Und Buffett hat doch Recht: Nur die Besten bringen Glück

Donnerstag, 04.02.10 14:07

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Warren Buffett wurde zum wichtigsten Aktionär des weltgrößten Rückversicherers, der Münchener Re. Denn seine Option gibt ihm die Möglichkeit zusätzliche 1,945% der Stimmrechte zu erhalten. Somit könnte der US-Großaktionär seine Beteiligung auf 5,029% ausbauen, was einen Börsenwert von 1,1 Mrd. Euro entspricht.

Der Chef der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway weist mit seinen Investments eine exzellente Bilanz auf und erzielt damit in der Regel beträchtliche Wertsteigerungen. Dabei ist der Super-Investor selbst nicht ganz unschuldig: Sobald Buffett investiert, springen andere Anleger auf den Zug. Dies treibt die Preise weiter. Auch bei der Münchner Re wird es zu Anschlusskäufen kommen. Buffett ist vom Modell und der preisgünstigen Substanz von Rückversicherern dermaßen überzeugt, dass der Mann mit der „goldenen Nase“ auch Papiere der Nummer zwei, der Swiss Re und der Nummer drei, der General Re „gesammelt“ hat. Sein über Jahrzehnte erfolgreiches Prinzip lautet nach wie vor: „Ermittle den inneren Wert einer Firma und prüfe, ob ihr Börsenwert darunter liegt – falls ja, greif zu“. Dabei kauft er nur starke Marken wie Coca-Cola, American Express, Johnson & Johnson, Wells Fargo, Procter & Gamble…

Natürlich hat der Meister jüngst auch ein paar Kratzer abbekommen. So sank im Krisenjahr 2008 der Wert von Berkshire Hathaway um 32%. Da kam mancher Kleinaktionär besser davon. Doch niemand ist unfehlbar, auch Warren Buffett nicht. Auch für diesen Fall hat die Investmentlegende einen Leitspruch: „Wenn die Vergangenheit so entscheidend wäre in diesem Spiel, wären die reichsten Leute Bibliothekare“. Entscheidend ist, dass die größten Rückversicherer jetzt den reichsten Mann der Welt in ihrem Rücken wissen. Die vielen anderen Aktionäre werden es ihm danken, denn seine Investmentziele werden jetzt an der Leine gehalten. Zwar an einer langen Leine, aber die genügt, um Geschäftsrisiken einzuschränken und die Aktionäre nicht zu verärgern.

Die Aktie der US-Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, die von Buffett seit mehr als vier Jahrzehnten geleitet wird, verzeichnete im Jahr 2009 einen miserablen Kursgewinn von 2,7% und liegt damit abgeschlagen hinter dem S&P 500-Index, der 2009 23% zugelegt hat. Dies war die schlechteste Kursperformance der Aktie seit 1999, als das Papier um 20% einknickte, während der S&P 500-Index um 20% anstieg. Doch wieso hinkt die Berkshire Hathaway Aktie hinterher? Buffett zeigte sich ausnahmsweise mutig und vergriff sich prompt: …“wir sind ängstlich, wenn andere gierig sind, und sind gierig, wenn andere sich fürchten“, lautet sein weiteres Motto. Folgerichtig beteiligte sich Buffett in den vergangenen Krisenmonaten an Goldman Sachs, General Electric, Harley-Davidson. Warum? Ganz einfach:

Buffett setzte auf Substanz die sich weiter erhöhte, während der Risikohunger der Masse der Anleger – nach den Crashs – zyklische und ausgebombte Papiere betraf. Substanz, gepaart mit Rentabilität wird die Krise jedoch bravourös meisten.

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Anlagen.

Mit besten Grüßen
Ihr

Radovan Milanovic

 

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