„Immer Ärger mit Harry“ lautet der Titel einer US-amerikanischen Filmkomödie mit rabenschwarzem Humor des berühmten Filmemachers Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1955. Und mittlerweile ist es so, dass mir nahezu jedes Mal, wenn ich mit Wirtschaftsinformationen aus den USA konfrontiert werde, unverzüglich der Spruch „immer Ärger mit dem Dollar“ in den Sinn kommt. Für einen Anleger aus dem Euroland ist die Entwicklung des US-Dollars seit etwa einem Jahr ziemlich ärgerlich. Grund genug, sich dem Thema näher zu widmen und Lösungswege für Anleger zu prüfen.
Das Grundproblem veranschaulicht anhand eines einfachen Zahlenbeispiels
Per Ende Dezember 2024 betrug der USD/EUR-Wechselkurs 0,9657. Dies bedeutet, dass für einen US-Dollar 0,9657 Euro bezahlt werden mussten. Hat beispielsweise ein Anleger eine US-Aktie zum Kurs von 100 Dollar erworben, so hat er dafür 96,57 Euro bezahlt. Am Jahresende, also Dezember 2025, stand der USD/EUR-Wechselkurs bei 0,8515. Betrachten wir zwei Szenarien:
Szenario A: Die US-Aktie weist am Jahresende den gleichen Stand wie zu Jahresbeginn auf, also einen Wert von 100 Dollar. Da der Anleger für einen Dollar 0,8515 Euro bekommt, erhält er beim Aktienverkauf insgesamt einen Wert von 85,15 Euro, woraus bei seinem ursprünglichen Kapitaleinsatz von 96,57 Euro eine Rendite von -11,8% resultiert.
Szenario B: Die US-Aktie ist um 10% gestiegen und weist damit am Jahresende einen Wert von 110 Dollar auf. Da der Anleger für einen Dollar 0,8515 Euro bekommt, erhält er bei einem Verkauf der Aktie insgesamt einen Wert von 93,67 Euro (110 Dollar x 0,8515 Euro), woraus bei seinem ursprünglichen Kapitaleinsatz von 96,57 Euro eine Rendite von -3,0% resultiert.
Kapitalanlage 2025 und 2026 Year-to-Date
Das Szenario B beschreibt genau die Situation eines Euroanlegers, der 2025 in US-amerikanische Aktien investierte. Obwohl aus den USA immer wieder Berichte von neuen Aktienmarkthöchstständen kamen, kommen diese bei einem Euroanleger aufgrund der enormen Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro nicht an. Und in dem noch jungen Jahr 2026 sieht es bis dato leider nicht besser aus (Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro um −1,7% per 28. Januar 2026).
Das Problem besteht nun darin, dass viele attraktive Titel, insbesondere aus den Bereichen Technologie und Megatrends, wie z.B.
D-Wave Quantum oder
Palantir Technologies, aus den USA kommen. Eine Möglichkeit zum Umgang mit Währungsrisiken besteht darin, diese mithilfe von Devisentermingeschäften abzusichern (Stichwort: Hedging). Damit verbunden sind jedoch zwei zentrale Nachteile: Zum einen gehen mit einer Absicherungsstrategie entsprechende Kosten, die sogenannten Hedging-Kosten, einher. Und je höher das Verlustpotenzial einer ungesicherten Position ist, desto höher sind die Absicherungskosten. Zum anderen kann eine Währung natürlich auch für einen Anleger laufen, also wie ein „Renditeverstärker“ wirken. In diesem Fall würde zum Gewinn aus der eigentlichen Aktienanlage noch zusätzlich ein Währungsgewinn hinzukommen, der bei einer Währungsabsicherung – je nach Sicherungsstrategie – dann auch wegfallen kann.
Kapitalanlage über die vergangenen fünf Jahre
Zur Beurteilung des Themas Währungseinfluss ist es natürlich sinnvoll, nicht nur die aktuelle Situation (2026 Year-to-Date) oder das vergangene Jahr 2025 zu betrachten, sondern auch die Jahre davor. In der nachfolgenden Abbildung ist die prozentuale Veränderung des USD/EUR-Wechselkurses für die Jahre 2021 bis 2025 und 2026 Year-to-Date (bis 28. Januar 2026) dargestellt:

Wie aus der Abbildung ersichtlich ist, hat der USD/EUR-Wechselkurs durchaus in den vergangenen Jahren – konkret 2021, 2022 und 2024 – als „Renditeverstärker“ für US-Aktien-Investoren aus dem Euroland gewirkt. Betrachten wir den Zeitraum vom 31.12.2020 bis zum 26.01.2026, so ist der USD/EUR-Kurs von 0,81729 auf 0,83724 gestiegen, was einen moderaten Renditeaufschlag von 2,4% (über den Gesamtzeitraum) für einen Euroanleger bedeutet.
Müssen die Währungsrisiken von D-Wave Quantum, Palantir & Co. wirklich abgesichert werden?
Wie vorangehend bereits erläutert, finden sich insbesondere in den USA viele attraktive Technologietitel. In dem digitalen Börsendienst boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien wird mithilfe von wissenschaftlich fundierten Momentum-Indikatoren versucht, die besonders attraktiven Titel mit einem starken Aufwärtstrend aus diesem Segment zu selektieren. Und dass dies möglich ist, hat uns die Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt.
Konkret werden jedes Wochenende auf Basis der Freitagsschlusskurse die bis zu zehn trendstärksten Aktien selektiert und in einem Musterdepot zusammengestellt, wobei die hieraus resultierenden Transaktionen jeweils am Montag entsprechend am Markt umgesetzt werden können [Anmerkung: Werden weniger als zehn Titel mit einem starken Aufwärtstrend identifiziert, z.B. neun oder acht, dann werden nur diese als Allokation vorgeschlagen und die verbleibenden Mittel in Cash geparkt].
2025 konnte das Musterdepot des digitalen Börsendienstes boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien trotz der massiven Abwertung des US-Dollars eine tolle Rendite von 18,2% erwirtschaften, und 2024 lag die Rendite sogar bei 66,4%(!). Möglich sind solche hervorragenden Trading-Ergebnisse durch das konsequente Ausnutzen von außergewöhnlichen Aufwärtstrends, wie beispielsweise bei den Aktien D-Wave Quantum und Palantir Technologies. Beide Werte wurden Mitte bzw. Ende 2025 im Musterdepot zum Verkauf gestellt, wobei die erzielten Renditen bei sagenhaften +146,2% (Palantir Technologies) und 278,0% (D-Wave Quantum) lagen. Dass diese Werte im Falle eines nichtabgewerteten US-Dollars sogar noch etwas höher ausgefallen wären, dürfte in Anbetracht der absoluten Höhe zu verschmerzen sein.
Und wie sieht es im noch jungen Jahr 2026 aus?
Trotz der US-Dollar-Abwertung von 1,7% Year-to-Date, weist das Musterdepot des digitalen Dienstes boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien eine tolle Rendite von +17,5% auf! Sollte Sie interessieren, welche Positionen das aktuelle Musterdepot gerade enthält, dann testen Sie doch den boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien kostenlos und völlig unverbindlich. Fordern Sie hierzu einfach einen Gratis-Login an: Unter diesem
LINK können Sie das White Paper „
Trendfolge-Tradings für Zusatzgewinne: Einfach, transparent und regelgebunden an Trends partizipieren“ ordern, das die genaue Funktionsweise und die Handhabung des Dienstes boerse.de-Signale Aktien USA erläutert, die jedoch völlig identisch ist zu jener des boerse.de-Trendinvestors Technologie-Aktien. Zusammen mit der White-Paper-Anforderung wird Ihnen – natürlich ebenfalls kostenlos und völlig unverbindlich – ein Gratis-Login zum Trendinvestor Technologie-Aktien (oder auch einem beliebig anderen Börsendienst Ihrer Wahl, wie z.B. dem boerse.de-Megatrend-Aktien) freigeschaltet.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass „immer dieser Ärger mit dem Dollar“ bald der Vergangenheit angehört. Und sollten die zukünftigen Aktienrenditen so toll ausfallen wie die vorangehend gezeigten des boerse.de-Trendinvestor Technologie-Aktien, dann sollte auch eine negative Dollarentwicklung gut zu verschmerzen sein.
Auf bald,
Ihr Hubert Dichtl
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