So finden wir die besten Aktien der Welt!

Mittwoch, 04.09.19 15:40
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

eine der Fragen, die uns sehr häufig gestellt wird ist die, weshalb denn diese oder jene Aktie nicht zum Kreis unserer Aktienbrief-Champions zählt. Meist dreht es sich dabei um bekannte deutsche Blue Chips wie bspw. den schwäbischen Automobilbauer Daimler. Schauen uns für die Antwort am besten einfach kurz an, wie wir bei unserem Ansatz vorgehen:
 
Der Grundgedanke unserer Performance-Analyse
 
Das K.o.-Kriterium für die Qualifikation als Champion ist das Vorliegen einer Kurshistorie von mindestens zehn Jahren. Damit werden ganz bewusst Werte ausgeklammert, die im Zuge zwischenzeitlicher Modewellen – wie bspw. dem Boom der Solaraktien oder dem New-Economy-Hype stark – nach oben schießen, und danach wieder heftig abzustürzen.
 
Wenn eine Aktie diese erste Hürde der Zehnjahreshistorie gemeistert hat, werden aus den Kursdaten der vergangenen zehn Jahre Rendite- und Risikokennzahlen berechnet, anhand derer sich die Chance-Risiko-Profile miteinander vergleichen lassen. Andere Kriterien – wie z.B. die Mitgliedschaft in einem bekannten Index oder in welchem Land das Unternehmen seinen Sitz hat – spielen bei der Performance-Analyse dagegen keine Rolle.
 
Wenn wir bei den quartalsmäßigen Überprüfungen mögliche Champions-Kandidaten entdecken, wird dann selbstverständlich geschaut, ob ein ausreichend liquider Handel gewährleistet ist. Und zu marktenge Titel werden dann ggf. auch konsequent ausgesiebt. Doch zurück zur Frage, warum Daimler kein Champion ist und übrigens auch seit dem Aktienbrief-Start im Jahr 2002 noch nie war:
 
Deshalb ist Daimler kein Champion
 
Die Grafik zeigt Ihnen unseren sogenannten Rendite-Risiko-Check. Bei dieser Darstellung werden die Risikokennziffer auf der x-Achse und die Renditekennzahl auf der y-Achse abgebildet. Dabei nehmen die Anlagerisiken grundsätzlich von links nach rechts und die jährlichen Durchschnittsrenditen von unten nach oben zu. Dementsprechend sind die Aktien mit den langfristig vielversprechendsten Chance-Risiko-Profilen also links oben zu finden.
 

Die Grafik verdeutlicht damit auf einen Blick, dass es zu Daimler unter unseren Champions aus der Oberbranche Maschinenbau, Verkehr & Logistik deutlich sicherere und zugleich renditestärkere Alternativen gibt.
 
So errechnet sich für den Dax-Konzern im Schnitt eine jährliche Kursrendite von gerade einmal 2%, während die Risikokennziffer deutlich erhöht ausfällt. Aus Sicht der Performance-Analyse ist Daimler daher als spekulativer Depotbremser einzuordnen.
 
Die Vorzugsaktie von Sixt  weist dagegen ein 28% geringeres Anlagerisiko auf. Gleichzeitig dürfen sich Aktionäre des Autovermieters seit 2009 im Mittel über jährliche Kursgewinne von 23% freuen, was Sixt aktuell zum renditestärksten Champion dieser Branche macht. Als defensives Pendant dazu ist indes KONE auszumachen, denn die Verlust-Ratio beträgt hier nur 1,4. Das Anlagerisiko ist hier also nur halb so hoch wie bei Daimler, und dem stehen bei dem finnischen Aufzughersteller im Schnitt 14% Kursgewinn pro Jahr gegenüber.
 
In der Oberbranche Maschinenbau, Verkehr & Logistik gibt in unserem Champions-Pool neben Sixt und KONE aktuell übrigens sechs weitere Alternativen mit deutlich besseren Chance-Risiko-Profilen als Daimler.
 
Mit bester Empfehlung
 
Jochen Appeltauer
Chefredakteur boerse.de-Aktienbrief

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Jochen Appeltauer ist boerse.de-Aktienbrief-Chefredakteur. Der boerse.de-Aktienbrief ist der große deutsche Börsenbrief für den langfristigen Vermögensaufbau mit den laut Performance-Analyse 100...
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