Fresenius mit Top-Zahlen: Warum Gesundheit hoch im Kurs steht

Mittwoch, 20.02.19 10:46
Die Fresenius-Aktie zählt heute mit +6 Prozent zu den Überraschungssiegern auf dem Parkett. Vor Handelsbeginn hatte der boerse.de-Aktienbrief-Champion rekordverdächtige Zahlen vorgelegt - obwohl das Geschäft der überwiegend in den USA tätigen Dialyse-Tochter FMC alles andere als rund lief. Im Detail: Die Konzernerlöse von Fresenius stiegen im vierten Quartal 2018 vor Sondereinflüssen um sieben Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Analysten hatten im Mittel nur mit 8,66 Milliarden Euro gerechnet. Das EBIT vor Sondereinflüssen blieb mit 1,250 Milliarden Euro unverändert, lag aber auch leicht über den Analysten-Schätzungen von 1,245 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis kletterte um sechs Prozent auf 504 Millionen Euro. Vom nunmehr 15. Rekordjahr in Folge sollen auch die Aktionäre profitieren: Sie erhalten für 2018 eine um fünf Cent höhere Dividende von nunmehr 80 Cent pro Aktie. Die große Frage lautet nun, ob Fresenius Anleger nicht nur mit Gewinnbeteiligungen, sondern auch einer überzeugenden Prognose bei der Stange halten kann?

Wenn die Kliniken nicht wären...
Die Fresenius-Familie vereint vier eigenverantwortlich wirtschaftende Unternehmensbereiche: Neben der ebenfalls im Dax gelisteten Fresenius Medical Care (FMC) zählen Fresenius Kabi (Therapie und Versorgung chronisch Kranker), Vamed (Planung, Errichtung und Management von Gesundheitseinrichtungen) und Helios (Krankenhäuser) zur Firmengruppe. Vor allem die Krankenhaus-Sparte bereitet Fresenius allerdings schon seit längerem Kopfzerbrechen. Da der Trend zur ambulanten Behandlung geht, werden stationäre Klinikaufenthalte nur noch im Notfall beansprucht. Und leere Betten bedeuten für Helios weniger Umsatz. Im vierten Quartal brach das Ergebnis der Kliniktochter mit 86 Krankenhäusern in Deutschland und der spanischen Kette Quironsalud um 16 Prozent ein. Dafür florierte 2018 das Geschäft der Sparte Kabi, die auf intravenös zu verabreichende Medikamente und Ernährungslösungen spezialisiert ist. Der Umsatz stieg organisch um sieben Prozent.

Damit alle Unternehmensbereiche 2019 wieder zu ihrer alten Form zurückfinden, verordnete Vorstandschef Stephan Sturm Fresenius heute ein ganzheitliches Reha-Programm: „2019 machen wir zu einem Jahr der Investitionen, etwa in Wachstumsfelder wie Heimdialyse, Biosimilars oder neue Service- und Therapieangebote rund um das Krankenhaus“.

Eine Investition in die Zukunft
Krankenhäuser, Medikamente und Medizintechnik sind nicht gerade die Themen, die Börsianer auf den ersten Blick fesseln, denn niemand beschäftigt sich gerne mit den unangenehmen Seiten des Lebens, zu denen Krankheit und Alter zählen. Doch gerade weil Fresenius Produkte und Dienstleistungen anbietet, die uns alle früher oder später etwas angehen, überzeugt das Unternehmen mit seiner langfristigen, defensiven Stärke.

Wenn auch Sie vom Mega-Markt Healthcare profitieren möchten, dann spekulieren Sie nicht auf den Erfolg zahlreicher “Biotech” Börsen-Neulinge, sondern investieren Sie in „gesunde” boerse.de-Aktienbrief-Champions wie Fresenius. Oder 99 weitere Champions-Aktien, die allesamt mit einer langfristigen, erfolgreichen (Kurs-)Historie, einer herausragenden, internationalen Marktposition und besten Zukunftsperspektiven punkten.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de
Miss boerse.de liest lieber Wirtschaftszeitungen als Illustrierte und kauft Amazon-Aktien statt neuer Schuhe. Unsere Autorin schreibt in ihrer Kolumne tagesaktuell über Ereignisse aus der...
© 1994-2019 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr