Was auf die Negativ-Rekorde folgen wird

Mittwoch, 11.03.09 17:04
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Baisse macht keine Gefangenen und kassiert immer wieder historische Negativ-Rekorde. Das gilt für alle Indizes rund um den Globus, ist aber besonders bemerkenswert für den alt-ehrwürdigen Dow Jones. Denn der älteste Index der Welt kann auf eine 113-jährige Geschichte zurückblicken, die natürlich von unzähligen Krisenphasen (u.a. zwei Weltkriegen, Terroranschlägen, dem Platzen der New-Economy-Blase und einer Weltwirtschaftskrise) gekennzeichnet war. Der 2009er Wahnsinn in Zahlen:

Nachdem das Minus von 8,8% den schlechtesten Januar aller Zeiten bedeutet hatte, verlor der Dow Jones im Februar 11,7%, und das war der größte Februar-Verlust seit 1933! In den ersten beiden Monaten ist der Dow Jones um 19,50% weggebrochen, was ebenfalls einen neuen Negativ-Rekord bedeutet. Damit wurde das bisher größte Minus von 14,9% aus dem Jahr 1920 (!) sogar klar getoppt. Dabei müssen Sie wissen:

Der Dow Jones ist ein preisgewichteter Kurs-Index, in dem ganz einfach die Notierungen aller Index-Aktien addiert und durch einen Divisor geteilt werden. Dadurch erhalten Aktien mit hohen Kursen (wie z.B. IBM, Exxon) das höchste Gewicht, während niedrig notierende Titel für die Index-Berechnung kaum eine Rolle spielen. Deshalb gibt der Dow Jones das derzeitige Börsen-Desaster auch nur eingeschränkt wieder. Citgroup z.B. hat zwischen Jahresanfang und Ende Februar 78% an Wert verloren, besitzt aber nur noch 0,3% Index-Gewicht, und bei der Bank of America waren es 70% Minus, bei akt. 0,5% Dow-Anteil. Die Realität ist also dramatischer, als es der Dow Jones anzeigt. Dazu kommt:

Die Kurse haben auch in der ersten März-Woche den Weg nach unten fortgesetzt. Mit jetzt 6600 Punkten notiert der Dow Jones auf dem Niveau von April 1997, sodass eine Buy-and-hold-Anlage über die zurückliegenden zwölf Jahre viel Nerven gekostet, aber keine Rendite gebracht hat. Gegenüber dem Hoch bei 14.165 aus dem Oktober 2007 beträgt der Abschlag mittlerweile 53%, wobei Ikonen der Wall Street geradezu ausradiert wurden (General Electric –83%, Bank of America –94%, General Motors –96%, Citigroup -98%). Doch vergessen wir nicht:

Jeder Baisse folgt eine neue Hausse. Das gilt für die wenigen Top-Unternehmen, während die schlechten durch Übernahmen, Konkurse oder derzeit Verstaatlichungen verschwinden. Indizes bestehen nun aus guten und schlechten Unternehmen, wobei Letztere automatisch ausgewechselt werden. Und deshalb ist es auch lediglich eine Frage der Zeit, bis die Indizes neue Höchstkurse erreichen werden. Daher wird auf die Tiefpunkte von 2009 eine mehrjährige Super-Hausse folgen. Rechnen wir:

Der Dow Jones hat ein Potenzial von 114% bis zu seinen All-Time-Highs. Werden diese 2014 eingestellt, bedeutet dies für fünf Jahre einen Kursgewinn von im Mittel 16% jährlich. Bei einem Wiedererreichen in 2013 wären es 21% p.a. und bei neuen Hochs 2012 sogar 29% pro Jahr. Damit hätten Index-Anleger von 2007 noch immer eine mehrjährige Null-Rendite, was zeigt, dass das langfristige Aufwärtspotenzial noch viel größer ist. Mit Top-Unternehmen werden Sie entsprechend deutlich höhere Renditen einfahren. Der Dow Jones ist wegen seiner langen Historie das Musterbeispiel, doch die Rechnung gilt natürlich für alle anderen Indizes genauso. Und während es in den USA um die Kreditklemme der Konsumenten geht, ist die Situation in Deutschland mit dem hohen Anteil gefährdeter Osteuropa-Kredite eine ähnliche. Es bleibt dabei:

Physisches Gold können Sie in allen Rückschlägen kaufen, während wir mit einer extrem hohen Cash-Quote geduldig warten, bis uns der Champions-Oszillator wieder den Aktien-Einstieg signalisiert. Denn auf Negativ- Rekorde werden tolle Börsenzeiten folgen!

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
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Thomas Müller ist seit 1987 Verleger, Gründer und Vorstand der TM BÖRSENVERLAG AG, sowie Gründer und Geschäftsführer der boerse.de Finanzportal...
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