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Kolumne17:17 31.05.16

Börsenexperte und Autor Gerhard Mahler

Überraschung im Mai

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

der Mai hat sich nach seinem zähen Verlauf im Endeffekt als erstaunlich positiver Börsenmonat präsentiert. Die amerikanischen Indizes sind wiederum dabei, Anschluss an ihre Gipfelzonen vom vorigen Jahr zu finden. Und die Europa-Barometer haben wenigstens ihre 2016er-Hochs nun in Reichweite. Als negative Börsenphase ist der Mai für dieses Jahr jedenfalls abgehakt. Die Entwicklung kommt sicherlich etwas überraschend, zumal die Bullen ziemlich heftig zur Sache gehen. Woher rührt der plötzliche Schwung, der am vorigen Dienstag einsetzte? Unseres Erachtens waren die Märkte nach den lange geringen Umsätzen mehr oder weniger ausgetrocknet. Und selbst bei schlechten Nachrichten zeigten die Aktienindizes sich auffällig widerstandsfähig.

Wirtschaftliche Indikatoren beflügeln

Trotz einiger Abrutscher haben die Märkte an entscheidenden Punkten eigentlich stets der widerstandsfähigen Tendenz gehorcht. Der im Mai herrschende Pessimismus ist übertrieben, hat der KFT dazu erklärt. Die Folge: Wenn die Börsen die erwartete größere Korrektur einfach nicht vollziehen wollen, dann geht es in die andere Richtung. Soll heißen: Das überfüllte neutrale Anleger-Lager hat die Kurse als Kaufgelegenheit wahrgenommen. Es folgte eine Art Kettenreaktion, die vom steigenden Preis für Rohöl und einschlägigen Aktien begünstigt wurde. Zudem lieferte die Datenlage positiv interpretierte Kennzahlen, unter anderem in Gestalt des deutschen ifo-Geschäftsklima und des amerikanischen Immobilienmarktes. Wichtig auch: Die US-Börsenstars im technologielastigen Nasdaq-Index kamen nach längerem Zögern und etlichen kritischen Situationen in Schwung.

Die große Korrektur blieb bisher aus

Und die neue Sprachregelung hinsichtlich der US-Leitzinserhöhung lautet: Die Wirtschaft ist stark genug, um zwei oder gar drei kleine „Zinsschritte“ im Laufe des Jahres zu verkraften. Dabei ist noch lange nicht „alles in Butter“. Der Börsenmonat Juni hat normalerweise nicht viel zu bieten. Zu bedenken in diesem Zusammenhang auch: Nach dem Anstieg sind die Aktienmärkte reif für eine Verschnaufpause. Die weniger optimistischen Beobachter sprechen von einer „heiklen Divergenz“ zwischen der lahmenden Weltwirtschaft und den zuletzt haussigen Börsen. Risiken gibt es nach wie vor genug. Zur aktuellen Konstellation der Märkte lesen Sie bitte unten mehr. Und jetzt noch ein paar Worte in eigener Sache. Optisch präsentiert sich der KFT jetzt im aufgefrischten Layout. Die inhaltliche Qualität bleibt hoch. Und dazu bieten wir Ihnen zukünftig mehr Trading-Empfehlungen.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader

Mahler 's Kurzfrist-Trading-Bilanz

 TrefferquotePerformance
Seit 2007 74% 2073%

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