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So funktionieren Börsenzyklen in der Praxis Teil 2

Es verlaufen nicht nur einzelne Jahre sehr häufig nach einem bestimmten zyklischen Muster ab, sondern auch ganze Börsenphasen. Die folgenden Beispiele zeigen, dass sich die Entwicklungen bei steigenden bzw. fallenden Kursen sehr oft ähneln.

 

Der folgende Chart zeigt die Dow-Jones-Entwicklung in der Baisse zwischen 1939 und 1942 zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Die Kurse haben sich nach der großen Depression 1929 bis 1932 massiv erholt und korrigieren diese Gewinne nun in einem ausgedehnten Bärenmarkt:

 

Dow Jones 12.09.1939 bis 28.04.1942

 

Die ersten 150 Tage dieser Baisse tendierte der Dow Jones im Schnitt leicht nach unten und verlor in diesem Zeitraum rund 5 %. In der Folge geht es massiv abwärts, wobei die Kurse um den 185. Tag einen wichtigen ersten Tiefpunkt markierten. Daran schloss sich eine Erholung an, die nach 290 Tagen zu einem Hochpunkt führte, der anschließend (im Bereich des 330. Baisse-Tag) noch einmal getestet wurde. Dieses Zwischenhoch bildete schließlich den Ausgangspunkt für die zweite große Abwärtswelle, die zu einem Tief nach rund 425 Tagen führte. Im Anschluss daran holten die Kurse noch einmal Luft, ehe nach einem weiteren Top die dritte und letzte Abwärtswelle folgte.

 

Die Baisse zwischen 1939 und 1942 lässt sich also in drei Abwärtswellen mit zwei dazwischenliegenden Erholungen aufteilen. Insgesamt verliert der Dow Jones 40,4 % in 32 Monaten.

 

Springen wir nun rund 60 Jahre weiter. Das Jahrtausend ist auf der Zielgeraden, und die Märkte haben eine fulminante Hausse hinter sich. Daran schließt sich vom 14.01.2000 bis zum 07.10.2002 eine ebenso beeindruckende Baisse an. Viele sogenannte Experten haben diese „Jahrhundert-Baisse“ im Nachhinein als „einmalig“ oder „absolut außergewöhnlich“ beschrieben. Der folgende Chart beweist, dass der Dow Jones auch bei diesem Einbruch letztlich nur seinem typischen Muster gefolgt ist:

 

Dow Jones 14.01.2000 bis 7.10.2002

 

Der Dow Jones lief in den ersten 150 Tagen dieser Baisse unter größeren Schwankungen seitwärts und gab in dieser Zeit rund 5 % ab. Darauf folgte ein kräftiger Einbruch, der zu einem wichtigen Tief nach rund 190 Tagen führte. Im Anschluss an diesen Rücksetzer konnten sich die Kurse erholen und kletterten auf ein Zwischenhoch nach ca. 330 Tagen. Ausgehend von diesem Top leitete der Index die nächste Abwärtswelle ein, die mit einem Tiefpunkt nach 425 Tagen endet. Auch auf diesen Kursrutsch folgte eine Erholung, bevor der Dow Jones den letzten Ausverkauf startete.

 

Obwohl 60 Jahre zwischen diesen beiden Bärenmärkten liegen und viele die Baisse zwischen 2000 und 2002 wohl als schlimmste Geldvernichtung aller Zeiten im Hinterkopf haben, verhielten sich die Kurse sehr ähnlich. Denn auch die Baisse zu Beginn unseres Jahrtausends lässt sich in drei Korrekturphasen mit zwei Erholungen unterteilen. Auch Umfang und Dauer sind vergleichbar. So verliert der Dow Jones von 2000 bis 2002 insgesamt 36,7 % in 33 Monaten.

 

Wie Sie Börsenzyklen für Ihren Anlageerfolg nutzen können, lesen Sie im folgenden Beitrag.

 

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