Traden Sie emotional wie ein Roboter!

Dienstag, 11.06.19 10:35
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wenn es etwas gibt, das ich beim Traden lernte, dann ist es die Gefühlskontrolle. Wer bei jedem erfolgreich abgeschlossenen Trade auf Wolke 7 schwebt und bei jedem Verlust-Trade ausflippt, wird nicht dauerhaft gewinnbringend und zufriedenstellend traden können.
 
Ich freue mich natürlich auch, wenn ein Trade aufgeht. Und ich ärgere mich auch, wenn ein Trade nicht klappt. Doch von diesen Gefühlen lasse ich nicht mein ganzes Denken den kompletten Tag oder sogar die komplette Handelswoche bestimmen. Mir ist bewusst, dass Gewinn-Trades kein Glück sind, sondern logische Folge meines Handelns. Mathematisch berechenbar. Und mir ist auch klar, dass Verlust-Trades keine Folge von Pech oder mangelndem Können sind, sondern ebenso logische Folge des Tradings und mathematisch berechenbar. Auch Gewinn- oder Verlustserien sind zu erwarten und nichts besonderes, das auf außergewöhnliche Fähigkeiten oder dem Gegenteil davon hindeuten würden.
 
Wer das Trading emotionalisiert, steht sich selbst im Weg. In Phasen mit guten Ergebnissen kommt es dann schnell zur Overconfidence ­– zu übermäßigem Selbstvertrauen. Trader mit Overconfidence sehen solche Phasen dann nicht als Zufälligkeit in einem Spiel der Wahrscheinlichkeiten an, sondern als Folge ihrer überdurchschnittlich guten Fähigkeiten. Oft lassen diese Trader dann ihre Regeln außer Acht, die diese Erfolgssträhne überhaupt erst ermöglichten. Und das resultiert am Ende in weniger Erträgen und mehr Verlusten.
 
Bricht dann eine Verlustreihe an, die auch statistisch erwartbar war, gehen die Gefühle in die umgekehrte Richtung. Emotionale Trader beginnen dann, an ihren Fähigkeiten zu zweifeln und geben das Trading eventuell sogar auf. Oder sie beginnen, vom Trading-System aufgezeigte Chancen nicht mehr wahrzunehmen, was dann natürlich künftige Gewinne verhindert. Vielleicht werden sogar Stopps gestrichen und damit das eigene Trading-System gänzlich über den Haufen geworfen. Erfolgversprechend ist das natürlich nicht.
 
Mein Ziel ist daher, mir die Emotionen beim Trading so gut es geht abzutrainieren. Zu erwartende Gewinne und Verluste können in einem umfangreich getesteten Trading-System vorab berechnet werden. Ebenso der Erwartungswert eines jeden Trades. Also welcher Gewinn statistisch gesehen mit einem Trade gemacht werden kann. Besonders hohe Gewinne, Gewinn- oder Pechsträhnen sind dann nur ein unbedeutendes Rauschen in einem mathematischen Modell. So wie bei meinem Kurzfrist-Trader.
 
Sebastian Müller
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader

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Der Master of Arts in Business Administration, Bankkaufmann, CFA und Master of Science in Finance Sebastian Müller ist Chefredakteur des Kurzfrist-Traders. Mit dem Kurzfrist-Trader möchte er Ihnen...
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