So funktionieren Börsenzyklen in der Praxis Teil 1

Stellen Sie sich vor, wir wären im Dezember 2006. Noch hat kaum jemand einen Verdacht, doch in den kommenden Monaten sollten die Börsen durch die Finanzkrise kräftig durchgeschüttelt werden. Schauen wir uns an, wie sich der Dax 2007 aus Sicht der Börsenzyklen, deren Datenbasis den Zeitraum von 1959 bis 2006 umfasst, entwickeln sollte:

 

Dax 7-er Jahre (Datenbasis 1959-2006)

 

Der Dax startet demnach fest in das Börsenjahr, wobei die Jahresanfangs-Rallye im März kurz zum Erliegen kommt. Gegen Ende des ersten Quartals markiert der Index einen zyklischen Tiefpunkt, der den Startschuss zu einem mehrmonatigen Anstieg gibt. Dieser Aufschwung setzt sich bis in den Sommer hinein fort. Im August markieren die Kurse einen oberen Wendepunkt, der im Oktober noch einmal leicht überboten wird. Danach folgt eine kräftige Korrektur bis in den November hinein, ehe die letzten sechs Wochen des Jahres wieder von steigenden Notierungen geprägt sind.

 

In der Tat hat sich der Dax 2007 genau an seinen Verlauf gehalten, der aus Sicht der Börsenzyklen zu erwarten war:

 

Dax 2007

 

Bis Ende Februar haben sich die Kurse mit der typischen Jahresanfangs-Rallye nach oben geschraubt. Im März wurde dieser Anstieg unterbrochen, wobei der Dax zur Monatsmitte einen wichtigen Tiefpunkt markiert hat, der auch das spätere Jahres-Tief bedeutete. Von da an kannten die Kurse wie avisiert nur die Richtung nach oben. Diese Rallye gipfelte in einem Top im Hochsommer, das im Anschluss an eine Seitwärtskonsolidierung im Oktober noch einmal getestet wurde. Im November hat der Index dann in der Tat korrigiert, bevor es zum Jahreswechsel wieder nach oben ging.

 

Wie Sie sehen, hat sich der Dax trotz beginnender Finanzkrise mustergültig an die zyklische Prognose gehalten, die auf Basis der Daten von 1959 bis 2006 aufgestellt wurde. Doch es lassen sich nicht nur einzelne Zeiträume miteinander vergleichen. Der folgende Beitrag erklärt, dass auch einzelne Haussen und Baissen sehr ähnlich verlaufen.

 

Wie genau Sie solche Vergleiche für Ihren persönlichen Anlageerfolg nutzen, lesen Sie in „Das Börsenbuch“. Eine Leseprobe können Sie hier völlig kostenlos anfordern.


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