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Starke Konjunktur = starker Dax

Freitag, 28.10.16 13:50
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

der deutschen Wirtschaft geht es gut. Dass es vorerst so weiter laufen könnte, bestätigte in dieser Woche der veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex. Der Index ist einer der wichtigsten deutschen Konjunkturbarometer, und er stieg um 1,0 Punkte auf 110,5 Punkte an. Das ist der höchste Stand seit April 2014.

Es gilt die These: Wenn die Geschäftserwartungen positiver werden, dann ist das meistens auch positiv für den Dax. In der Öffentlichkeit wird die wirtschafts-psychologische Komponente gerne unterschätzt. Dabei ist die Erwartungshaltung für die Zukunft ausschlaggebend für neue Investitionen. Wer vom Schlimmsten ausgeht, der wird sich mit Investitionen zurückhalten. Genau andersherum ist es beim Optimismus.

Ein technischer Ausbruch des ifo

Der ifo-Index und der Dax verlaufen nicht identisch. Doch in der Vergangenheit war der ifo nicht selten ein Vorläufer des Dax. Bemerkenswert ist nun, dass der Verlauf des ifo-Index einen technischen Ausbruch zeigte. Seit 2015 gab es drei Gipfelbewegungen 108,6 (April, 2015), 109 (Nov, 2015) und 108,7 (Juni, 2016). Mit dem Sprung auf 110,5 Punkte ist dem ifo ein neuer Höchststand gelungen.

Der saisonale Anstieg

Zur Erinnerung, zwischen November und April gibt es im Durchschnitt die höchsten Wertsteigerungen des Dax. Fasst man nun die saisonale Stärke des Dax und den ifo-Anstieg zur Prognose zusammen, dann kann es nur eine Schlussfolgerung geben: Wir werden in den nächsten Monaten einen bullishen Markt erleben.

Den genauen Startzeitpunkt einer Rallye zu finden ist praktisch unmöglich. Es gibt zu viel Störfeuer. Bedenken Sie, dass wir uns aktuell in der Berichtssaison befinden. Große Unternehmen wir Google oder Apple können mit einem schlechten Quartal einen ganzen Index herunterziehen.

Und dann kommt noch am 8. November die Wahl des US-Präsidenten. In den Umfragen führt Hillary Clinton relativ deutlich. Doch in der Vergangenheit hat Donald Trump wiederholt gezeigt, dass er ein „Stehaufmännchen“ ist. Sollte Trump entgegen der Erwartung gewinnen, gibt es an der Börse ein Erdbeben. Weil Trump in der Vergangenheit des Öfteren einen Protektionismus der US-Wirtschaft betont hat, können Sie davon ausgehen, dass er der US-Wirtschaft schweren Schaden zufügen wird. Schon während des Wahlkampfes zeigte er mit einigen Äußerungen, dass seine mentale Verfassung nicht stabil ist. Für die USA und die Weltwirtschaft wäre seine Präsidentschaft ein Desaster.

Viel Erfolg wünscht Ihnen,

Christian Lukas
Chefredakteur
Dax-Hebel-Trader

Christian Lukas ist diplomierter Wirtschafts- und Maschinenbau-Ingenieur. Unmittelbar nach dem Studium ging es für ihn in die Wirtschaft, wo Lukas zuletzt viele Jahre sein eigenes Unternehmen...
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