Stellen Sie sich nicht (immer) gegen den Trend!

Montag, 12.08.19 10:12
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Viele Trader, und auch Anleger, machen den Fehler, sich gegen Trends zu stellen. Eine Aktie, die in kurzer Zeit stark an Wert gewann, gilt in den Augen vieler Menschen als „teuer“, „überkauft“ und „reif für eine Korrektur“. Umgekehrt sind Aktien nach starken Kursverlusten in deren Augen „günstig“, „überverkauft“ und „reif für eine Erholung“. Doch so funktioniert der Aktienmarkt nur selten.
 
Es beginnt schon damit, dass die Markttechnik falsch interpretiert wird. So ist eine überkaufte Aktie keinesfalls sicher reif für eine Korrektur. Es gibt unzählige Beispiele von Aktien, die tage-, teils wochenlang im überkauften oder überverkauften Bereich notierten und weiter an Wert zulegten bzw. Wert verloren, nachdem der Indikator bereits eine kritische Situation anzeigte. Die Markttechnik-Indikatoren sind genau das, was ihr Name aussagt: Eine Indikation, ein Hinweis, dessen Aussagekraft durch zusätzliche Analysen gestärkt werden muss. Eine Aktie, die sich in einem intakten Trend befindet, kann wochenlang immer neue Hochs oder Tiefs erzielen, bevor eine Korrektur startet.
 
Wenn eine Aktie in einem Trend gerade erst Fahrt aufnahm, ist es in vielen Fällen sicherer, mit dem Trend zu schwimmen, als sich gegen ihn zu stellen. Insbesondere kurzfristige Trader, die einen aktiven Handelsstil pflegen, können dabei schnell und risikoarm viel Geld verdienen.
 
Anders sieht es aus, wenn Sie einen ruhigeren Handelsstil mit wenig Zeitaufwand bevorzugen. Vor allem für nebenberufliche Trader, die nur schnell morgens einige Orders eingeben und dann zur Arbeit gehen möchten, kann das Contratrend-Handeln interessant sein. Dann können Sie sich nämlich markante charttechnische Unterstützungen und Widerstände heraussuchen, an denen Sie einsteigen oder eine Einstiegsorder platzieren. Eine solche Unterstützung oder Widerstand wäre die nötige Bestätigung eines Markttechnik-Indikators. Erreicht eine Aktie einen überkauften Bereich nahe eines Widerstands, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur.
 
Sie können sich also gezielt Situationen heraussuchen, in denen Indikatoren mit weiteren auf eine Trendumkehr hindeutenden Signalen kombiniert werden können. Dann, und nur dann, ist es sinnvoll, sich gegen einen aktiven Trend zu stemmen. Aber auch nur, wenn Sie die dabei aufgebaute Position mittels Stop-Orders ober- oder unterhalb der Widerstände und Unterstützungen absichern.
 
Beim Kurzfrist-Trader nutze ich beide Strategien, die trendfolgende und eine Kontratrend-Strategie. Beide tragen zum Erfolg des Kurzfrist-Traders bei. So konnten meine Leser trendfolgend bei Ferrari +39,3% Gewinn realisieren und bei Swatch contratrend +63,8%. Bei Swatch empfahl ich den Einstieg in einem Aufwärtstrend im überkauften Bereich an einem wichtigen Widerstand, während ich bei Ferrari den Kauf in einem intakten Aufwärtstrend empfahl. Sie sehen: Beide Strategien funktionieren und haben ihre Berechtigung.
 
Sebastian Müller
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader

PS: In dieser Woche konnten meine Leser vier Gewinne zwischen +20% und +63,8% realisieren. In  der kommenden Woche gibt es neue Trades. Wenn Sie bei den künftigen Gewinnen mit dabei sein wollen, testen Sie doch jetzt einfach und unverbindlich meinen Kurzfrist-Trader. Zum Testen bitte hier klicken!
Der Master of Arts in Business Administration, Bankkaufmann, CFA und Master of Science in Finance Sebastian Müller ist Chefredakteur des Kurzfrist-Traders. Mit dem Kurzfrist-Trader möchte er Ihnen...
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