Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
die Technologiebranche zählt zu den dynamischsten Wirtschaftszweigen überhaupt. Neue Entwicklungen können innerhalb weniger Jahre ganze Märkte verändern. Umso wertvoller sind dauerhafte Wettbewerbsvorteile, die Unternehmen auch in einem anspruchsvollen Umfeld verteidigen können. Weil vor allem Anpassungsfähigkeit über das Überleben entscheidet, setzt der boerse.de-Technologiefonds auf eine zweigeteilte Strategie:
60% des Fondsvolumens fließen in etablierte Technologie-Champions, die übrigen 40% entfallen auf ein breit gestreutes Portfolio aus über 500 Technologie-Werten. Eine innovative, regelbasierte Strategie sorgt hier dafür, dass diejenigen Aktien mit überdurchschnittlicher Wertentwicklung gezielt aufgestockt werden – getreu dem Prinzip „Survival of the Fittest“ von Charles Darwin.
Während manche Technologieunternehmen nach kurzer Zeit wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, können andere Marktpositionen aufbauen, die langfristig Bestand haben. Davon profitieren auch die Aktionäre. Der entscheidende Burggraben von Apple ist beispielsweise das Ökosystem aus verschiedenen Produkten und der passenden Software. Wer ein iPhone nutzt, greift häufig auch zu einem iPad oder einem Mac. Mit jedem zusätzlichen Produkt wird ein Wechsel zu einem anderen Anbieter unattraktiver. Die Anteilsscheine von Apple gewannen innerhalb der vergangenen zehn Jahre durchschnittlich 26% p.a. an Wert.
Alphabet wiederum profitiert stark von Netzwerkeffekten. Milliarden Menschen verwenden täglich die Google-Suchmaschine oder YouTube. Mit jedem zusätzlichen Nutzer steigt die Attraktivität der Plattformen für Werbekunden. Im Mittel legte die Alphabet-Aktie innerhalb der vergangenen Dekade um 24% pro Jahr zu.
Marktmacht im Technologiesektor kann aber auch auf ganz andere Weise entstehen – durch die Kontrolle über einen kritischen Engpass. ASML ist hierfür das wohl bekannteste Beispiel. Der niederländische Champion ist weltweit der einzige Hersteller von EUV-Lithografiesystemen, die für die Produktion modernster Halbleiter unverzichtbar sind. Im Mittel schraubte sich der Kurs in den vergangenen zehn Jahren um 30% p.a. nach oben. ASML ist jedoch keineswegs das einzige Unternehmen, das einen kritischen Engpass kontrolliert. Auch an anderen Stellen der Halbleiterfertigung haben sich Marktführer etabliert, an denen die Branche kaum vorbeikommt. Einer davon ist der folgende Champion aus dem Silicon Valley:
Lam Research ist auf Ätz- und Beschichtungsprozesse spezialisiert. Je leistungsfähiger und komplexer Halbleiter werden, desto mehr kommt es darauf an, hauchdünne Materialschichten mit hoher Präzision aufzutragen oder gezielt wieder zu entfernen. Eine besonders starke Position besitzt der Konzern beim sogenannten Conductor Etch. Dabei werden die leitfähigen Strukturen eines Chips mit höchster Genauigkeit herausgearbeitet. In diesem Bereich ist Lam Research nach eigenen Angaben der mit Abstand führende Anbieter.
Mit der wachsenden Komplexität moderner Halbleiter dürfte die Nachfrage nach den Technologien des Champions weiter zunehmen. Für die Aktionäre war das Unternehmen bereits in der Vergangenheit ein Volltreffer: Seit 2016 schraubte sich der Kurs im Durchschnitt um beeindruckende 40% p.a. nach oben. Auch der folgende Champion dominiert eine entscheidende Stellschraube:
KLA ist auf Inspektions- und Prozesskontrollsysteme spezialisiert, die selbst kleinste Fehler während der Chipfertigung erkennen. Das kalifornische Unternehmen ist hier der wichtigste Anbieter mit einem Marktanteil von etwa 50%. Da moderne Halbleiter aus Milliarden Transistoren bestehen, ist diese Qualitätskontrolle von großer Bedeutung. Ein winziger Defekt kann die Produktionsausbeute ganzer Fertigungslinien beeinträchtigen und hohe Kosten verursachen.
KLA profitiert von hohen technologischen Eintrittsbarrieren sowie langjährigen Kundenbeziehungen. Die Entwicklung der Mess- und Inspektionssysteme erfordert jahrelange Erfahrungen und enorme Investitionen. Gleichzeitig sind die Lösungen tief in die Fertigungsprozesse der großen Chiphersteller integriert, sodass ein Anbieterwechsel mit erheblichen Risiken verbunden wäre. Und die Perspektiven sind weiterhin hervorragend. Je komplexer die Strukturen werden, desto wertvoller wird die Fähigkeit, Defekte frühzeitig zu erkennen und die Produktionsausbeute zu optimieren. In den vergangenen zehn Jahren haben die Anteilsscheine von KLA durchschnittlich 36% p.a. an Wert gewonnen. Aber auch abseits der Halbleiterfertigung gibt es Schlüsselstellen:
Moderne Rechenzentren benötigen große Mengen an Strom. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, denn je leistungsfähiger die Prozessoren werden, desto empfindlicher reagieren sie auf Spannungsschwankungen und Leistungsverluste. Ein KI-Chip ist letztlich nur so gut wie die Infrastruktur, die ihn mit Energie versorgt.
Vicor (boerse.de-Aktien-Rating A, enthalten im Darwin-Portfolio des boerse.de-Technologiefonds) hat sich auf genau dieses Problem spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt Stromversorgungssysteme mit besonders hoher Leistungsdichte. Vereinfacht gesagt: Vicor stellt möglichst viel Energie auf möglichst kleinem Raum bereit. Mit der zunehmenden Größe und Komplexität von KI-Rechenzentren könnte die Stromversorgung selbst zu einem kritischen Engpass werden. In diesem Fall dürfte die Bedeutung spezialisierter Anbieter deutlich zunehmen – und Vicor zählt zu den aussichtsreichen Kandidaten für eine Spitzenposition im Markt. In der vergangenen Dekade entwickelte sich die Aktie bereits hervorragend und legte durchschnittlich um 37% p.a. zu.
Marktmacht ist ein entscheidender Faktor innerhalb der Technologiebranche. Diese kann sich aus verschiedenen Quellen speisen. Dazu gehören Ökosysteme und Plattformeffekte wie bei Apple oder Alphabet, aber auch technologische Schlüsselpositionen wie bei ASML, Lam Research oder KLA. Ist der Vorteil im Wettbewerb von Dauer und entspringt daraus eine hohe Profitabilität, wird sich das auch in der Kursentwicklung bemerkbar machen. Die genannten Unternehmen gehören als Champions alle zum Kerninvestment des boerse.de-Technologiefonds.
Gleichzeitig entstehen durch technologische Weiterentwicklungen immer wieder neue Schlüsselstellen innerhalb der Branche. Das Darwin-Portfolio des Technologiefonds eröffnet die Chance, gezielt auch an künftigen Wachstumsfeldern teilzuhaben. Ausführliche Informationen zur Konzeption des Fonds finden Sie im kostenlosen White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Technologiefonds“.
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Maurice Beaunesse
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH
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