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Spezielle Verhältnisse in unruhigen Zeiten

Dienstag, 29.03.16 15:42
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

das erste Börsenquartal dieses Jahres besteht aus einem großen fast symetrischen „W“. Zirka die Hälfte des fraglichen Zeitraums ging es ziemlich steil und konsequent bergab und nach einem mehr oder weniger ausgeprägten Doppeltief die andere Hälfte ziemlich steil und mehr schleichend andauernd bergauf. Komplett ist die W-Formation übrigens nur beim Dow Jones und beim Standard & Poors 500-Index. Besonders die Eurozonen-Aktienbarometer haben trotz neuer EZB-Maßnahmen und einem Strohfeuer zwischendurch das „W“ nicht vollendet und vorige Woche wie es scheint nun seitwärts drehend abgebrochen. Auch anderswo dürfte aus dem ungewöhnlichen „W“ zunächst ein gewöhnlicher unregelmäßiger Seitwärtstrend entstehen.

Die erste Phase hat der KFT dank entsprechender Transaktionen schadlos überstanden. In der zweiten Hälfte haben wir ausgiebig die Erholung propagiert. Nun kommen W-förmige Einbrüche und Erholungen öfters vor. Diesmal aber ist das „W“ erstens wegen seiner langen Strecke abwärts wie aufwärts außergewöhnlich und zweitens hinsichtlich der Jahreszeit des Auftretens eine Ausnahme. Altgediente prominente Börsianer äußern offen: Sie hätten in den ersten Wochen des Jahres noch nie einen derart massiven Ausverkauf gesehen. Und als die Indizes spät im März immer noch ein Stück aufwärts schlichen, glaubten manche schon an Absprachen in gewissen Kreisen, um die seltsame Hausse-Maschine zumindest in New York trotz allerlei Bedenken in Gang zu halten. Ja, wir leben in ungewöhnlichen Zeiten. Warum ich das erzähle?

Zutaten für Kapriolen gut

Ich versuche die Zutaten hinsichtlich des zweiten Quartals etwas zu ordnen. Die Konjunktursorgen mit China an der Spitze waren der Zünder für die Baisse am Jahresstart. Mittlerweile hält China verbal mächtig dagegen, die Lage ist unseres Wissens jedoch nicht besser geworden. Überhaupt: In jüngster Zeit werden die Prognosen für die lahmende Weltwirtschaft nach unten revidiert. Des Weiteren sind die vielen Probleme Europas ungelöst und sie werden wiederkehren. Auf die Terrorgefahr reagieren die Börsen richtig negativ, falls die Konjunktur einbricht. Schließlich Rohöl: Meines Wissens hat sich kein Ölstaat jemals an Absprachen bezüglich der Fördermengen gehalten. Deshalb rechne ich beim Öl-Monopoly mit erneut rutschigen Preisen. Mit der bisherigen Logik: Höhere Ölpreise ist gleich festere Aktienkurse dürfte es demnach schwierig werden. Schließlich: Seit mindestens sieben Jahren drehen die Notenbanken an der Zinsschraube. Wie das Ende der künstlichen Liquidität aussieht, ist ungewiss. Wenigstens hat die expansive Geldpolitik den Kursen auf die Sprünge geholfen. Hoffen wir, dass der Entzug ohne große Kapriolen verläuft und ungünstige Überraschungen ausbleiben.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader
Gerhard Mahler ist Chefredakteur des Kurzfrist-Traders. In diesem Trading-Dienst gibt der Börsen-Profi konkrete kurzfristige Derivate-Empfehlungen, so dass Leser immer wieder schnelle Gewinne...
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