Moderne Arbeitsteilung im Tech-Zeitalter - so profitieren Sie als Anleger

Dienstag, 28.04.26 16:56

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

viele Unternehmen der Technologiebranche konzentrieren sich heute nur noch auf die Entwicklung ihrer Produkte. Eigene Fertigungsanlagen aufzubauen und globale Lieferketten zu managen, würde unnötig Ressourcen binden, stattdessen wird auf spezialisierte Auftragsfertiger zurückgegriffen. Davon profitieren beide Seiten. Während sich die einen auf Innovationen konzentrieren können, gewinnen die anderen durch Skaleneffekte. Dieser Effizienzzuwachs eröffnet auch Chancen für Investoren.

Das bekannteste Beispiel für eine solche Strategie ist sicherlich Nvidia. Ohne die Halbleiter des Champions könnten moderne KI-Modelle weder effizient trainiert noch im großen Maßstab betrieben werden. Nvidia entwirft diese Chips jedoch nur, gefertigt werden sie von externen Partnern. Die daraus resultierende hohe Profitabilität hat sich im Kurs niedergeschlagen: Denn im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre schraubte sich die Aktie um beeindruckende 58% p.a. nach oben. Das Unternehmen gehört zu den Kerninvestments im boerse.de-Technologiefonds. Im Fonds enthalten sind aber auch weitere Champions, die konsequent auf diese Art von Arbeitsteilung setzen: 

Monolithic Power Systems und Broadcom – ohne eigene Fabriken

Monolithic Power Systems ist auf eine eher unscheinbare, aber zentrale Funktion moderner Elektronik spezialisiert – die Stromversorgung. Das Unternehmen entwickelt Chips, die elektrische Energie umwandeln und regulieren. Die Produkte des Champions finden sich in einer Vielzahl von Anwendungen wieder. Dazu gehören Rechenzentren und Fahrzeuge, aber auch Konsumelektronik und industriellen Anwendungen. Besonders stark wächst die Nachfrage im Bereich Datenverarbeitung, wo steigende Leistungsanforderungen eine immer präzisere Steuerung der Energieversorgung erfordern. Schon kleine Verbesserungen wirken sich hier spürbar auf den Stromverbrauch aus. Der Erfolg hat sich im Kurs niedergeschlagen, in den vergangenen zehn Jahren legte die Aktie im Mittel um 29% p.a. zu.

Die Halbleiter von Broadcom sorgen wiederum dafür, dass Daten schnell und in großen Mengen übertragen werden können. Produkte des Champions stecken in unzähligen alltäglichen Geräten, etwa in Smartphones und WLAN-Routern, aber auch in modernen Autos. Darüber hinaus liefert das Unternehmen maßgeschneiderte Chips für Rechenzentren und Cloud-Anbieter. Der Kurs schraubte sich innerhalb der vergangenen Dekade durchschnittlich um 33% per annum nach oben.

Alle drei Unternehmen (Nvidia, Monolithic Power Systems und Broadcom) setzen auf Auftragsfertiger und konzentrieren sich selbst auf Entwicklung und Design, was zu einer hohen Rentabilität des jeweiligen Geschäftsmodells beiträgt. Zu den wichtigsten Partnern bei der Produktion zählt – als andere Seite der Medaille – folgender Champion, der ebenfalls zum Kernbestandteil des boerse.de-Technologiefonds gehört:

TSMC – der wichtigste Auftragsfertiger der Chipanbieter

TSMC ist das Rückgrat der modernen Halbleiterindustrie. Das Unternehmen aus Taiwan hat über Jahrzehnte die Fähigkeit perfektioniert, komplexeste Chipdesigns zuverlässig und in großen Stückzahlen herzustellen. Die Entwicklung solcher Strukturen erfordert jahrzehntelanges Know-how, der Champion hat sich hier einen großen technologischen Vorsprung erarbeitet.

In Kombination mit dem hohen Kapitaleinsatz, der für den Aufbau und Betrieb modernster Fertigungsanlagen erforderlich ist, ergibt sich ein enormer Wettbewerbsvorteil. Moderne Halbleiterfertigung zählt zu den kapitalintensivsten Industrien überhaupt. Gleichzeitig erfordert der technologische Fortschritt kontinuierliche Investitionen in die Modernisierung bestehender Anlagen. Weil TSMC jedoch mehr Aufträge abwickelt als jeder andere Wettbewerber, können die Produktionskosten pro Chip vergleichsweise niedrig gehalten werden. Die Dominanz des Unternehmens machte sich auch in der Kursentwicklung bemerkbar. Die Aktie legte in der vergangenen Dekade im Mittel um 28% pro Jahr zu.

Ein ähnliches Prinzip findet sich auch in anderen Bereichen der Technologiebranche. Zwar ist die Kapitalintensität dort geringer, doch auch hier entscheiden Skaleneffekte und operative Exzellenz über den Erfolg. Zum Darwin-Portfolio des boerse.de-Technologiefonds gehören beispielsweise die folgenden Auftragsfertiger:

Jabil Circuit und Plexus – die modernen Elektronikwerkstätten

Unternehmen aus Bereichen wie der Medizintechnik, der Automobilindustrie oder der Unterhaltungselektronik greifen häufig auf Jabil Circuit (boerse.de-Aktien-Rating AA) zurück, um ihre Erzeugnisse in großen Stückzahlen fertigen zu lassen. Zum Kundenkreis gehört unter anderem auch der Technologie-Champion Apple. Jabil Circuit betreibt Produktionsstätten in über 25 Ländern und kann deshalb flexibel entscheiden, wo etwas am sinnvollsten hergestellt wird. Das kann etwa von der Nähe zum Absatzmarkt oder auch von politischen Faktoren abhängen. Für die Kunden bedeutet das mehr Effizienz und oft auch schnellere Lieferzeiten. Im Mittel 28% p.a. gewannen die Aktien von Jabil Circuit in den vergangenen zehn Jahren an Wert.

Im Gegensatz dazu verfolgt Plexus (boerse.de-Aktien-Rating A) einen fokussierteren Ansatz. Das Unternehmen konzentriert sich als Auftragsfertiger auf besonders anspruchsvolle und oft regulierte Anwendungen. Statt großer Volumina stehen hier technische Komplexität und langfristige Zusammenarbeit im Vordergrund. Das Unternehmen produziert beispielsweise für Luftfahrtfirmen oder für industrielle Spezialanwendungen. Wie auch Jabil Circuit unterstützt Plexus seine Kunden bereits in der Entwicklungsphase und beim Design. Innerhalb der vergangenen Dekade legten die Anteilsscheine durchschnittlich um 15% pro Jahr zu.

Innovation und Arbeitsteilung – die Mischung macht es

Die genannten Unternehmen zeigen, wie sich die Wertschöpfung im Technologiesektor neu organisiert hat. Die Arbeitsteilung führt zu höherer Effizienz und oft auch zu überdurchschnittlichen Renditen. Falls Sie Ihr Depot um erstklassige Technologieunternehmen ergänzen möchten, finden Sie im boerse.de-Aktienbrief konkrete Empfehlungen.

Alternativ bietet sich für technikbegeisterte Anleger der boerse.de-Technologiefonds an. Der Fonds investiert mit 60% des Anlagevolumens in Technologie-Champions. Hinzu kommt ein besonderer Bestandteil: Um frühzeitig die Highflyer von morgen herauszufiltern, wird gleichzeitig mit einem Anteil von 40% in ein sehr breites Portfolio aus mehr als 500 Technologie-Aktien (darunter Jabil Circuit und Plexus) angelegt. Ganz im Sinne des Prinzips „Survival of the Fittest“ von Darwin erhalten dabei die langfristig erfolgreichsten Titel automatisch das größte Gewicht. Weitere Informationen erhalten Sie im kostenlosen White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Technologiefonds“ von Prof. Dr. Hubert Dichtl und Thomas Müller.

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Maurice Beaunesse
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH

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Maurice Beaunesse ist als Vermögensberater bei der boerse.de Vermögensverwaltung tätig. Davor arbeitete der gelernte Bankkaufmann und IHK-zertifizierte Versicherungsfachmann zunächst über fünf...

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