Marktübersicht

Dax
13.241,50
0,43%
MDax
27.132,00
-0,02%
BCDI
140,49
0,00%
Dow Jones
26.115,65
1,25%
TecDax
2.656,25
-0,06%
Bund-Future
160,69
-0,09%
EUR-USD
1,22
0,15%
Rohöl (WTI)
63,84
0,22%
Gold
1.327,70
0,06%

Kolumne08:00 09.12.17

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Unsere Strategien, Risiken bei der Aktienanlage zu reduzieren

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Risikokontrolle ist ein ganz entscheidender Aspekt an der Börse, denn wenn das Risiko beherrscht wird, kommen die Gewinne eigentlich ganz von allein. Sie wissen:

Im Aktienbrief vermeiden wir eine Vielzahl ganz grundsätzlicher Anlagerisiken durch unsere Titelselektion auf Basis der historischen Kursdaten aus den vergangenen zehn Jahren. Von Neuemissionen sowie Aktien mit kürzerer Kurshistorie lassen wir konsequent die Finger, und den Champions-Status erhalten nur die 100 laut Performance-Analyse langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt. Das bedeutet:

Wir investieren ausschließlich in Unternehmen, die ihre Anlagequalität (die Fähigkeit, für Aktionäre Gewinne zu generieren) seit Jahren unter Beweis stellen, also über nachweislich erfolgreiche Geschäftsmodelle verfügen. Risikokontrolliert sind auch die in jedem Aktienbrief empfohlenen Basis-Depots, für die es zunächst einmal auf eine Diversifikation nach Branchen und Ländern ankommt. Den konkreten Einstieg in die einzelnen Werte gilt es dann von der gerade vorherrschenden technischen Konstellation abhängig zu machen, denn in überhitzten Phasen oder im Abwärtstrend warten wir ganz einfach in aller Ruhe ab, bis wieder ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis gegeben ist.

Die Ausstiegsstrategie folgt ebenso ganz klaren Regeln. So kommt vom Champions-Oszillator, der die Anzahl der Champions im Aufwärtstrend misst, die Vorgabe der jeweils optimalen Investitionsquote. Denn Risikoreduktion bedeutet, den Aktienanteil herunterzufahren, wenn die Aufwärtstrends an Breite verlieren. Im Idealfall wird somit in der Baisse eine maximale Liquidität gehalten, die sukzessive re-investiert wird, sobald Champions wieder in Aufwärtstrends wechseln. Und wiederum mit Blick auf das Anlagerisiko empfiehlt es sich beim Abbau der Aktienquote, stets die schwächsten Aktien eines Portfolios als Erstes zu verkaufen, also die Aktien mit dem stärksten Abwärtstrend bzw. mit dem schwächsten Aufwärtstrend.

So weit die Aktienbrief-Strategie, während es im Fundament Ihres Depots um sehr langfristige Investments in Top-Defensiv-Champions als „Aktien zum Vererben“ gehen sollte, für die jeder Kurs-Crash neue Kaufchancen eröffnet. Denn Defensiv-Champions korrigieren seltener und weniger heftig als Offensiv-Champions, was die Kursverläufe unserer beiden Parade-Champions zeigen. So hat Nestlé seit Ende 1999 acht Mal um mehr als 15% zurückgesetzt und dabei im Mittel 21% abgegeben, während Apple 13 solcher Korrekturen durchlief (63% häufiger), die zu Rückgängen von durchschnittlich 32% (52% heftiger) führten. Für jedes Depot ist deshalb Nestlé ein Stabilisator (geoPAK10: 9%), während Apple für Performance-Fantasie sorgt (geoPAK10: +23%). Doch:

Während Nestlé seit zwei Jahren um den GD 200 oszilliert, notiert Apple aktuell 12% über der 200-Tage-Linie, wobei der Kursgewinn seit Überkreuzung im Juli 2016 nun beachtliche 64% beträgt. Ich würde nicht gegen Apple wetten, aber ich würde für die nächsten Monate auf Nestlé wetten – stellvertretend für viele andere Defensiv-Champions und den BCDI. Denn das geringere Anlagerisiko gibt’s oben drauf.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


PS: Pünktlich zur Weihnachtszeit ist unser bulle8-Shop für Kunst- und Börsenliebhaber online gegangen, und als Abonnent haben Sie in diesen Tagen dafür einen Einkaufsgutschein als Geschenk erhalten. Schauen Sie sich also in aller Ruhe unser einzigartiges Angebot an – www.bulle8.de