Welche Folgen die FTX-Pleite für Kryptowährungen haben könnte

Donnerstag, 24.11.22 16:09
Welche Folgen die FTX-Pleite für Kryptowährungen haben könnte

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

manche Krypto-Spekulanten denken sich dieser Tage wahrscheinlich: „Hätte ich doch auf Warren Buffett gehört”. Die Investorenlegende warnt nämlich schon seit Jahren vor Bitcoin & Co., die er als „Rattengift hoch zwei” bezeichnet, und dürfte sich nun in seinem Urteil bestätigt fühlen. Denn die Krypto-Handelsplattform FTX hat Konkurs angemeldet und dürfte Kunden, involvierte Firmen und die gesamte Branche in Mitleidenschaft ziehen.

Wie kam es zur FTX-Pleite?



Das „Krypto-Wunderkind” Sam Bankman-Fried gründete im April 2019 die Handelsplattform FTX, die drei Jahre später knapp eine Million Kunden zählte und eine eigene Kryptowährung (FTT) emittierte. Über die Plattform FTX konnten Nutzer mit FTT, anderen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether und komplexen Finanzprodukten handeln.

Als der FTX-Konkurrent und Marktführer Binance aber Anfang November 2022 ankündigte, sich von seinen FTT-Beständen zu trennen, geriet FTX unter Druck, weil Anleger im großen Stil Gelder bei FTX abzogen. Für die Kryptobörse kam der Ausverkauf zur Unzeit, da die Kurse von Bitcoin & Co. ohnehin seit Monaten unter Druck stehen. Binance sah im Zuge dessen die Chance gekommen, den geschwächten Konkurrenten zu übernehmen – zog aber nach einer Buchprüfung das Angebot wieder zurück, und FTX musste Insolvenz anmelden.

Die Kryptoplattform und deren Gründer Bankman-Fried werden nun von den US-Behörden aus mehreren Gründen unter die Lupe genommen: Berichten zufolge wurden zum Beispiel zehn Milliarden Dollar an Kundengeldern von FTX zu Bankman-Frieds Handelsunternehmen Alameda Research verschoben. Zudem verklagen US-Krypto-Investoren den FTX-Gründer und mehrere Prominente, die für die Börse warben, weil „der betrügerische Plan von FTX" darauf abgezielt habe, Anleger auszunutzen.

FTX-Pleite: Folgen für Branchenteilnehmer und Regulatoren



Die FTX-Insolvenz ist nicht die erste Schreckensmeldung der Kryptobranche in diesem Jahr. Im Frühjahr 2022 ging der sogenannte Stablecoin Terra (Luna) zu Boden und verbrannte Anlegergelder in Höhe von 50 Milliarden Dollar, kurze Zeit später meldete die Kryptoplattform Celsius Network Insolvenz an. Als Reaktion auf die FTX-Pleite sind auch Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether weiter unter Druck geraten. Zeitweise fiel die weltgrößte Kryptowährung Bitcoin im November unter die Marke von 16.000 Dollar – 2021 stand der Kurs noch bei 68.000 Dollar.

Welche Branchenteilnehmer von der FTX-Insolvenz bzw. dem Krypto-Preisverfall noch betroffen sein werden, ist momentan schwer zu sagen. Klar ist jedoch, dass die Rufe nach einer umfassenden, weltweiten Regulierung von Kryptowährungen und Handelsplätzen mit jedem dubiosen Fall lauter werden. In der EU dürfte es mit der MiCA-Verordnung (Markets in Crypto Assets) zumindest bald einen einheitlichen Regulierungsrahmen geben.

Der Gesetzentwurf, der 2024 in Kraft treten könnte, will für Kryptowährungen in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union Regelungen für mehr Transparenz und Verbraucherschutz schaffen. Ob die EU-Regulierung jedoch als Blaupause für andere Länder dienen könnte, ist offen. Doch selbst wenn, so bleiben komplexe Firmenkonstruktionen wie die von FTX wahrscheinlich im Graubereich. Die Handelsplattform betrieb nämlich eine Tochtergesellschaft in den USA, während der Konzern selbst in Antigua und Barbuda eingetragen war und seinen Hauptsitz auf den Bahamas hatte.

Schon allein dieses Konstrukt hätte FTX-Investoren eigentlich misstrauisch werden lassen sollen. Doch wie so oft ist die Gier nach dem schnellen Geld stärker als die Vernunft. Deshalb unser wiederholter Rat: Lassen Sie die Finger von spekulativen Kryptowährungen, deren Preis sich einzig und allein nach dem aktuellen Marktsentiment bemisst, und investieren Sie stattdessen lieber in echte Sachwerte. Im Gegensatz zu Kryptowährungen sind Aktien Unternehmensanteile, die konkrete Assets wie Marken, Patente, Produkte oder Anlagen verkörpern. Wenn Sie dann noch in Aktien mit einer hohen Anlagequalität (= Champions-Aktien) investieren, so steht Ihrem langfristig erfolgreichen Vermögensaufbau an der Börse eigentlich nichts mehr im Wege.

Auf gute Investments!

Ihr
Markus Schmidhuber
Content Manager

PS: Mehr über Sachwert-Investments und unsere Champions-Aktien lesen Sie im „Leitfaden für Ihr Vermögen“, den wir Ihnen gerne kostenlos und völlig unverbindlich zusenden.
boerse.de-Content-Manager Markus Schmidhuber gehört zum Team des Aktien-Ausblicks, Deutschlands großem Börsen-Newsletter mit mehr als 150.000 Lesern. Der Aktien-Ausblick informiert von Montag...


Alle Kolumnen von Markus Schmidhuber erhalten Sie ganz bequem im Newsletter boerse.de-Aktien-Ausblick, Deutschlands großem Börsen-Newsletter mit mehr als 150.000 Lesern. Hier kostenfrei anfordern ...

Mission Pro Börse

Uns liegt es am Herzen, Anleger für die Börse zu begeistern. Denn nur mit Top-Aktien ist erfolgreicher Vermögens­aufbau und  Vermögens­schutz möglich. Deshalb gibt es die Mission pro Börse, den kosten­losen „Leitfaden für Ihr Vermögen“, das Börsenmuseum und den Rosenheimer Börsentag.

Der "Leitfaden für Ihr Vermögen"

Absolut einzigartig! So lautet das Feedback tausender Anleger zum „Leitfaden für Ihr Vermögen“. Denn Börse kann jeder und Börse macht Spaß! Das zeigen die Autoren Thomas Müller und Jochen Appeltauer. Deshalb wurde der „Leitfaden für Ihr Vermögen“ bereits mehr als 184.000 mal versendet und ist das Standardwerk für (Neu-)Börsianer. Hier gratis per Post anfordern oder einfach digital lesen.


"Vielen Dank für die Zusendung  des Leitfadens für Ihr Vermögen, den ich durchaus sehr informativ fand. Insgesamt sehr interessant, sowohl für mich wie auch die Freunde/Kolleg/-innen, war der Beitrag über die verschiedenen Höhen/Arten der Abgeltungssteuer sowie der Überblick über die Entwicklungen unterschiedlicher Aktien im Laufe der Zeit."

weitere Stimmen & Meinungen...

Faszination Börse zum Anfassen!

Das Rosenheimer Börsenmuseum ist Deutschlands einziges Börsenmuseum. Denn mit der überdimensionalen Dow-Jones-Installation, den hunderten Börsen-Kunstwerken, der Zinseszins-Wand, der Anlagepyramide und den vielen historischen Exponat ist das „Haus der Börse“ eine faszinierende Börsen-Erlebniswelt. Ob für Schulklassen, Familien oder (Neu-)Börsianer – ein Ausflug ins Börsenmuseum lohnt sich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Der Eintritt ist natürlich gratis. Infos.

 

Rosenheimer Börsentag: Börse „live“!

Der Rosenheimer Börsentag ist Kult! Denn hier können Anleger das Team rund um Thomas Müller persönlich kennenlernen. Unter rund 1000 „Gleichgesinnten“ erfahren Besucher alles über die erfolgreichen Rosenheimer Anlagestrategien und den besten Aktien der Welt. Für Abonnenten, Fonds-Anleger und Börsen-Botschafter ist der Eintritt natürlich gratis. Infos.

 
 

Video vergrößern

Video vergrößern

Video vergrößern

Jetzt Börsen-Botschafter werden!

Schließen auch Sie sich der Mission pro Börse an. Als Börsen-Botschafter können Sie kostenlos so viele Leitfäden wie Sie möchten für Ihre Freunden, Kollegen und Verwandte anfordern. Außerdem schenken wir Ihnen ein kostenloses Botschafter-Paket mit unter anderem Ihrer persönlichen Börsen-Botschafter-Urkunde sowie der limitierten Grafik „Dagobert Leitfaden“. Zukünftig erhalten Sie auch immer den neuesten Leitfaden automatisch per Post! Infos. Infos.