SAP: Auf diese Zahlen kommt es an!

Mittwoch, 28.10.20 17:03
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Per Ad-hoc-Mitteilung senkte das Dax-Schwergewicht SAP am Sonntagabend die Prognose für 2020 und relativierte auch gleich die hochgesteckten Erwartungen an die kommenden beiden Jahre. Bedingt durch die Corona-Pandemie, aber auch durch die Kosten für den Ausbau des Cloud-Computing-Angebots wird die operative Marge voraussichtlich um etwa vier bis fünf Prozentpunkte bis 2023 zurückgehen. Für den neuen SAP-Chef Christian Klein ist diese Umstellung alternativlos; er sei nicht bereit, den Erfolg der Kunden für eine kurzfristige Margenoptimierung zu opfern, so Klein. Die Aktie ging am Montag dennoch auf Talfahrt. Im Detail:

Jeder Crash wird aufgeholt!

Rund ein Fünftel büßten die Papiere an Wert ein und sackten unter die 100-Euro-Marke und damit auch unter die 200-Tage-Linie ab. Aber was sagt dieser kurzfristige Kursverlauf eigentlich über die Anlagequalität der SAP-Aktie aus? Wer sich für Börse interessiert, der weiß, dass es an den Märkten immer wieder zu gelegentlichen Rücksetzern kommt. Doch langfristig wurde, wie der Blick auf die Aktienindizes Dax und Dow Jones beweist, jeder Crash stets aufgeholt. Dabei gibt es Aktien, die solche Stürme sogar noch besser überstehen. Zu denen zählt auch SAP. Konkret:


Der Software-Gigant aus Walldorf gehört schließlich zu den laut Performance-Analyse 100 besten Aktien der Welt, den Champions aus dem boerse.de-Aktienbrief. Die weisen auf lange Sicht, nämlich einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren, überdurchschnittliche Gewinne aus. Im Falle eines Rücksetzers – der auch bei einem Champion hie und da mal vorkommen kann – bleiben die Verluste dabei unter dem Durchschnitt. Diese Stärke lässt sich an den Kennzahlen der 2002 von Thomas Müller und Jochen Appeltauer entwickelten Performance-Analyse ablesen. Bei SAP können sich diese wichtigen Zahlen allemal sehen lassen. Denn:

Das sind die wichtigen Zahlen!

Mit Blick auf die zurückliegenden zehn Jahre verbucht der Software-Gigant eine durchschnittliche Kursrendite von 13% p.a., wobei die Gewinn-Konstanz einen Wert von 93% aufweist. Mit anderen Worten – auf lange Sicht verläuft der SAP-Aktienkurs im Chart von links unten nach rechts oben. Der ein oder andere Rücksetzer hat da keine nennenswerten Spuren hinterlassen. Wer daher langfristig an der Börse Erfolge verzeichnen will, kann das kurzfristige Kursrauschen durchaus vernachlässigen!

Mit bester Empfehlung

Daniel Drasch
Markenaktien-Experte boerse.de
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