Jetzt in den Nasdaq 100 investieren? Oder gibt es bessere Alternativen?

Freitag, 05.06.26 16:53

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

es gibt so Momente im Leben, da kann ich mich heute noch wie ein kleines Kind freuen. Letzten Sonntagvormittag war mal wieder so ein Ereignis. Konkret hatte ich (zusammen mit meinen Koautoren) vom Herausgeber des renommierten Finanzjournals „The Journal of Portfolio Management“ die positive Nachricht erhalten, dass eine wissenschaftliche Studie von uns zur Veröffentlichung angenommen wurde. Bereits vor einigen Wochen bekamen wir ebenfalls einen positiven Bescheid, dass eine andere Studie von uns (nach zwei Begutachtungs- und Überarbeitungsrunden mit zwei unabhängigen Gutachtern) ebenfalls zur Publikation (damals im Journal of Empirical Finance) akzeptiert wurde.

Eine erste grobe Skizzierung der Forschungsideen dieser beiden Studien ist auf Ende März 2022 (!) datiert. Sie sehen also, wie lange es dauert, bis solche Forschungsvorhaben final umgesetzt und schlussendlich von einem hochkarätigen, begutachteten wissenschaftlichen Journal zur Veröffentlichung angenommen werden [Anmerkung: Sofern die Veröffentlichung in einem renommierten wissenschaftlichen Journal überhaupt gelingt].

Ein häufig zu Unrecht vernachlässigtes Risikomaß …

Gegenstand beider wissenschaftlicher Studien ist der sogenannte „Maximale Drawdown“, also der maximal mögliche Verlust bei einer Kapitalanlage. Bei einer historisch vorliegenden Kursreihe einer Aktie, eines Fonds oder eines Index lässt sich der maximale Drawdown in der Weise bestimmen, dass ausgehend von einem Kurshöchststand der nachfolgende Tiefststand ermittelt wird, mit dem sich dann der maximale prozentuale Kursrückschlag bestimmen lässt [Anmerkung: Aus einem maximalen Drawdown wird erst dann ein maximaler Verlust, wenn genau zum Tiefpunkt auch verkauft wird].

Der wesentliche Vorteil des maximalen Drawdowns liegt in seiner einfachen und intuitiven Interpretierbarkeit. Lag der maximale Rücksetzer eines Investments über die letzten fünf Jahre bei -10%, bei -15% oder bei -20%, so kann ein Anleger auf alle Fälle beurteilen, ob er mit so einem Drawdown auch leben hätte können. 

Als Standard-Risikomaß hat sich in der Anlagepraxis jedoch nicht der maximale Drawdown, sondern die sogenannte Volatilität durchgesetzt, die sich als Quadratwurzel der mittleren quadratischen Abweichungen der einzelnen Renditen von ihrem Mittelwert, berechnen lässt. Was sich hier möglicherweise ziemlich kompliziert anhört, kann aber auf ganz einfache Weise berechnet werden, zumal beispielsweise auch Microsoft Excel eine entsprechende Standardfunktion hierfür zur Verfügung stellt.

Neben diversen methodischen Problemen der Volatilität – die in der Fachwelt hinreichend bekannt sind und an dieser Stelle nicht weiter problematisiert werden sollen – weist dieses Risikomaß den entscheidenden Nachteil einer schweren intuitiven Interpretierbarkeit auf. Mal Hand aufs Herz: Wenn ich Sie fragen würde, ob denn Ihre Schmerzgrenze bezüglich der Volatilität bei 10%, 15% oder 20% per annum liegen würde, mit welcher Antwort könnte ich da rechnen? Sie wissen es nicht genau? Kein Problem, mit dieser ehrlichen Aussage stehen Sie definitiv nicht alleine da …

Das Risikopotenzial des Nasdaq 100 Index …

Unter dem plakativen Titel „Geldvermehrungsmaschine Nasdaq“ ist in einer bekannten Tageszeitung Ende Juni ein Beitrag über den US-amerikanischen Aktienindex Nasdaq 100 erschienen. Anlass für den Artikel war wohl das Ereignis, dass der Nasdaq 100 ganz aktuell nun erstmals über die 30.000 Indexpunkte gesprungen ist. In dem Bericht steht die tolle Wertentwicklung dieses Index im Vordergrund, wobei man dem Autor fair zu Gute halten muss, dass er auch das enorm hohe Verlustpotenzial dieses Index nicht unter den Teppich gekehrt hat. Die grau eingezeichnete Fläche in der nachfolgend dargestellten Abbildung zeigt den maximalen Drawdown des Nasdaq 100 notiert in Euro.

Wie aus dem sogenannten Underwater-Chart ersichtlich ist, liegt der maximale Drawdown des Nasdaq 100 (notiert in Euro) bei -83,1%. Auffällig ist, dass der Index seine Verluste aus dem Platzen der New-Economy-Blase noch gar nicht aufholen konnte, bis er in der globalen Finanzmarktkrise 2008/2009 wieder in Mitleidenschaft gezogen wurde. Anleger, die Ende 1999 in den Nasdaq (in Euro) investiert hatten, waren über 16 Jahre (!) durchgängig in einer Verlustphase, wie aus der grauen Fläche in der Abbildung erkennbar ist.

Und wie sieht es mit Alternativen zum Nasdaq 100 aus?

Vor diesem Hintergrund drängt sich zwangsläufig die Frage nach alternativen Anlagen zum Nasdaq 100 auf. Eine Alternative stellt beispielsweise der Börsendienst boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien dar, der ganz aktuell auf Schlusskursbasis vom 3. Juni 2026 ein neues All-Time-High markieren konnte. Dieser rein digitale Informationsdienst hat sich zum Ziel gesetzt, durch ein aktives Aktienmanagement eine höhere Performance als der technologie-lastige Nasdaq-100-Index zu erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, kommen hier ausschließlich Trend- und Momentumindikatoren zum Einsatz, die sich in diversen wissenschaftlichen Studien als überlegen herauskristallisiert haben. Auf deren Basis werden die bis zu zehn Aktien mit dem stärksten Aufwärtstrend selektiert, die dann zusammen ein einfach nachzubildendes Musterportfolio definieren.

Der digitale Börsendienst wurde am 8. September 2020 eingeführt und da sämtliche Transaktionen des boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien auf einem fest definierten Regelwerk basieren, war es möglich, absolut realistische Rückrechnungen beginnend ab dem 31. Dezember 1999 durchzuführen. In der vorangehenden Abbildung ist das Drawdown-Verhalten der aktiven Anlagestrategie dieses Informationsdienstes in Form einer blauen Linie eingezeichnet.

Wie aus der Abbildung ersichtlich ist, liegt der maximale Drawdown bei -61,5%, also deutlich geringer als beim Nasdaq 100 (mit -83,1%). Darüber hinaus wurde auch die Nulllinie deutlich schneller erreicht als bei der grauen Fläche, was bedeutet, dass die Verluste zügiger wieder aufgeholt wurden.

Trotz dieser besseren Risikoeigenschaften im Vergleich zum Nasdaq 100 täuscht der vorangehend gezeigte Chart nicht über das ebenfalls hohe Rückschlagpotenzial dieser aktiven Trading-Strategie hinweg. So waren Rücksetzer von über -30% oder auch -40% in der Vergangenheit keine absolute Ausnahme. Und damit lässt sich auch erklären, weshalb eine aktive Trading-Strategie, wie sie z.B. mithilfe des boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien rein regelgebunden umgesetzt werden kann, allenfalls eine interessante Beimischung zu einem breit diversifizierten Depot aus Qualitätsaktien darstellen sollte.

Darüber hinaus besteht das primäre Ziel des Trendinvestor Technologie-Aktien nicht darin, eine bessere Risikoreduktion als der Nasdaq 100 zu erreichen, sondern eine höhere Rendite zu erwirtschaften.

Das Renditepotenzial des Nasdaq 100 im Vergleich zum boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien

Und damit stellt sich die Frage nach dem Renditepotenzial. In der nachfolgenden Abbildung sind die Renditen des aktiv handelnden Börsendienstes und des passiven Nasdaq 100 (in Euro) gegenübergestellt. Der Renditevergleich endet auf Basis der Schlusskurse vom 4. Juni 2026 und beginnt (a) am 31. Dezember 1999 (Rückrechnung), (b) am 8. September 2020 (reale Produkteinführung) und (c) am 31. Dezember 2026 (aktuelle Jahresrendite Year-to-Date). Die nachfolgende Abbildung zeigt die jeweiligen Renditen im Vergleich.

Wie aus dem Chart ersichtlich ist, dominiert die aktive Anlagestrategie basierend auf einer Trendauswertung den passiven Index Nasdaq 100 über alle drei Vergleichsperioden deutlich. Dies zeigen sowohl der Vergleich der annualisierten Renditen ab Beginn der Rückrechnung und seit realer Einführung der Strategie, aber auch die (nicht-annualisierten) Renditen im laufenden Jahr 2026. Vor allem die herausragende Rendite von 96,0% im laufenden Jahr belegt das enorme Renditepotenzial, das in der zugrundeliegenden Trendstrategie steckt.

Sollen auch Sie mal gerne einen Blick „unter die Motorhaube“ des boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien werfen wollen, so ist dies am einfachsten mit einem Gratis-Login möglich. Unter diesem LINK können Sie das White Paper „Trendfolge-Tradings für Zusatzgewinne mit dem boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien: Einfach, transparent und regelgebunden an Trends partizipieren“ kostenlos bestellen, das die genaue Funktionsweise und die Handhabung dieses Börsendienstes erläutert. Zusammen mit der White-Paper-Anforderung wird Ihnen – natürlich ebenfalls kostenlos und völlig unverbindlich – ein Gratis-Login zu dem Dienst boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien freigeschaltet. Neben dem aktuellen Musterportfolio finden Sie in dem umfassenden Online-Bereich auch sämtliche berechneten Indikatoren, Indikatoren-Rankings, alle bisherigen Transaktionen inklusive der erzielten Performance, Derivate-Empfehlungen sowie viele Rendite- und Risikoauswertungen, real und zurückgerechnet bis zum 31. Dezember 1999. Und das alles ohne ein Abo-Risiko einzugehen.

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass Sie beim Testen und Entdecken des boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien zumindest eine annähernd so große Freude verspüren, wie ich sie erfahren durfte, als ich von der Publikationszusage meiner jüngsten akademischen Arbeiten von zwei renommierten akademischen Fachzeitschriften erfuhr.

Auf bald,

Ihr Hubert Dichtl

PS: Und sollten Sie zwar an der technologischen Fortentwicklung partizipieren wollen, jedoch das laufende Trading mit Aktien nicht Ihre Sache sein, dann kann ein Blick auf den boerse.de-Technologiefonds nicht schaden. Dieser als Fondsinnovation des Jahres 2023 mit dem Goldenden Bullen ausgezeichnete Fonds ist sowohl in einer thesaurierenden Tranche (WKN: TMG4TT) als auch in einer ausschüttenden (WKN: TMG4TA) verfügbar und konnte ganz aktuell am 2. Juni 2026 ein neues All-Time-High markieren.



Seit dem Jahr 2021 ist Prof. Dr. Dichtl fachlicher Leiter des boerse.de Instituts, dem „Thinktank“ innerhalb der TM Unternehmensgruppe.

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