Neben KI: Das sind die spannendsten Trends innerhalb der Technologiebranche

Dienstag, 31.03.26 17:46

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn die Stimmung an den Märkten derzeit durch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen getrübt ist – langfristig haben die Börsen jeden Rücksetzer wieder aufgeholt und neue Höchststände erreicht. Wachstumstreiber dürfte in den kommenden Jahren insbesondere der Technologiesektor sein, der zunehmend zum Fundament für andere Branchen wird. Digitale Lösungen spielen mittlerweile fast überall eine zentrale Rolle. Das größte Thema ist hier natürlich der Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Es gibt darüber hinaus aber auch noch weitere spannende Entwicklungen innerhalb der Technologiebranche.

Cloud Computing

Der Trend zur Auslagerung von IT-Leistungen dürfte sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Cloud Computing ermöglicht es Unternehmen, Ressourcen flexibel und bedarfsgerecht zu nutzen, ohne intern eine eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen. Der globale Markt für entsprechende Dienstleistungen belief sich im vergangenen Jahr auf 913 Milliarden Dollar und soll Schätzungen zufolge bis 2035 auf rund 5947 Milliarden Dollar anwachsen. Das entspräche mehr als einer Versechsfachung.

Die Angebote dreier Technologie-Champions dominieren dabei den Markt: Amazon, Microsoft und Alphabet. Gemeinsam stellen sie einen Großteil der weltweiten Cloud-Kapazitäten bereit, sowohl für kleine Firmen als auch für multinationale Konzerne, Behörden und Forschungseinrichtungen.

Cybersecurity

Mit zunehmender Digitalisierung und Vernetzung wächst auch die Angreifbarkeit. Cyberkriminalität ist ein Problem, das keine geografischen Grenzen kennt und vor verschlossenen Türen nicht Halt macht. Die finanziellen Schäden können erheblich sein, weswegen auch der Bedarf an Cybersecurity zunehmend wächst.

Im Gegensatz zum Cloud-Geschäft ist der Markt jedoch viel fragmentierter. Der Grund liegt in der Natur der Sache: Cybersecurity ist ein Oberbegriff für ganz unterschiedliche Schutzmechanismen. Es gibt viele verschiedene digitale Angriffspunkte und jeder davon muss separat abgesichert werden. Die Unternehmen der Branche spezialisieren sich daher in der Regel auf unterschiedliche Bereiche.

Blockchain

Vertrauen spielt beim nächsten Thema eine große Rolle. Blockchain ist eine besondere Form einer Datenbank. Statt einer zentralen Speicherung werden die Daten hier gleichzeitig auf vielen Computern verteilt. Jeder Teilnehmer im Netzwerk besitzt eine identische Kopie. Dadurch gibt es keine einzelne Instanz, die alles kontrolliert oder verändern kann.

Die gespeicherten Informationen werden in sogenannten „Blöcken“ abgelegt, die chronologisch aneinandergehängt sind – daher der Name. Jeder neue Block enthält eine Art digitalen Fingerabdruck des vorherigen. Dadurch entsteht eine Kette, die sich im Nachhinein praktisch nicht mehr verändern lässt.

Die bekannteste und erste große Anwendung ist Bitcoin. Es gibt aber auch weitere Anwendungsfälle, wie zum Beispiel globale Lieferketten. Unternehmen können damit den Weg eines Produkts lückenlos dokumentieren – vom Rohstoff bis zum Endkunden. Im Gesundheitsbereich könnte Blockchain helfen, Patientendaten sicher und gleichzeitig zugänglich zu machen.

Robotik

Ein weiterer Multi-Billionen-Dollar-Markt ist die Robotik. Mithilfe der Künstlichen Intelligenz sollen Maschinen künftig nicht mehr nur vorgegebene Abläufe ausführen, sondern eigenständig lernen, sich anpassen und kontinuierlich weiterentwickeln. Jensen Huang, CEO von Nvidia, prognostiziert, dass humanoide Roboter und autonome Fahrzeuge schon in naher Zukunft die Schwelle zur Massenproduktion überschreiten könnten. Mit der eigenen KI-Plattform Cosmos will der Technologie-Champion die Integration von Künstlicher Intelligenz in physische Systeme vereinfachen und damit den Weg für eine breite Anwendung in unterschiedlichsten Industrien ebnen.

Mit dem humanoiden Roboter „Optimus“ verfolgt Tesla die Vision, Maschinen zu entwickeln, die physische Arbeit übernehmen können – in Fabriken oder auch im Alltag. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an autonomen Fahrsystemen, die letztlich spezialisierte Roboter auf Rädern sind.

Quantencomputing

Neben der Robotik zählt auch das Quantencomputing zu den spannendsten Zukunftsthemen der Technologiebranche. Während herkömmliche Rechner mit Bits arbeiten, die nur die Zustände 0 oder 1 annehmen können, setzen Quantencomputer auf sogenannte Qubits. Diese können sich dank der Gesetze der Quantenmechanik in überlagernden Zuständen befinden, also gleichzeitig 0 und 1 sein. Dieses Prinzip erlaubt es, viele mögliche Lösungen eines Problems parallel zu „durchdenken“, anstatt sie, wie klassische Rechner, nacheinander durchzugehen.

Gerade bei hochkomplexen Fragestellungen, etwa in der Materialforschung, der Medikamentenentwicklung oder der Optimierung logistischer Netzwerke, eröffnet dies völlig neue Möglichkeiten. IBM, aber auch die Champions Alphabet und Microsoft investieren bereits in großem Maßstab in diese Technologie, die langfristig als Ergänzung zur klassischen Rechenleistung fungieren könnte. Noch befindet sich das Quantencomputing in einer frühen Entwicklungsphase, doch das Potenzial für grundlegende technologische Durchbrüche ist erheblich.

Technologiebranche: Die Triebfeder der ökonomischen Entwicklung

Aus Investorensicht zählt die Technologiebranche zu den spannendsten Anlagefeldern. Ihre besondere Dynamik entsteht aus dem engen Zusammenspiel verschiedener Bereiche. Anwendungen der Künstlichen Intelligenz sind auf leistungsfähige Cloud-Infrastrukturen angewiesen, Cybersicherheit bildet die Grundlage der digitalen Expansion, und Fortschritte in der Robotik werden maßgeblich durch KI vorangetrieben.

Grundsätzlich gilt: Wer in Technologieunternehmen investiert, partizipiert unmittelbar an den zentralen Treibern der ökonomischen Entwicklung. Gleichzeitig erfordert die hohe Veränderungsgeschwindigkeit der Branche ein umsichtiges Vorgehen. Anleger sollten daher auf eine breite Diversifikation achten und ein ausgeprägtes Risikobewusstsein mitbringen.

Mit den besten Empfehlungen

Maurice Beaunesse
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH

PS: Anleger können sich am technologischen Fortschritt auch über den boerse.de-Technologiefonds beteiligen. Der Fonds investiert zu 60% in etablierte Technologie-Champions (auch in die oben genannten). Im Darwin-Portfolio (40%) sorgt eine innovative, regelbasierte Strategie dafür, dass aus einem Pool von 500 Aktien diejenigen mit überdurchschnittlicher Performance gezielt aufgestockt werden. Ziel ist es dabei, frühzeitig auch die Champions von morgen zu identifizieren.



Maurice Beaunesse ist als Vermögensberater bei der boerse.de Vermögensverwaltung tätig. Davor arbeitete der gelernte Bankkaufmann und IHK-zertifizierte Versicherungsfachmann zunächst über fünf...

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