Für Bewegung ist gesorgt

Montag, 30.10.17 15:13
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

an den europäischen Aktienmärkten dürfte das Geschäft heute zögernd anlaufen. Die Rekorde der Vorwoche müssen verdaut werden. Zudem bleiben die deutschen Börsen wegen Feiertag am Dienstag geschlossen. Dass es an den Aktienmärkten langweilig wird, ist indessen nicht zu befürchten. Wichtige Termine als Beweger sind diese Woche die konjunkturelle Entwicklung in Europa. Und in den USA die Einkaufsmanager-, die ISM-Indizes, das Statement der US-Notenbank in Sachen höherer Zinsen sowie die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt.

Stimmung optimistisch

Die Stimmung bei den US-Fondsmanagern bleibt auf hohem Niveau optimistisch. Und die privaten Anleger scheinen ihre bisherige Zurückhaltung aufzugeben. Das gilt auch für Europa. Generell könnte es zu einem Wechsel kommen. Bisher profitierten die US-Börsen von der über Erwarten günstigen Berichtssaison. Hierbei hat sich einmal mehr herausgestellt, das steigende Unternehmensgewinne die große Triebfeder für die Kurse sind – neben der Notenbankpolitik und den diversen externen Einflüssen. Die Index-Rekorde in den USA jedenfalls gehen auf das Konto sprunghafter Kursgewinne mehrerer Dow Jones-Schwergewichte. Und im Nasdaq 100 glänzen Börsenstars wie Amazon, Google (Alphabet) aber auch Microsoft und Intel. Dass die US-Wirtschaft auf Jahressicht der aktuellen ersten Schätzung zufolge um 3% wächst, übertrifft die Prognosen ebenfalls. Diese Woche präsentieren noch Apple und Facebook ihre Ergebnisse.

Gleichzeitig wird dann die Diskussion um höhere US-Zinsen wieder einsetzen. Der nächste Zinsschritt wird für den 13. Dezember erwartet. Das heißt: Neue Anreize für höhere Kurse sind im November sodann Mangelware. Die guten Nachrichten dürften in der ambitionierten Bewertung der US-Märkte eingepreist sein. So könnte es auf dem Hochniveau zu Gewinnmitnahmen kommen, selbst wenn die Indizes noch ein paar Punkte zulegen sollten.

Eurozonen-Indizes im Vorteil

Von einem möglichen Wechsel ist deshalb die Rede, weil die zurückhängenden Eurozonen-Indizes die bislang die Hausse anführenden Wall Street-Trendsetter als Favoriten ablösen könnten. Dafür spricht die weiterhin expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, in der Summe bessere Konzernergebnisse und die neuerdings wieder günstigere Euro-Dollar-Parität. Von einer „Zinswende“ jedenfalls kann nicht die Rede sein, wie die EZB-Konferenz vorige Woche zeigt. Insbesondere der DAX legt kräftig zu, aber auch andere Eurozonen-Barometer verzeichnen plötzliche Gewinne. Für die Beschlüsse bekommt die EZB teils Zustimmung, mehrheitlich aber harsche Kritik. Die Märkte würden durch die jahrelange Nullzinspolitik verzerrt. Mit zunehmender Dauer der Niedrigzinspolitik wachsen die Gefahren für die Finanzstabilität, heißt es. Für Deutschland beispielsweise, erklären Experten, wäre ein Leitzins von 3% angemessen.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur  
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