vieles, was für uns heute selbstverständlich ist, funktioniert nur dank Satelliten. Ob moderne Navigationsdienste, präzise Zeitangaben, Wetterprognosen oder Notfallkommunikation – all das basiert auf Technik, die um die Erde kreist.
Mit dem technologischen Fortschritt wird die Kommunikation über Satelliten noch weiter an Bedeutung gewinnen. Erdtrabanten werden künftig zusammen mit Glasfaserkabeln und Mobilfunknetzen ein einziges, weltumspannendes System bilden. Je nach Standort und Situation verbindet sich ein Gerät dann automatisch über den jeweils besten verfügbaren Übertragungsweg. In dicht besiedelten Regionen übernehmen weiterhin leistungsfähige Bodennetze den Großteil der Datenübertragung, während Satelliten dort einspringen, wo Infrastruktur fehlt, überlastet ist oder nach Naturkatastrophen ausfällt.
Schätzungen zufolge dürfte der Markt aufgrund der zunehmenden kommerziellen und staatlichen Nutzung satellitengestützter Verbindungen bis 2033 ein Volumen von etwa 115 Milliarden Dollar erreichen. Aus Investorensicht spannend sind beispielsweise folgende Unternehmen, die im Darwin-Portfolio des
boerse.de-Technologiefonds enthalten sind:
Globalstar – der Spezialist für Satellitenkommunikation
Globalstar ist ein spezialisierter Anbieter satellitengestützter Kommunikation mit Sitz in Louisiana. Das Unternehmen betreibt eine eigene Konstellation von LEO-Satelliten, also erdnahen Satelliten, die besonders schnelle Verbindungen ermöglichen. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo herkömmliche Mobilfunk- oder Festnetze an ihre Grenzen stoßen, zum Beispiel in abgelegenen Regionen oder auf See. Neben Sprach- und Datenverbindungen bietet Globalstar auch Lösungen für das Internet der Dinge an – etwa zur Ortung von Fahrzeugen, Containern oder Tieren, zur Überwachung entlegener Anlagen oder für Notfallkommunikation. Damit richtet sich das Angebot an Unternehmen, Behörden und sicherheitsrelevante Einsatzkräfte ebenso wie an Privatnutzer.
Eine besondere Rolle spielt die enge Zusammenarbeit mit
Apple. Der Technologie-Champion nutzt rund 85% der verfügbaren Netzkapazität von Globalstar für seinen Notrufdienst. Apple stellt dafür Kapital bereit, um die Satellitenkonstellation und die Bodenstationen auszubauen. Der kalifornische Konzern beteiligt sich außerdem an den laufenden Betriebskosten. Globalstar erhält regelmäßige Nutzungsentgelte sowie leistungsabhängige Bonuszahlungen und verfügt damit über eine verlässliche Einnahmebasis, die Investitionen in weitere Geschäftsfelder ermöglicht und dem Unternehmen strategischen Spielraum verschafft. In den vergangenen drei Jahren legte die Aktie um 208% zu, die aktuelle Gewichtung im
boerse.de-Technologiefonds beträgt 0,19%.
EchoStar – Anbieter für hybride Kommunikationsnetzwerke
EchoStar verfolgt im Vergleich dazu einen deutlich breiter aufgestellten Ansatz. Der Konzern mit Sitz in Colorado verbindet Satellitenkommunikation mit Mobilfunk, Breitbandangeboten und Mediendiensten. Dafür betreibt EchoStar eine eigene Flotte geostationärer Satelliten, die große Gebiete abdecken und vor allem für Daten- und Breitbandverbindungen eingesetzt werden. Über Tochtergesellschaften wie HughesNet stellt das Unternehmen satellitengestützte Zugänge für Haushalte und Unternehmen bereit, insbesondere in ländlichen oder infrastrukturschwachen Regionen. Ergänzt wird das Geschäft durch Netzwerklösungen für Geschäftskunden sowie durch klassische TV- und Streamingangebote. Auch im US-Mobilfunkmarkt ist EchoStar über Boost Mobile aktiv.
In den vergangenen Jahren und auch derzeit veräußert oder lizenziert das Unternehmen Teile seines Frequenzspektrums, unter anderem an SpaceX. Diese Frequenzen werden inzwischen für das satellitengestützte Mobilfunkangebot von Starlink genutzt. Die daraus erzielten Mittel verschaffen EchoStar zusätzliche finanzielle Spielräume und sollen dazu beitragen, Schulden zu reduzieren und das Kerngeschäft zu stärken. EchoStar versteht sich als hybrider Anbieter von Satelliteninfrastruktur und modernem Mobilfunk. Die Kombination beider Bereiche soll mittelfristig neue Anwendungsfelder erschließen, etwa bei vernetzten Fahrzeugen oder in der industriellen Fernwartung. In den vergangenen drei Jahren legte die Aktie um 569% zu, der Anteil im
boerse.de-Technologiefonds beträgt derzeit 0,26%.
Macom Technology – Zulieferer für Satellitentechnik
Macom Technology gehört zu den Zulieferern im Bereich Satellitentechnik. Das Unternehmen entwickelt hochspezialisierte Halbleiterlösungen, die für die Datenübertragung im All unverzichtbar sind. Zu den Produkten gehören unter anderem Hochfrequenzverstärker, Schalter und Rauschunterdrücker, die in den Kommunikationssystemen von Satelliten sowie in Bodenstationen zum Einsatz kommen. Besonders gefragt sind Macoms Bausteine für Anwendungen, die hohe Datenraten über weite Strecken ermöglichen. Diese Komponenten kommen sowohl in geostationären (wie bei EchoStar) als auch in LEO-Satelliten (wie bei Globalstar) zum Einsatz.
Darüber hinaus engagiert sich Macom im zukunftsträchtigen Bereich der optischen Satellitenkommunikation. Mit seinen sogenannten Opto-Amp-Verstärkern unterstützt das Unternehmen die Datenübertragung mittels Laser. Das ist eine Technologie, die im Vergleich zur klassischen Funkübertragung deutlich höhere Bandbreiten verspricht. Insgesamt positioniert sich das Unternehmen damit als Schlüsselzulieferer für moderne Erdtrabanten. Auf Dreijahressicht hat die Aktie insgesamt 204% an Wert gewonnen.
Der boerse.de-Technologiefonds – systematisch in Champions von heute und morgen investieren
Die hier vorgestellten Unternehmen stehen exemplarisch für einen Megatrend – die globale Vernetzung in allen Lebensbereichen. Satellitentechnik treibt heute schon Innovationen in den Bereichen Mobilität, Internet der Dinge, Sicherheit und Kommunikation voran. Solche Zukunftstechnologien eröffnen Anlegern attraktive Chancen, gehen jedoch zugleich mit besonderen Herausforderungen einher. Das Entwicklungstempo neuer Anwendungen ist hoch und Wettbewerbspositionen können sich schnell verschieben.
Dem begegnet der
boerse.de-Technologiefonds mit einem innovativen Konzept, das zwei Bausteine kombiniert. 60% des Fondsvolumens werden gleichgewichtet in die aktuellen Technologie-Champions investiert. Diese Aktien stehen laut der boerse.de-Performance-Analyse für langfristig besonders bewährte und widerstandsfähige Werte. Die übrigen 40% fließen in mehr als 500 weitere Titel, um auch bei möglichen Champions von morgen frühzeitig investiert zu sein. Die performancestärksten Technologiewerte erhalten dabei mit der Zeit den höchsten Depotanteil. Ausführliche Informationen zur Methodik können Sie im
White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Technologiefonds“ von Prof. Dr. Hubert Dichtl und Thomas Müller nachlesen,
das hier direkt kostenfrei heruntergeladen werden kann.
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Maurice Beaunesse
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH
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