Klasse durch Masse: Das Erfolgsrezept von Aktienfonds-Champions wie Visa, Walmart & Co.

Dienstag, 11.08.26 17:00

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

qualitativ hochwertige Unternehmen – wie die 40 Champions des boerse.de-Aktienfonds – zeichnen sich durch nachhaltige Vorteile im Wettbewerb aus. Diese verschaffen ihnen häufig Preissetzungsmacht und ermöglichen überdurchschnittliche Margen. ASML kann etwa für seine hochkomplexen Lithografieanlagen rund 400 Millionen Euro verlangen, weil es für die modernsten Maschinen praktisch keine Alternativen gibt. Bei Apple wiederum ist die Strahlkraft der Marke so groß, dass Kunden bereit sind, einen deutlichen Aufpreis zu zahlen.

Andere Champions setzen dagegen auf die Masse. Bei ihnen liefert der einzelne Verkauf oder Vorgang nur einen kleinen Beitrag. Die enorme Zahl dieser Transaktionen macht daraus jedoch ein hochprofitables Geschäft. Nach diesem Prinzip arbeiten unter anderem folgende Unternehmen:

Visa – Mautstelle des Zahlungsverkehrs

Visa betreibt eines der größten elektronischen Zahlungsnetzwerke der Welt. Wenn Verbraucher mit einer Visa-Karte bezahlen, übernimmt das Unternehmen die Abwicklung der Zahlung zwischen Banken und Händlern. Kreditrisiken trägt der Champion dabei nicht. Stattdessen verdient der Konzern bei jeder Nutzung seines gigantischen Netzwerks eine kleine Gebühr. 4,9 Milliarden Karten (physisch oder digital) sind im Umlauf und mehr als 175 Millionen Akzeptanzstellen sowie knapp 14.500 Finanzinstitute angeschlossen. 

Das Geschäftsmodell lebt also von der Masse, und die hat es in sich: Allein im dritten Geschäftsquartal 2026 verarbeitete Visa 71,7 Milliarden Transaktionen, 10% mehr als ein Jahr zuvor. Dass sich das langfristig auszahlt, zeigt auch die Kursentwicklung: Die Anteilsscheine von Visa gewannen in der vergangenen Dekade im Durchschnitt 15% p.a. an Wert. Der boerse.de-Aktienfonds hält gegenwärtig 10.666 Anteile des Unternehmens.

Deutsche Börse – Marktplatz für Wertpapiere

Die Deutsche Börse ist ebenfalls ein Unternehmen, das Infrastruktur bereitstellt. Mit Plattformen wie Xetra, Eurex und Clearstream ist der Champion ein tragender Pfeiler des europäischen Finanzsystems – und verdient an jedem Geschäft mit. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette des Kapitalmarkts ab. Das heißt, dass die Deutsche Börse am Handel mit Aktien und Derivaten ebenso verdient wie an der Abwicklung der Geschäfte und der Verwahrung von Wertpapieren. Hinzu kommen Erlöse aus Daten- und Indexdienstleistungen.

Das Geschäftsmodell lebt dabei von enormen Volumina. Für eine einzelne Transaktion fällt meist nur ein vergleichsweise kleiner Betrag an. In der Summe werden daraus jedoch beträchtliche Erlöse, denn über die Plattformen des Champions werden Jahr für Jahr Wertpapiere und Derivate im Wert von Billionen Euro gehandelt und Milliarden einzelner Vorgänge abgewickelt. Der Erfolg schlägt sich auch in der Kursentwicklung nieder. In den vergangenen zehn Jahren verzeichneten Anleger durchschnittlich ein Plus von 13% per annum. Der boerse.de-Aktienfonds ist derzeit mit 13.070 Anteilen investiert.

Walmart – kleine Preise, hoher Gewinn

Walmart ist der umsatzstärkste Einzelhändler der Welt. Pro Woche besuchen rund 280 Millionen Kunden die 10.900 Filialen oder die E-Commerce-Angebote des Champions. Der Konzern lockt mit dauerhaft günstigen Preisen, was durch eine hohe Kostendisziplin und eine gewaltige Einkaufsmacht ermöglicht wird. Lieferanten können durch die Zusammenarbeit mit dem Konzern sehr große Mengen absetzen. Diese Mengen und die Planungssicherheit ermöglichen Walmart günstigere Einkaufskonditionen.

Der gigantische Warenumschlag macht den Unterschied. Die Margen sind nicht hoch, aufgrund der hohen Anzahl von Käufern summierte sich der operative Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr jedoch auf fast 30 Milliarden Dollar. Die schiere Größe verschafft Walmart einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Hinzu kommt, dass Produkte des täglichen Bedarfs dauerhaft gefragt sind – erst recht, wenn sie günstig angeboten werden. Innerhalb der vergangenen Dekade legte die Aktie im Mittel um 16% pro Jahr zu, die Position im boerse.de-Aktienfonds umfasst aktuell 32.119 Anteile.

TJX Companies – Milliardengeschäft mit Schnäppchen

TJX ist der weltweit größte Off-Price-Händler und hierzulande unter dem Namen TK Maxx bekannt. Das Geschäftsmodell basiert darauf, Markenmode, Schuhe und Wohnaccessoires meist 20% bis 60% günstiger anzubieten als klassische Einzelhändler. Dafür kauft der Champion weltweit opportunistisch ein – etwa Überbestände, stornierte Aufträge oder Produktionsüberschüsse. Das Unternehmen greift dabei auf ein Netzwerk von rund 21.000 Lieferanten zurück.

Die enorme Größe ist, wie bei Walmart, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. TJX kann Warenposten von kleinen bis zu sehr großen Mengen übernehmen und über sein weit verzweigtes Filialnetz (über 5200 Geschäfte weltweit) verteilen. Weil das Sortiment ständig wechselt, entsteht für Kunden eine Art Schatzsuche: Wer heute nicht zugreift, findet den Artikel beim nächsten Besuch womöglich nicht mehr. Das sorgt für häufige Besuche und einen schnellen Warenumschlag. In den vergangenen zehn Jahren gewann die TJX-Aktie im Mittel 15% p.a. an Wert. Der boerse.de-Aktienfonds ist aktuell mit 24.365 Anteilen investiert.

Der boerse.de-Aktienfonds – 40 Champions im Paket

Sie sehen: Klasse kann auch durch Masse entstehen. Die genannten Champions machen vor, wie aus unzähligen kleinen Transaktionen, Verkäufen und Warenbewegungen ein hochprofitables Geschäft wird. Voraussetzung dafür sind starke Marktpositionen und Geschäftsmodelle, die sich millionen- oder sogar milliardenfach skalieren lassen. 

Natürlich ist Masse nur eines von vielen möglichen Erfolgsrezepten. Entscheidend ist am Ende, dass ein Unternehmen über nachhaltige Wettbewerbsvorteile verfügt und diese viele Jahre erfolgreich ausspielen kann. Über längere Zeiträume spiegelt sich fundamentale Güte stets im Kursverlauf wider, weswegen wir die boerse.de-Performance-Analyse als Qualitätsfilter nutzen. Wer mehr über unsere Vorgehensweise erfahren möchte, findet vertiefende Informationen im kostenlosen White Paper „Langfristig erfolgreich mit Champions-Aktien: Quality-Investing seit 2002“ von Prof. Dr. Hubert Dichtl, Thomas Müller und Jochen Appeltauer.

Wer auf Champions setzen möchte, ohne selbst einzelne Aktien auswählen zu müssen, findet im boerse.de-Aktienfonds eine gebündelte Lösung. Der Fonds investiert transparent, regelbasiert und innovativ in 40 Top-Champions nach dem Motto „Marktführer gehören in jedes Depot!“

Mit bester Empfehlung

Georg Kling
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH

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Georg Kling ist als Vermögensberater bei der boerse.de Vermögensverwaltung tätig. Zuvor hat er umfangreiche Erfahrungen in diversen Unternehmen und Positionen der Finanzdienstleistung und...

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