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Global Wealth Report zeigt auf: Ohne Aktien geht es nicht

Montag, 05.10.15 14:38
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

das weltweite Niedrigzinsniveau macht die Geldanlage kaum einfacher. Doch mit der richtigen Anlageform gelingt auch das Geld anlegen weiterhin. Ein sehr guter Beleg hierfür ist der neue „Global Wealth Report“ der Allianz, der die Vermögens- und Schuldenlage der privaten Haushalte in über 50 Ländern analysiert und einen Rekordwert beim Netto-Geldvermögen der privaten Haushalte ausweist. Konkret:

Laut dem Report erzielte das globale Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte im Jahr 2014 eine Zuwachsrate von 7,1 Prozent. Die Zahl allein verrät schon, dass dies wohl niemals mit Tagesgeld oder Sparbüchern zu schaffen ist. Allerdings liegt die Zuwachsrate von 2014 leicht unter den Vorjahreswerten. Bei der Herkunft der Rendite wird die Studie dann sehr deutlich:

Zum einen stiegen in vielen Ländern die Sparanstrengungen, zum anderen gaben vor allem in Asien und Amerika die Aktienmärkte weiter Rückenwind. Alles in allem summierte sich der Brutto-Vermögensbestand auf ein neues Rekordniveau von 136 Billionen Euro! Zum Vergleich:

Damit übertrifft das Vermögen der privaten Haushalte den Wert aller weltweit an einer Börse gelisteten Unternehmen sowie sämtlicher Staatsschulden. Noch interessanter wird es, wenn man auf die einzelnen Länder schaut:

In Deutschland stieg das Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte um 4,2 Prozent auf 5,2 Billionen Euro. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt das 64.510 Euro pro Kopf. Nach Abzug aller Verbindlichkeiten besitzt damit jeder Deutsche ein durchschnittliches Netto-Vermögen von 44.769 Euro. Deutschland kommt im weltweiten Vergleich damit auf den 18. Rang. Der Spitzenreiter Schweiz hat übrigens ein durchschnittliches Netto-Vermögen von 157.446 Euro und liegt damit noch vor den USA, wo der Durchschnittswert 138.714 Euro beträgt.

Die Gründe für die seit Jahren unterschiedliche Vermögensentwicklung liegen in der Anlageform. Während etwa in den USA Wertpapiere mit 53 Prozent ganz klar die dominierende Anlageform sind, versuchend die Deutschen nach wie vor ihr Anlegerglück mit Bankprodukten. Während in Deutschland rund 39 Prozent des Vermögens auf Bankkonten buchstäblich weniger wird, sind es in den USA nur 13 Prozent.

Sollte Deutschland also eines Tages einen Platz in der Top Ten des Global Wealth Report anstreben, gelingt dies nur mit einem Mentalitätswechsel bei der Geldanlage. Nur mit Aktien lassen sich die Niedrigzins-Probleme umgehen.

Idealerweise natürlich noch durch die Direktanlage in Aktien und nicht durch irgendwelche Fonds-Lösungen. Schaut man auf die jüngsten Zahlen des Fonds-Verbandes BVI, setzen die Deutschen nämlich genau auf die teureren Fondsprodukte, anstatt kostengünstig direkt Aktien ins Depot zu legen. Wie sagt der Volksmund:

Steter Tropfen höhlt den Stein – hier muss wohl noch lange Überzeugungsarbeit geleistet werden, bevor die Aktie „massentauglich“ wird.

In diesem Sinne,
Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche (Ihre Terminübersicht)
Ihr

Christoph Scherbaum
Chefredakteur
Börsen-Ausblick


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Christoph A. Scherbaum (Jahrgang 1975) ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Der studierte Politikwissenschaftler ist seit über 12 Jahren Wirtschafts- und Finanzjournalist. Sein...
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