Technologieaktien: Champions, Herausforderer und das Darwin-Prinzip

Mittwoch, 08.07.26 10:53

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

kaum eine Branche ist von einem so hohen Innovations- und Wettbewerbsdruck geprägt wie die Technologiebranche. Unternehmen aus der Halbleiterindustrie müssen beispielsweise rund 30% ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung sowie in moderne Produktionsanlagen investieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Langfristig setzen sich nur jene Firmen durch, die sich am erfolgreichsten an veränderte technologische Rahmenbedingungen anpassen. In diesem Sinne lässt sich die Branche durchaus als „darwinistisch“ bezeichnen und eröffnet Anlegern zugleich attraktive Chancen.

Aus Investorensicht bedeutet das zweierlei. Marktführer genießen innerhalb der Technologiebranche strukturelle Vorteile, dürfen sich jedoch nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Eine hohe Anpassungsfähigkeit kann aber auch neuen Herausforderern den Aufstieg ermöglichen. Deshalb setzt der boerse.de-Technologiefonds auf ein kombiniertes Anlagekonzept aus einem Kerninvestment in bewährte Technologie-Champions und einem breit gestreuten Darwin-Portfolio.

Deshalb haben Technologie-Champions einen Vorsprung

Die Wettbewerbsvorteile der Champions sind mannigfaltig. So profitiert Nvidia von seiner Schlüsselrolle als Technologieführer bei KI-Beschleunigern. Die hohe Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz verschafft dem Konzern Preismacht, während das Software-Ökosystem rund um die Entwicklerplattform CUDA für eine starke Kundenbindung sorgt. Innerhalb der vergangenen Dekade schraubte sich die Nvidia-Aktie im Mittel um fantastische 56% pro Jahr nach oben. Der boerse.de-Technologiefonds ist derzeit mit 10.528 Anteilen investiert.

Der Burggraben von Alphabet beruht hingegen vor allem auf seiner enormen Nutzerbasis und den daraus gewonnenen Daten. Der Konzern erreicht mit Angeboten wie seiner Suchmaschine oder YouTube Milliarden Menschen. Aus dieser täglichen Nutzung gewinnt Alphabet wertvolle Signale, mit denen der Champion seine Dienste laufend verbessern und Werbung gezielter ausspielen kann. In den vergangenen zehn Jahren legte der Wert durchschnittlich um 24% p.a. zu. Im Fonds sind 5920 Stück enthalten. 

Apple wiederum profitiert von einer der stärksten Marken der Welt und der engen Verzahnung von Hardware und Software. Die Produkte bieten ein konsistentes Nutzererlebnis und sind so aufeinander abgestimmt, dass für viele Kunden ein Wechsel zu einem anderen Anbieter wenig attraktiv ist. Auf Zehnjahressicht gewann die Aktie durchschnittlich 25% per annum an Wert, der boerse.de-Technologiefonds hält aktuell 7300 Anteile.

Auch weniger bekannte Technologie-Champions verfügen über Wettbewerbsvorteile. Ein Beispiel dafür ist Lam Research. Das Unternehmen ist auf zentrale Ätz- und Beschichtungsprozesse in der Halbleiterfertigung spezialisiert. Der Burggraben des Champions liegt darin, dass seine Anlagen in die Fertigung der großen Chiphersteller eingebunden sind und wegen der hohen technischen Anforderungen nur schwer ausgetauscht werden können. Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre gewann die Aktie durchschnittlich 44% p.a. hinzu. Der Fonds ist mit derzeit 4994 Anteilen investiert. 

Anpassung als Chance: neue Technologie-Gewinner 

Marktführerschaft verschafft Vorteile, aber auch etablierte Technologieunternehmen müssen sich laufend an neue Entwicklungen anpassen. Wer den nächsten Innovationszyklus verpasst, kann trotz Größe und starker Ausgangsposition unter Druck geraten. Gleichzeitig entstehen innerhalb der Technologiebranche immer wieder Chancen für Unternehmen, die ihre Kompetenzen erfolgreich auf neue Wachstumsfelder ausrichten.

Ein Beispiel dafür ist Hut 8. Das Unternehmen war ursprünglich im Bereich Bitcoin-Mining tätig. Die Erfahrung im Betrieb energieintensiver Computeranlagen nutzt Hut 8 heute, um Rechenzentrumsinfrastruktur für KI-Anwendungen anzubieten. Innerhalb der vergangenen drei Jahre legte der Wert um 432% zu. Die Aktie ist Bestandteil des Darwin-Portfolios im boerse.de-Technologiefonds; aktuell werden 3120 Stück gehalten.

Anpassungsfähigkeit zeigt auch Micron Technology, ebenfalls ein Unternehmen aus dem Darwin-Depot. Der Speicherchip-Hersteller gehört inzwischen zu den wichtigen Anbietern von HBM-Chips. Die Abkürzung steht für High Bandwidth Memory, also Speicher mit besonders hoher Datenbandbreite. Solche Speicherlösungen werden in KI-Rechenzentren benötigt, damit Hochleistungsprozessoren große Datenmengen möglichst schnell verarbeiten können. Vor diesem Hintergrund richtet Micron sein Geschäft stärker auf die KI-Nachfrage aus und zieht sich teilweise aus dem Privatkundengeschäft zurück. Fantastische 1502% legte die Aktie in den vergangenen drei Jahren zu. Der boerse.de-Technologiefonds ist mit 278 Stück investiert. 

Auch DigitalOcean Holdings zeigt sich wandlungsfähig. Lange war das Unternehmen vor allem als unkomplizierte Cloud-Plattform für Entwickler und kleinere Unternehmen bekannt. Mit der Übernahme von Paperspace hat DigitalOcean sein Leistungsspektrum erweitert. Kunden können nun auch Cloud-Lösungen nutzen, die auf besonders rechenintensive KI-Anwendungen zugeschnitten sind. Auf Dreijahressicht gewann die Aktie 211% an Wert, im Darwin-Portfolio sind 236 Anteile enthalten. 

Von den Technologie-Champions von heute und morgen profitieren

Als darwinistische Branche belohnt der Technologiesektor vor allem die Fähigkeit, sich schnell weiterzuentwickeln. Die Champions verfügen aufgrund ihrer starken Marktpositionen und auch der damit verbundenen finanziellen Spielräume über einen Vorsprung. Gleichzeitig eröffnen sich auch für Herausforderer Chancen, wenn neue Geschäftsfelder frühzeitig erkannt und zum Vorteil genutzt werden. Das spiegelt sich auch in der Kursentwicklung wider.

Der boerse.de-Technologiefonds trägt dieser Besonderheit mit einem kombinierten Anlagekonzept Rechnung. 60% des Volumens werden als Kerninvestment in etablierte Technologie-Champions investiert. Im Darwin-Portfolio (40%) sorgt eine innovative, regelbasierte Strategie dafür, dass aus einem Pool von mehr als 500 Aktien diejenigen mit überdurchschnittlicher Performance gezielt aufgestockt werden. Ziel ist es dabei, frühzeitig auch die Technologie-Highflyer von morgen zu identifizieren. Ausführliche Informationen finden Sie im kostenlosen White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Technologiefonds“.

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Maurice Beaunesse
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH



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