SolarEdge, JinkoSolar: Elon Musk befeuert Solar-Aktien – jetzt zuschlagen?

Mittwoch, 04.02.26 14:54

Elon Musk ist berühmt-berüchtigt für seine visionären und teils auch sehr polarisierenden Aussagen. Jüngst rückte der Tesla- und SpaceX-Chef beispielsweise die Sonne als die „absolute Energielösung“ der Menschheit in den Fokus, was prompt für neue Impulse im Bereich der Solar-Werte sorgte. Denn Musks Prophezeiungen wecken bei vielen Anlegern die Hoffnung auf schnelle Gewinne in einem Sektor, der politisch gewollt und technologisch notwendig ist. Anleger sollten bei Solar-Aktien aber dennoch Vorsicht walten lassen. Denn die Branche ist geprägt von einem extremen Verdrängungswettbewerb und einer hohen Volatilität einzelner Marktteilnehmer, die gerade Privatanleger oft unvorbereitet trifft. Doch es gibt auch attraktive (Champions-) Ausnahmen im Energiesektor …

Die Risiken der volatilen Solar-Pure-Player

Wer versucht, auf den Solar-Hype aufzuspringen, landet oft bei sogenannten Pure-Playern, die sich ausschließlich auf eine Stufe der solaren Wertschöpfungskette konzentrieren. Viele Unternehmen kämpfen jedoch mit massiven Überkapazitäten und einem Preisverfall, der die Gewinnmargen schwinden lässt. Ein prominentes Beispiel hierfür ist JinkoSolar. Trotz seiner Position als einer der weltgrößten Modulhersteller leidet das Unternehmen unter der Abhängigkeit von globalen Marktpreisen und politischen Handelskonflikten, was sich in der Aktienkurs-Performance widerspiegelt: Im boerse.de-Aktien-Rating erhält JinkoSolar lediglich die B-Note (Depotbremser), was auf die schwache Zehn-Jahres-Rendite von im Mittel +2% p.a. und eine sehr hohe Verlust-Ratio von 5,78 zurückzuführen ist.

SolarEdge erzielt ganz ähnliche Werte: Ein B-Rating aufgrund einer niedrigen Rendite von im Mittel +3% p.a. seit 2016 in Kombination mit einer besorgniserregenden Verlust-Ratio von 6,12. Der Wechselrichter-Spezialist galt zwar lange als Liebling vieler Börsenzocker, die allerdings schmerzhaft erfahren mussten, wie schnell sich volle Lagerbestände und eine nachlassende Dynamik des Sektors in massiven Kursverlusten niederschlagen können: Ein SolarEdge-Anteil kostete noch Mitte 2023 über 200 Euro, Ende Januar 2026 waren es dagegen nur noch knapp 30 Euro.

Champions-Aktien: Ein Lichtblick im Depot

Für Anleger empfiehlt sich deshalb ein Blick auf Unternehmen, die das Thema Energiewende profitabel umsetzen und mit einer langfristig hohen Anlagequalität überzeugen. Im boerse.de-Aktienbrief definieren wir solche Qualitätswerte als Champions-Aktien. Ein Musterbeispiel hierfür ist NextEra Energy. Der US-Konzern ist der weltgrößte Erzeuger von Wind- und Sonnenenergie und ein führendes Versorgungsunternehmen in den USA mit entsprechend zuverlässig fließenden Einnahmen. Für das Jahr 2026 wird hier mit einer Fortsetzung des Wachstumskurses gerechnet, zumal NextEra Energy massiv vom Stromhunger der US-KI-Unternehmen profitiert.

Auch der Münchner Technologiegigant und Champions-Kollege Siemens gilt als Rückgrat der modernen Energieinfrastruktur. Denn Siemens liefert die notwendige Technik, um den Ökostrom effizient zu verteilen und industriell nutzbar zu machen. Solche Champions bieten eine attraktive Alternative zu spekulativen Wetten, zumal NextEra und Siemens mit einer attraktiven Zehn-Jahres-Rendite von im Mittel jeweils etwa +10% p.a. und geringen Verlust-Ratio überzeugen. 

Möchten Sie erfahren, welche insgesamt 100 Champions-Aktien aktuell die strengen Kriterien der boerse.de-Performance-Analyse erfüllen? Dann sichern Sie sich jetzt Ihren kostenlosen boerse.de-Aktienbrief, der hier für Sie unverbindlich zum Download bereitsteht.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre
Miss boerse.de



Miss boerse.de gehört zum Team des Aktien-Ausblicks, Deutschlands großem Börsen-Newsletter mit mehr als 100.000 Lesern. Der Aktien-Ausblick informiert von Montag bis Samstag über...

Unsere Mission