 142 Prozent für seine Anleger verdient. Das entspricht einem Plus von 8,8% pro Jahr. Vor 10 Jahren, während des Sturms an den Börsen, wurde das Fundament für diesen Erfolg gelegt.

 

Geld verdienen wir beim Kauf, nicht beim Verkauf!

Die Börse ist keinesfalls immer rational, wie es die moderne Finanztheorie behauptet. Sie ist kurz- und mittelfristig von irrationalen Faktoren getrieben. Langfristig setzt sich dann aber wirtschaftliche Vernunft durch. Benjamin Graham sagte mal, die Börse sei kurzfristig ein Abstimmungsmechanismus, langfristig ein Wägemechanismus.

 

Diese Tatsache können wir, werte Leser, zu unserem eigenen Vorteil nutzen, indem wir in harten Zeiten, wenn die Kurse fallen und die Unternehmensanteile günstig zu haben sind, zuschlagen. In solchen Zeiten kaufen wir den sprichwörtlichen Dollar für 50 Cent. Später, wenn „Mr. Market“ wieder eine manische Phase erlebt und selbst schlechte Unternehmen teuer bewertet werden, lösen wir cleveren Value-Investoren unsere Positionen und verkaufen den Dollar für 150 Cent.

 

Merke: Der Kurs der Aktie ist das, was Sie bezahlen. Der anteilige Unternehmenswert ist das, was Sie bekommen.

 

Werden Sie finanziell frei mit Value Investing

Wie würden Sie, liebe Anleger, leben, wenn jeden Tag ausreichend viel Geld auf Ihrem Konto landet, um nicht nur Ihre grundlegenden Bedürfnisse befriedigen, sondern sich auch zahlreiche Wünsche und Träumereien erfüllen zu können?

 

Ich denke, viele Menschen würden einfach weiterarbeiten. Nicht weil sie es rational begründen könnten, sondern weil wir einfach darauf getrimmt sind. Aber: Wir würden es aus Freude machen und nicht aus Notwendigkeit. Wir würden uns eine sinnvolle Arbeit suchen, die uns erfüllt und mit dem Hamsterrad wenig zu tun hat. Wir würden arbeiten, weil wir es wollen, nicht weil wir müssen.

 

Grundlegende Voraussetzung, um finanzielle Freiheit erreichen zu können, ist eine Kompetenz, die die überwältigende Mehrheit unserer Mitbürger nie erworben hat: die Kunst, Geldgeschäfte zu beherrschen. Ich bin überzeugt davon, dass wir uns den Weg zur finanziellen Freiheit nicht allein mit Erwerbsarbeit freischlagen können.

 

Selbst Menschen mit Jahreseinkommen in sieben- und achtstelliger Höhe haben schon einmal Totalverluste und Insolvenzen erlebt: Regisseur Francis Ford Coppola, Boxer Mike Tyson und die Schauspielerin Kim Basinger. Sie alle haben mindestens einmal in ihrem Leben schon alles verloren. Und dies aus dem einfachen Grund, dass sie nicht die grundlegenden Prinzipien des Investierens angewandt haben.

 

Es geht darum, dass Sie Ihr Geld richtig anlegen

Investieren heißt, langfristig Kapital anzulegen mit dem Ziel, Werterhalt oder Wertzuwachs zu erzielen. Hierzu müssen Sie Ihr Investment analysieren und verstehen. Meiden Sie also bitte Produkte, die Sie nicht verstehen, auch wenn die Versprechungen verlockend sind.

 

Warren Buffett, vielleicht der erfolgreichste Investor der Geschichte, hat 50 Jahre lang Durchschnittsrenditen von 20,8 Prozent erzielt. Das entspricht einer Wertsteigerung von 1,6 Millionen Prozent.

 

Er investierte sein Geld in solch bekannte Großunternehmen wie Coca-Cola und erzielte damit langfristig eine erstaunliche Durchschnittsrendite von 21 Prozent pro Jahr. Wenn Oma Erna bei Warren Buffett investiert hätte – und es gibt in den USA einige Menschen, die das getan haben –, wären aus 1.000 Euro in vierzig Jahren mehr als 2 Millionen Euro geworden! Diese Weltspitze werden Sie sicherlich nicht erreichen...

 

Aber den DAX um ein paar Prozent zu schlagen ist möglich, wenn Sie sich etwas mit der Materie beschäftigen. Wichtig ist dabei vor allem Ihr Charakter.

 

Auch Normalbürger können es schaffen

Stephanie Mucha, eine ehemalige Krankenschwester aus Buffalo, wurde mit Aktien Multimillionärin. Als ihr Mann 1985 starb, hatte das Ehepaar ein Vermögen von 300.000 Dollar. Im Jahr 2014 waren es 5,5 Millionen Dollar. Das waren 10 Prozent Rendite pro Jahr.

 

Mit 10 Prozent werden Sie vielleicht kein Multi-Milliardär, aber auch damit sollte es Ihnen gelingen, ein schönes Sümmchen auf die Seite zu legen.

 

Die Höhe des Startkapitals ist nicht alles

Es stimmt – von nichts kommt nichts. Aber das Beispiel Stephanie Mucha zeigt, dass Sie auch mit einem sehr kleinen Startkapital so weit kommen können, dass Ihr Geld für Sie zu arbeiten beginnt. Geduld ist dabei entscheidend.

 

Finanzielle Freiheit ist ein wichtiger Bestandteil Ihrer persönlichen Freiheit

Sicherheit steht bei vielen im Vordergrund. Das ist der falsche Ansatz – es ist ein negatives Ziel! Sie sollten sich damit nicht zufriedengeben! Denken Sie an finanzielle Freiheit! Defensive und Offensive gehören beide zur Kapitalanlage. Immer. Überprüfen Sie Ihre Finanzziele und Ihre Grundeinstellung. Nehmen Sie Ihre Finanzen in die eigene Hand. Dies ist einfacher, als Sie denken. Vermögensaufbau schafft finanzielle Freiheit. Und finanzielle Freiheit ermöglicht es Ihnen, Ihr volles Potenzial zu entwickeln.

 

Denken Sie daran, dass es absolute Sicherheit bei der Geldanlage im heutigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld nicht mehr gibt. Dass das Chance-Risiko-Verhältnis bei Ihren Anlagen stimmen muss. Dass Defensive und Offensive dazu gehören.

 

Das ist nicht so schwer, wie Sie jetzt vielleicht meinen. Sie müssen nicht zum hektischen Spekulanten werden. Oder wie ein Börsenjunkie ständig den aktuellen Finanzmeldungen hinterherhetzen. Nein, Sie sollten Ihre Finanzentscheidungen in Ruhe, strategisch und langfristig treffen. Vor allem sollten Sie selbst Ihre Finanzentscheidungen treffen und diese nicht für sich treffen lassen.

 

Auf gute Investments,

 

Ihr

Max Otte

 

P.S.: Kennen Sie schon meinen Börsenbrief Der Privatinvestor? Hier erfahren Sie mehr!

Den Titel als Dipl.-Volksw. erhielt Max Otte 1989 durch den erfolgreichen Abschluss des Studiums an der Universität Köln. 1991 erlangte er den Titel Master of Arts in Public Affairs an der...
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