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Kolumne14:07 22.09.15

Börsenexperte und Autor Christoph A. Scherbaum

Warum der Dax-Debütant Vonovia bald Konkurrenz bekommen könnte

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

es passiert äußerst selten, dass ein Dax-Konzern an einem Handelstag ein Fünftel an Wert verliert. Doch am gestrigen Montag war dies bei Volkswagen der Fall. Aus Furcht vor Milliardenstrafen in den USA, im Zusammenhang mit der Abgas-Manipulation bei Diesel-Fahrzeugen, schickten Anleger die Volkswagen-Aktie in den Keller. Über Nacht wurde so unter Zugrundelegung der Stamm- und Vorzugsaktien ein Börsenwert von insgesamt 16 Milliarden Euro vernichtet! (Hier erhalten Sie eine Sonderanalyse zu Volkswagen...)

Für den Indexneuling Vonovia stellte dieser Wochenauftakt damit leider kein gelungenes Debütumfeld dar. In der allgemeinen Panik um Volkswagen geriet der erstmalige Indexaufstieg eines Immobilientitels in den Dax fast in Vergessenheit. Normalerweise hätte eine Indexumbildung – die letzte ist immerhin bereits drei Jahre her – ein weitaus größeres Echo verdient gehabt. Aber so ist die Börse eben manchmal auch: „Gerechtigkeit“ gibt es nur auf dem Kurszettel und keinesfalls in der medialen Aufmerksamkeit.

Kursseitig wiederum musste Vonovia (die meisten kennen das Unternehmen noch unter dem früheren Namen Deutsche Annington) am ersten Dax-Tag etwas Federn lassen. Das verwundert kaum, da die langjährige MDax-Aktie im Vorfeld des Indexaufstiegs gesucht war und somit so mancher Anleger Gewinne mitnahm. Unterstützt wurde die Kursschwäche durch eine überraschende Branchenfusion im MDax:

Das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen übernimmt den nur etwas kleineren Wettbewerber LEG Immobilien. Aus den beiden Unternehmen entsteht so eine ernsthafte Konkurrenz zu Vonovia. Diese kommt nämlich auf eine ähnliche Marktkapitalisierung, so dass unter Umständen bald die nächste Dax-Umbildung ansteht.

Dann käme bereits das zweite Immobilienunternehmen in den Leitindex aus Frankfurt. Aus dem einstigen Industrie-Schwergewicht Dax würde so Stück für Stück ein mehr Dienstleistungs-orientierter Index. Letztlich trägt diese Veränderung aber auch nur den geänderten Rahmenbedingungen in Deutschland Rechnung.

Der Bereich Industrie ist schließlich längst nicht mehr das Alleinstellungsmerkmal für die deutsche Wirtschaft. Warten wir es also ab, was die deutsche Börsenwelt uns Anlegern bieten wird. Mit der Bayer-Abspaltung Covestro gibt es auch in Zukunft Konkurrenz zu den neuen Immobilienriesen. Langeweile sieht anders aus. Das wiederum finde ich schön. Ganz zum Schluss noch etwas anderes:

Das boerse.de-Anleger-Barometer Q4/2015 steht an! Das heißt, wir wollen einmal mehr Ihre Einschätzung zur weiteren Dax-Entwicklung erfahren. Und Ihre Meinung sollen Sie keineswegs für umsonst abgeben. Denn:

Für Ihre persönliche Teilnahme erhalten Sie deshalb ein ganz besonderes Dankeschön-Paket. Mehr dazu erfahren Sie unter diesem Link. Das Tollste finde ich ist aber dieses Mal: Unter den ersten 50 Einsendungen wird ein Goldbarren im Wert von über 340 Euro verlost. Sie sehen: Mitmachen lohnt sich auf alle Fälle!

In diesem Sinne,
Ihnen einen erfolgreichen Handelstag
Ihr

Christoph Scherbaum
Chefredakteur
Börsen-Ausblick


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Name: Adidas

Dividende pro Aktie: 2,00 Euro

Dividenden-Rendite: 1,3%

 

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