Achtung Falschberatung: Vorsicht bei Verkaufsgesprächen

Einer Studie des Verbraucherschutzministeriums zufolge entsteht in Deutschland jährlich ein Schaden von 30 Milliarden Euro (!) aufgrund von Falschberatungen durch Banken. Spätestens seit der Lehman-Pleite sind die höchst zweifelhaften Praktiken der Bankberater offenkundig geworden, zumal allein in dieser Causa rund 40.000 deutsche Kleinanleger ihre Ersparnisse verloren. Doch daraus wurden kaum Lehren gezogen. So zog die Stiftung Warentest bei 147 Beratungsgesprächen in 21 deutschen Geldinstituten eine niederschmetternde Bilanz:

Während die beiden Testsieger gerade einmal die Schulnote "befriedigend" erhielten, schnitten sechzehn Banken nur "ausreichend" ab. Zwei Institute wurden sogar als "mangelhaft" eingestuft. Nach wie vor gilt:

Finanzberatung und Provision - eine teure Mischung


Ein objektives Beratungsgespräch im Kundeninteresse darf von Bank- oder Versicherungsmitarbeitern nicht erwartet werden. Denn das einzige Ziel dabei sind Einnahmen für das Geldinstitut durch den Verkauf von provisionsträchtigen Produkten. So blühen weiterhin die Geschäfte mit riskanten Zertifikaten und undurchsichtigen, aber mit hohen Ausgabeaufschlägen und Managementgebühren versehenen Investmentfonds, deren Performance meist unter dem Vergleichsindex liegt. Am einträglichsten sind für die Finanzindustrie aber Kapitallebensversicherungen, bei deren Verkauf schon einmal eine Jahresprämie allein für Vertriebsprovisionen draufgeht. Dabei handelt es sich hier zu neunzig Prozent überhaupt um keine Versicherung, sondern um einen langfristigen Sparvertrag mit null Rendite! Wenn nämlich die Kosten für Verwaltung, Provisionen und Risikoschutz vom eingezahlten Betrag abgezogen werden und nur der verbleibende Wert einen Garantiezins von 1,75% abwirft, entspricht dies tatsächlich nur einer effektiven Jahresrendite von unter einem Prozent. Nach Abzug der Inflationsrate ist sogar der Kapitalerhalt in Frage gestellt. Daher:

Bei Verkaufsgesprächen in Banken oder bei Versicherungen ist höchste Vorsicht angebracht. Denn die meisten dort angebotenen Produkte sind für den langfristigen Vermögensaufbau denkbar ungeeignet und dienen einzig und allein dazu, Provisionen für die jeweiligen Institute zu generieren. Die Alternative:

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