Machen Sie es wie die Super-Reichen!

Echter Wohlstand lässt sich nur mit Investments in Sachwerte wie bspw. Aktien aufbauen. Dies untermauert wieder einmal der Blick auf die alljährliche Rangliste der reichsten Menschen der Erde. Denn diese verdanken ihren sagenhaften Reichtum in erster Linie langfristigen Investments in Firmen, die überwiegend börsennotiert sind.
 
Portrait von Jeff Bezos
 
Unter dem Titel „The World’s Billionaires“ veröffentlichte das US-Magazin Forbes Anfang März die diesjährige Liste der reichsten Menschen der Welt, deren Vermögen mindestens eine Milliarde Dollar beträgt. Dabei hat die Börsenschwäche des vergangenen Jahres auch in der Forbes-Aufstellung Spuren hinterlassen. Denn:

Weniger und „ärmere“ Super-Reiche

Während es im vergangenen Jahr noch 2208 Dollar-Milliardäre gab, waren es zum Bewertungsstichtag (8. Februar 2019) 2153, also per saldo, 55 weniger. Und von den 2018er-Milliardären sind sogar 247 aus der Rangliste gefl ogen. Beim Blick auf die Vermögen war ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Denn in Summe besitzen die Super-Reichen 8,7 Billionen Dollar und damit 400 Milliarden Dollar weniger als bei der vorherigen Erhebung. Zudem verzeichneten 994 Milliardäre Vermögenseinbußen. Auf die Spitzenreiter triff t dies jedoch nicht zu. Denn:

Top 4 unverändert


Zum zweiten Mal in Folge darf sich Jeff Bezos mit dem Titel des reichsten Menschen der Erde schmücken. Dabei besitzt der Amazon-Gründer mit schier unglaublichen 131 Milliarden Dollar rund 19 Milliarden mehr als 2018. Allerdings ist absehbar, dass Bezos seinen Titel früher oder später wieder abgeben wird, da sich Jeff Bezos von seiner Frau MacKenzie scheiden lässt. Wie teuer ihn diese Trennung letztendlich kommt, ist offen. Doch selbst falls die Noch-Ehefrau die Hälfte des Vermögens erhalten sollte, bliebe Bezos trotzdem ein Platz unter den Top 5! Zweitreichster Mensch ist laut Forbes- Ranking unverändert Bill Gates vor seinem Freund Warren Buff ett. Und dahinter folgt erneut der Franzose Bernard Arnault als reichster Europäer.

Die Spitzengruppe der reichsten Menschen bleibt ein reiner Männerclub. Denn der erste weibliche Name taucht mit der L’Oréal- Erbin Francoise Bettencourt Meyers (49,3 Milliarden Dollar) erst auf Rang 15 auf. Als reichste Deutsche werden die Geschwister und Aldi-Erben Beate Heister und Karl Albrecht Jr. geführt (Platz 23; 36,1 Milliarden Dollar). Und der Titel des reichsten Österreichers geht wieder einmal an Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz (Platz 53; 18,9 Milliarden Dollar). Zudem fällt auf:

Viele Selfmade-Milliardäre

Die aktuellen Top 10 der Geldrangliste haben sich ihren sagenhaften Reichtum selbst erarbeitet bzw. durch langfristige Investments in ihre Unternehmen verdient. Dabei sticht ins Auge, dass fünf der zehn Top-Milliardäre Anteile an Champions halten, wobei sich zwei Lager identifizieren lassen. Konkret:

Wie Amazon-Chef Jeff Bezos setzen auch Amancio Ortega mit seinem Textil-Giganten Inditex und Sergey Brin (Alphabet) voll auf die selbst gegründeten Unternehmen. Investment-Legende Warren Buff ett und Bill Gates haben dagegen jeweils mehrere Champions im Portfolio. So hält Buffetts Investment-Holding Berkshire Hathaway bspw. auch größere Aktienpakete an Apple, Mastercard, Mondelez sowie Visa. Und bis zur Komplettübernahme durch Berkshire im Jahr 2010 hatte auch die US-Eisenbahnlinie BNSF zum Kreis unserer Champions gezählt.

Diversifikation ist längst auch fester Bestandteil der Anlagestrategie von Bill Gates. Dessen Reichtum beruht natürlich auf der langjährigen Kursentwicklung von Microsoft. Heute hält der Gründer des Software- Champions jedoch nur noch etwa 1% der Anteile. Daneben investiert Gates unter anderem auch in Berkshire Hathaway, den Defensiv-Champion Ecolab und den kanadischen Eisenbahnbetreiber Canadian National Railways. Sie sehen:

Die größten Vermögen der Welt sind durch langfristige Investments in Sachwerte entstanden! In vielen Fällen sind dies börsennotierte Unternehmen, sodass sich auch jeder Privatanleger sehr einfach am Erfolg von Jeff Bezos, Bill Gates, Warren Buff ett & Co. beteiligen kann. Übrigens:

Im Unterschied zu den Multimilliardären können Sie Ihre Investitionsquote wesentlich flexibler an die übergeordneten Markttrends anpassen. Falls der Champions-Oszillator bspw. eine deutliche Erhöhung des Cash- Bestands anzeigt, sind Sie in der Lage, einfach die schwächsten Werte in Ihrem Depot auszusortieren. Jeff Bezos kann sich dagegen nicht auf die Schnelle von einem Teil seiner Amazon-Aktien trennen, ohne die Kurse unter Druck zu bringen. Unser Tipp:

Investieren Sie wie die Geld-Elite

Orientieren Sie sich an den Super-Reichen und investieren Sie langfristig an der Börse. Dabei empfehlen wir Ihnen, sich konsequent auf Champions zu konzentrieren, die sich schon seit mindestens zehn Jahren durch eine erfolgreiche Kursentwicklung auszeichnen, wie bspw. die Milliardärs- Champions amazon.com, Microsoft oder Berkshire Hathaway. Und natürlich eignen sich auch die 97 weiteren Champion bestens für den langfristigen Vermögensaufbau!
 
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im boerse.de-Aktienbrief Nr. 445/2019 veröffentlicht. Wenn Sie den aktuellen boerse.de-Aktienbrief kostenlos lesen möchten, klicken Sie bitte hier.

Über den Autor:

Jochen Appeltauer ist boerse.de-Aktienbrief-Chefredakteur. Der boerse.de-Aktienbrief ist der große deutsche Börsenbrief für den langfristigen Vermögensaufbau mit den laut Performance-Analyse 100 besten Aktien der Welt.

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