Warum Thyssenkrupps Abstieg den Dax nicht sanieren wird – und welche bessere Index-Alternative Anleger kennen sollten!

Donnerstag, 05.09.19 15:20
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

gestern nach Handelsschluss war es soweit: Die Deutsche Börse gab bekannt, dass Gründungsmitglied Thyssen(krupp) den Dax zum 23. September verlassen wird. Einmal pro Jahr wird überprüft, welche Firmen die Kriterien für eine Mitgliedschaft im Dax erfüllen – und welche nicht mehr. Schließlich soll der Deutsche Leitindex stets die 30 tonangebenden, börsennotierten Unternehmen unseres Landes umfassen und somit ein Spiegelbild der Wirtschaft darstellen. Wobei sich über dessen Aussagekraft streiten lässt, denn bei der Dax-Auswahl werden Champions-Qualitäten, wie beispielsweise eine sehr hohe Konstanz im Kursverlauf und unterdurchschnittliche Korrekturen, schlichtweg ausgeklammert. Was zählt, sind einzig und allein Größenkriterien.
 
Masse statt Klasse
 
Für eine Mitgliedschaft in der Dax-Familie sind sowohl der Börsenumsatz eines Unternehmens (für wie viel Geld haben Investoren in den vergangenen zwölf Monaten Anteilsscheine gekauft?), als auch die durchschnittliche Marktkapitalisierung der dem Stichtag (30. August) vorangegangenen vier Wochen ausschlaggebend. Die einstige „Industrieperle” Thyssenkrupp wurde eben diesen Anforderungen nicht mehr gerecht, wobei sich der Börsenwert als Achillesferse entpuppte: Thyssenkrupps Aktienkurs ist in den vergangenen zwölf Monaten um fast die Hälfte eingebrochen. Die Marktkapitalisierung halbierte sich dementsprechend auf zuletzt 6,6 Milliarden Euro.
 
Ein Phänomen, das neben Thyssenkrupp auch zahlreiche weitere Dax-Dickschiffe (man erinnere sich an die 2018 abgestiegene Commerzbank) betrifft, die sich teils als wahre Kapitalvernichter entpuppten: In den zurückliegenden fünf Jahren verloren elf der 30 Dax-Titel, also mehr als ein Drittel, an Wert.
 
Klasse statt Masse
 
Was lernen wir daraus? Wie im Leben, so gilt auch an der Börse: Qualität vor Quantität. Diesem einfachen Grundsatz folgt der boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI®). Da „Popularität und Masse” mit „langfristiger Anlagequalität und Klasse” herzlich wenig zu tun haben, investiert der BCDI® ausschließlich in zehn besonders defensive, europäische Qualitätsaktien, die sich durch bewährte Geschäftsmodelle, starke Marken und dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. Der Erfolg gibt ihnen recht: In der „Champions-Liga” spielen ausschließlich Unternehmen, die das Kapital der Anleger mindestens während der vergangenen zehn Jahre stetig vermehrt haben.
 
So zum Beispiel Nahrungsmittel-Gigant Nestlé, dessen „Kultprodukte” Maggi, Buitoni oder Nescafé zum Stamm-Inventar vieler Küchenschränke gehören. Oder der britische Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser, der mit „Must-Haves” wie Sagrotan, Finish, Scholl oder Veet unser Leben ein bisschen schöner, gesunder und hygienischer macht.
 
Das Resultat des aus insgesamt zehn Defensiv-Champions bestehenden Qualitäts-Index kann sich sehen lassen: Seit Jahresanfang erzielte der BCDI® +25,7 Prozent Rendite, während der Dax bis heute nur 12,8 Prozent zulegen konnte. Was soviel bedeutet, wie eine doppelte Outperformance des BCDI® gegenüber dem Dax.
 
Mehr über das defensive Erfolgskonzept des BCDI®, in den Sie über das BCDI®-Zertifikat (WKN: DT0BAC) investieren können, erfahren Sie im neuen, kostenlosen boerse.de Special „Die große Index-Analyse“, in dem wir alle europäischen Standardaktien-Indizes einem großen Test unterzogen haben.
 
Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de
Miss boerse.de liest lieber Wirtschaftszeitungen als Illustrierte und kauft Amazon-Aktien statt neuer Schuhe. Unsere Autorin schreibt in ihrer Kolumne tagesaktuell über Ereignisse aus der...
© 1994-2019 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr