Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Künstliche Intelligenz dürfte langfristig nahezu alle Wirtschaftsbereiche verändern. Deshalb investieren große Technologiekonzerne mittlerweile jedes Jahr Milliardenbeträge in den Ausbau leistungsfähiger Rechenzentren. Die Strategie dahinter: Wer im KI-Wettlauf die Nase vorn hat, kann sich womöglich für lange Zeit eine dominante Marktstellung sichern.
Von dieser Entwicklung profitieren bereits heute diejenigen Unternehmen, die die dafür benötigten Komponenten liefern. Darunter befinden sich einige dividendenstarke Konzerne, die im Hintergrund kräftig am Ausbau der Infrastruktur für die neuen Technologien mitverdienen. Einkommensorientierte Anleger müssen also keineswegs an der Seitenlinie stehen, wenn es um den KI-Boom geht.
Zu den Profiteuren zählt beispielsweise Broadcom, ein Investment des boerse.de-Dividendenfonds. Moderne Rechenzentren bestehen aus einer Vielzahl von Hochleistungsprozessoren, die gleichzeitig betrieben werden und dabei permanent enorme Datenmengen austauschen. Dafür wird leistungsfähige Netzwerktechnik benötigt, die der Champion liefert. Je größer und leistungsfähiger KI-Modelle werden, desto wichtiger wird diese Infrastruktur.
Broadcom profitiert jedoch noch von einem weiteren Trend. Große Technologiekonzerne setzen zunehmend auf maßgeschneiderte Spezialchips, sogenannte ASICs. Diese werden für einen ganz bestimmten Prozess optimiert. Wenn ein Konzern wie Alphabet beispielsweise dieselbe KI-Anwendung millionenfach ausführt, kann ein speziell dafür entwickelter Chip deutlich (kosten-)effizienter arbeiten. Broadcom entwickelt solche Halbleiter gemeinsam mit seinen Kunden. Dadurch entstehen häufig langfristige Partnerschaften, da die speziell entwickelten Systeme tief in die jeweilige KI-Infrastruktur integriert werden und ein Anbieterwechsel entsprechend aufwendig wäre.
Das Geschäft ist sehr lukrativ, was sich auch in der Börsenbewertung niedergeschlagen hat. In den vergangenen zehn Jahren schraubte sich der Kurs im Durchschnitt um 36% p.a. nach oben. Broadcom hat aber auch etwas für Einkommensinvestoren zu bieten. Seit 2010 beteiligt das Unternehmen seine Aktionäre durchgehend am Gewinn. Die Ausschüttungen wurden stetig gesteigert, zuletzt um 10%. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei 0,61%.
Der Ausbau der KI-Infrastruktur hat einen weiteren Nebeneffekt. Leistungsfähige Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Energie. Davon profitiert der folgende Dividenden-Champion, der ebenfalls Bestandteil des boerse.de-Dividendenfonds ist:
NextEra Energy gehört zu den führenden Energieversorgern der Vereinigten Staaten und ist zugleich Marktführer im Bereich erneuerbarer Energien. Der Champion verfügt über das größte US-Portfolio an Wind-, Solar- und Speicheranlagen. Damit ist das Unternehmen hervorragend positioniert, um vom steigenden Strombedarf der kommenden Jahre zu profitieren und seine starke Marktstellung weiter auszubauen.
In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass NextEra den Konkurrenten Dominion Energy übernehmen möchte. Gemessen am Börsenwert würde dadurch der größte regulierte Stromversorger der Welt entstehen. Strategisch besonders interessant ist dabei der starke Fokus von Dominion Energy auf Northern Virginia. Dort befindet sich mit der sogenannten „Data Center Alley“ einer der bedeutendsten Standorte für Rechenzentren weltweit. Die Technologie-Champions Amazon, Microsoft und Alphabet sowie Meta Platforms betreiben in diesem Gebiet gewaltige Cloud- und KI-Kapazitäten. Dominion Energy ist einer der zentralen Stromversorger dieser Region.
Insgesamt eröffnet der stark steigende Energiebedarf durch Anwendungen rund um künstliche Intelligenz weitere Wachstumschancen für NextEra Energy. Verlässlich verfügbare elektrische Energie zur richtigen Zeit am richtigen Ort wird zunehmend zu einer knappen Ressource. Der Champion überzeugt hinsichtlich der Dividendenpolitik: Seit 1996 hat NextEra Energy kontinuierlich seine Ausschüttungen erhöht, die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 2,6%. Innerhalb der vergangenen Dekade legte der Aktienkurs durchschnittlich um rund 11% pro Jahr zu.
Auch Texas Instruments profitiert davon, dass moderne KI-Rechenzentren deutlich mehr Energie benötigen. Leistungsstarke KI-Server und Grafikprozessoren benötigen beispielsweise komplexe Systeme zur Spannungsregelung und Energieverteilung. Genau auf solche Analog- und Power-Management-Chips ist der Champion spezialisiert. Wie stark sich dieser Trend bereits auswirkt, zeigt das Data-Center-Geschäft von Texas Instruments:
Im ersten Quartal 2026 stiegen die Umsätze in diesem Bereich im Vergleich zum Vorjahr um rund 90% und gegenüber dem Vorquartal um mehr als 25%. Damit gehört das Segment derzeit zu den wichtigsten Wachstumstreibern des Unternehmens. Darüber hinaus eröffnet sich gerade weiteres Potenzial:
Der steigende Energiebedarf moderner KI-Rechenzentren könnte langfristig den Wechsel zu Stromversorgungssystemen mit deutlich höheren Spannungen erforderlich machen, um die Effizienz zu erhöhen. Für solche Systeme werden jedoch besonders anspruchsvolle Lösungen zur Energieumwandlung und Spannungsregelung benötigt. Und hier ist Texas Instruments ebenfalls hervorragend aufgestellt. Das 1930 gegründete Unternehmen hat also noch etliche weitere Pfeile im Köcher.
Aus Dividendensicht punktet der Champion schon lange. Das Unternehmen schüttet bereits seit 1962 Gewinne aus, seit 2004 werden diese Zahlungen stetig erhöht. Das aktuelle Verhältnis von Dividende zu Kurs beträgt 1,8%. Die Aktie, ebenfalls Bestandteil des boerse.de-Dividendenfonds, gewann in den vergangenen zehn Jahren im Mittel 14% pro Jahr an Wert.
Sie sehen: Auch einkommensorientierte Anleger müssen beim Thema Künstliche Intelligenz keineswegs außen vor bleiben. Grundsätzlich sollten Sie stets auf eine hohe Investmentqualität achten und gut diversifizieren. Anlegern, die ihr Portfolio mit ausschüttenden Champions aus unterschiedlichen Branchen ergänzen möchten (von denen viele zusätzlich Rückenwind durch KI erhalten dürften), sei der boerse.de-Aktienbrief empfohlen. Die überwiegende Mehrheit unserer Champions beteiligt ihre Aktionäre direkt am Gewinn. Die aktuelle Ausgabe des Aktienbriefs können Sie hier kostenfrei und unverbindlich anfordern.
Aber auch für Interessenten einer fertigen Depotlösung haben wir eine Alternative. Als „Champions-Plus-Fonds“ investiert der boerse.de-Dividendenfonds mit 80% des Volumens in Dividenden-Champions. Weitere 20% werden in hochwertige ausschüttende Aktien angelegt, bei denen es (noch) nicht zum Champions-Titel gereicht hat. Ausführliche Informationen finden Sie im White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Dividendenfonds: Konzeption und Funktionsweise“, das Sie hier kostenlos anfordern können.
Auf gute Investments!
Ihre
Katja Zacharias
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