Zukunftsmarkt Cloud ... und wie Anleger davon profitieren können

Dienstag, 04.10.22 08:39
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Die Cloud ist längst fester Bestandteil unseres Alltags. Egal ob beim Streaming unserer Lieblingsserie auf Netflix oder Disney+, der Suche bei Google oder der Arbeit mit Office 365, ohne die Cloud wären diese Dienste in der heutigen Form nicht möglich. Kunden müssen dabei nicht mehr eigene Rechenzentren betreiben, sondern können auf weltweit verfügbare Server, Datenspeicher oder Applikationen der Cloud-Anbieter zugreifen.

Von 2006 bis heute, ein Milliardenmarkt entsteht



Amazon stand seit seiner Gründung vor dem Problem, dass die Auslastung der hauseigenen IT-Infrastruktur stark schwankte. Im Jahr 2006 war die Spitzenlast zu Weihnachten zehnmal höher als die Grundlast während des restlichen Jahres. Der Handelsriese beschloss daher, diese freie Kapazität als Produkt für andere Unternehmen unter dem Namen AWS anzubieten. Von diesem First-Mover-Vorteil profitiert der Technologie-Champion bis heute.

AWS ist der klare Marktführer unter den Cloud-Anbietern. Ende Juni 2022 lag der Marktanteil von Amazon bei 34%. Azure, das Angebot von Microsoft, folgt mit 21%, und Google Cloud bringt es auf einen Marktanteil von 10%. Die drei großen Anbieter – bei denen es sich übrigens durch die Bank um Technologie-Champions handelt – teilen sich also zwei Drittel des Marktes. Das erklärt die hohen operativen Margen von Amazon in diesem Segment von 29%. Microsoft legt diese Zahl zwar nicht offen, aber die Bruttomarge von 69% deutet ebenfalls einen hohen Wert hin.
Nur die Google Cloud schreibt noch rote Zahlen. Das liegt daran, dass Google kleiner ist als die Konkurrenten und gleichzeitig mit aller Macht versucht Marktanteile zu gewinnen. Und dafür gibt es gute Gründe. Allein im zweiten Quartal 2022 wuchs der Markt um 29% im Vergleich zum Vorjahr. Laut den Marktforschern von Gartner wird der Gesamtmarkt für Angebote rund um die Cloud bis Ende des Jahres 495 Milliarden US-Dollar wert sein. Mindestens eine Verdoppelung bis zum Jahr 2030 scheint nach Ansicht der Experten realistisch.

Alle Wege führen in die Cloud



Für Unternehmen wird es immer schwieriger auf das Angebot der Cloud-Anbieter zu verzichten. Steigende Kosten für Energie und Hardware machen es für Unternehmen zunehmend unrentabel, eigene Rechenzentren zu betreiben. Gegen die Skaleneffekte der Technologie-Champions ist es schwer zu konkurrieren. Unter anderem auch weil in vielen Ländern ein zunehmender Mangel an Fachkräften herrscht, die für den Betrieb eigener IT-Infrastruktur benötigt werden.

Zumal die Technologie-Konzerne ihre Marktmacht nutzen, um die Nutzer in den Organisationen dazu zu bringen, ihre IT-Abteilungen zur Umstellung auf die Cloud zu bewegen. Microsoft baut neue Funktionen in Office nur in die Cloud-Versionen der Dienste ein, die zuverlässige wiederkehrende Einnahmen liefern. Erworbene Produkte werden dagegen nicht mehr weiterentwickelt, und der Funktionsumfang ist zum Teil sogar eingeschränkt.

Die nächsten Schritte der Technologie-Champions



AWS und Google setzen in ihren Rechenzentren seit Langem selbst entwickelte Chips ein. Auch Microsoft soll an einem eigenen Halbleiter arbeiten. Eigene Entwicklungen können optimal an die eigene Architektur der Anbieter angepasst werden, helfen bei der Differenzierung und sparen langfristig Kosten.
Aufgrund schnell wachsender Datenmengen und neuer Anwendungen wie dem autonomen Fahren, wird die Bedeutung der Cloud-Dienste in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Eine Möglichkeit als Anleger davon und von weiteren Zukunftstrends zu profitieren, bietet der neue boerse.de-Technologiefonds. Das Kerninvestment bilden hier die drei Cloud-Marktführer sowie 17 weitere Technologie-Champions. Und daneben investiert das Darwin-Portfolio in mehr als 400 weitere internationale Tech-Aktien.
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Peter Steidler
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH

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Peter Steidler ist Prokurist der boerse.de Vermögens­verwaltung GmbH, einem von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (BaFin) zugelassenen...


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