Teamviewer geht an die Börse: Was Anleger über den deutschen Milliarden-IPO wissen sollten!

Freitag, 06.09.19 11:41

Teamviewer geht aller Wahrscheinlichkeit nach im September an die Börse. Ein Milliarden-IPO, das in Finanzkreisen als “hochattraktiv” gilt. Denn im Gegensatz zu so manchen, amerikanischen “Einhörnern” (StartUps mit einer Marktbewertung von über einer Milliarde Dollar), ist Teamviewer äußerst profitabel und entwickelt Produkte, die sich bei Kunden weltweit großer Beliebtheit erfreuen. Dementsprechend groß könnte auch die Nachfrage bei Aktionären sein. Ein Blick auf die Faktenlage...

 

Teamviewer teilt, konfiguriert und verwaltet

 

Als Computerbesitzer kennen Sie wahrscheinlich die Situation: Mitten in einem wichtigen Dokument stürzt der Rechner ab und lässt sich nicht wieder neu starten. Daten gehen verloren. Oder sie können eine bestimmte Software nicht installieren. Dann ist guter Rat teuer: Wer nicht gerade einen technisch versierten Bekannten / Mann oder IT-Mitarbeiter im Haus hat, muss den Rechner zum Fachmann bringen. Oder Teamviewer nutzen. Denn über die Fernsupport- und Fernzugriff-Software lassen sich Computer und Mobilgeräte “wie von Geisterhand” warten, konfigurieren oder verwalten. Unabhängig vom Aufenthaltsort oder der Technik-Affinität des Nutzers, denn Teamviewer lässt sich einfach installieren und bietet sichere und schnelle Unterstützung bei IT-Problemen.

 

Zum Selbstzweck entwickelt, zu Weltruhm gelangt

 

Dabei war das Programm vom Firmengründer Tilo Rossmanith ursprünglich nur zum Selbstzweck gedacht. Der findige Softwareunternehmer war es leid, zur Wartung seiner eigenen Computerprogramme ständig raus zu den Kunden fahren zu müssen und suchte nach einer kosten- und zeitsparenden Lösung. Deshalb ließ er 2005 eine Software zur Präsentation und Fernwartung über das Internet entwickeln und die Erfolgsgeschichte von Teamviewer nahm ihren Lauf.

 

Finanzchef Stefan Gaiser sagte kürzlich gegenüber einer Tageszeitung, im ersten Halbjahr habe das Unternehmen rund 140 Millionen Euro an sogenannten “Billings” eingenommen, was einem Anstieg von 37 Prozent zum Vorjahr entspricht. Die operative Marge betrage mehr als 50 Prozent. Die Zahl der aktiven Geräte, auf denen Teamviewer mindestens einmal im Jahr genutzt wird, liegt nach Unternehmensangaben bei 340 Millionen. Unterm Strich bedeutet das, dass Teamviewer äußerst profitabel arbeitet und zudem in einem schnell wachsenden Zukunftsmarkt unterwegs ist.

 

Denn das “Internet der Dinge”, also die Vernetzung unterschiedlichster, computergesteuerter Maschinen (vom Staubsauger bis zur Raumstation), wird dank intelligenter Unterstützung aus der Ferne erst möglich. Rosige Aussichten für Teamviewer und risikofreudige Spekulanten, die sich auf ein IPO-Abenteuer einlassen wollen. Wenn auch Sie mit dem Gedanken spielen, denken Sie jedoch immer daran, dass Börsengänge ein Wagnis mit ungewissem Ausgang sind und deshalb nie als Basis für Ihren langfristigen Vermögensaufbau dienen sollten. Mit welchen, seit über zehn Jahren erfolgreichen, 100 boerse.de-Aktienbrief-Champions unsere Leser dagegen immer “goldrichtig” liegen, erfahren Sie in Ihrer aktuellen Aktienbrief-Gratisausgabe!

 

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

 

Ihre Miss boerse.de

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