Zu spät für Apple? Das dachten Anleger schon vor 20 Jahren

Mittwoch, 29.07.26 17:56

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

nachdem Technologiewerte in den vergangenen Monaten die Überflieger an den Aktienmärkten waren, korrigiert der Nasdaq 100 derzeit. Dabei wird insbesondere bei den Top-Performern aus dem Halbleiterbereich ein Teil der kräftigen Gewinne realisiert. Gleichzeitig klettert ein Tech-Champion, der zuletzt weniger im Fokus stand, gerade von einem neuen Rekordhoch zum nächsten.

Dabei handelt es sich um den Kultkonzern Apple, der im Juli zwölf von 20 Sitzungen auf neuen Allzeithochs beendete. Dabei durchbrach die Marktkapitalisierung nun auch die Schallmauer von fünf Billionen Dollar, was davor nur dem großen KI-Profiteur Nvidia gelungen war. Im boerse.de-Aktienbrief betrachten wir den iPhone-Konzern schon seit Jahren als Paradebeispiel für eine Champions-Aktie. Zur Erklärung:

Die langfristige Kurshistorie ist entscheidend …

Bei der boerse.de-Performance-Analyse stützen wir uns ausschließlich auf Rendite- und Risikokennzahlen, die aus dem historischen Kursverlauf einer Aktie berechnet werden. Dabei betrachten wir grundsätzlich einen sehr langfristigen Zeithorizont, indem stets die vergangenen zehn Jahre berücksichtigt werden.

Um ganz genau zu sein, erfolgt die Berechnung anhand der Schlusskurse der jeweils letzten 120 Monate. Und von allen Aktien, die seit mindestens zehn Jahren an der Börse notiert sind, erhalten dann nur die 100 Werte mit den langfristig attraktivsten Chance-Risiko-Profilen den Champions-Status. Eine ausführliche Beschreibung unseres Ansatzes finden Sie in dem kostenlosen White Paper „Langfristig erfolgreich mit Champions-Aktien: Quality-Investing seit 2002“.

… und zeigt uns solche Gewinner-Aktien

Auf Grundlage dieser Strategie erhielt die Apple-Aktie Ende Juli 2006 den Champions-Status. Und obwohl dies inzwischen schon 20 Jahre zurückliegt, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie uns damals immer vorgehalten wurde, dass wir damit viel zu spät reagiert hätten. Apple sei bereits viel zu weit gelaufen, fundamental zu hoch bewertet und müsse daher früher oder später abstürzen.

Bei unserem Ansatz gehen wir dagegen davon aus, dass Aktien, die sich über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren besser als die breite Masse entwickelten, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft besser abschneiden. Und Werte, bei denen dies nicht mehr dauerhaft zutrifft, werden im Rahmen unserer Quartalsüberprüfungen durch langfristig vielversprechendere Aktien ersetzt. Doch:

Selbstverständlich war die Kursentwicklung von Apple keine Einbahnstraße. Im Gegenteil, denn in den vergangenen 20 Jahren korrigierte der Kult-Champion 25 Mal um mehr als 10%. In zehn Fällen davon betrugen die Rücksetzer sogar über 25%, wobei die Aktie während der Finanzkrise zwischenzeitlich sogar 55% verlor. Nichtsdestotrotz meisterte Apple mittlerweile schon 80 Quartalsüberprüfungen und zählt zu den dienstältesten Werten in unserem 100er-Pool. Die beeindruckende Bilanz:

Bereinigt um die beiden Splits in den Jahren 2014 und 2020 notierte Apple Ende Juli 2006 bei 1,90 Euro, und bis heute sind daraus fast 300 Euro geworden. Insgesamt gewann die Aktie damit sensationelle 15.576% bzw. durchschnittlich 28,8% pro Jahr.

Apple ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, weshalb es sich an der Börse lohnt, langfristig auf bewährte Gewinner (= Champions) zu setzen, statt nach vermeintlichen Schnäppchen und möglichen Turnaround-Kandidaten zu suchen.

Mit bester Empfehlung

Jochen Appeltauer
Chefredakteur boerse.de-Aktienbrief

PS: Im boerse.de-Aktienbrief ist Apple übrigens der am häufigsten empfohlene Champion. Dabei konnten Buy-&-Hold-Anleger, die den 52 bisherigen Aufnahmen in ein Basis-Depot gefolgt sind, im Schnitt 2555% gewinnen.



Jochen Appeltauer ist boerse.de-Aktienbrief-Chefredakteur. Der boerse.de-Aktienbrief ist der große deutsche Börsenbrief für den langfristigen Vermögensaufbau mit den laut Performance-Analyse 100...

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