Rechte und Pflichten für Käufer und Verkäufer

Handelsmotive der Anleger

  • Long-Call = der Anleger spekuliert auf steigende Kurse.
  • Short-Call = der Anleger spekuliert auf fallende oder zumindest gleichbleibende Kurse.
  • Long-Put = der Anleger spekuliert auf fallende Kurse.
  • Short-Put = der Anleger spekuliert auf steigende oder zumindest gleichbleibende Kurse.


Aus dieser Gegenüberstellung wird ersichtlich, dass Long- und Short-Position immer entgegengesetzte Erwartungen haben. Das ist auch verständlich, denn sonst würden die beiden nicht als Partner ins Geschäft kommen. Neben diesen vier Grundpositionen, die man mittels Call und Put an der Eurex eingehen kann, gibt es auch noch Kombinationen. Dabei werden immer mindestens zwei der vier Optionstypen in irgendeiner Art und Weise miteinander verknüpft.

Wie man Optionen an der Eurex nutzen kann


Mittels einer einfachen Muster-Rechnung soll nachfolgend gezeigt werden, wie man eine spezielle Marktmeinung an der Eurex mit Hilfe von Optionen umsetzen kann.


Beispiel:

Ein Anleger verfolgt seit langem den Kurs der ABC-Aktie. Nach einigen turbulenten Monaten geht er jetzt davon aus, dass die Aktie in absehbarer Zeit (in den nächsten drei Monaten) nicht mehr viel schwanken wird, da alle unternehmensrelevanten Daten bekannt sind und von daher nicht mehr viele Überraschungen den Kursverlauf prägen werden. Die Aktie notiert z.Z. bei 554 DM Euro

Der Anleger schaut sich jetzt Optionen mit einer Drei-Monats-Laufzeit an und wählt als Strategie einen "short strangle", d.h. er verkauft eine "strangle"-Position. Dafür tätigt er folgende Geschäfte:

Verkauf Call mit Basispreis 600 Euro, 3 Monate Laufzeit, Preis: 14 Euro

Verkauf Put mit Basispreis 500 Euro, 3 Monate Laufzeit, Preis: 14,50 Euro

Ein "short-strangle" kommt also zustande, indem man gleichzeitig ein Call mit höherem Basispreis und einen Put mit einem niedrigeren Basispreis, aber identischer Laufzeit verkauft wird. Der Anleger setzt also darauf, dass der Kurs nicht über 600 Euro steigt und nicht unter 500 Euro fällt. Für diese Meinung nimmt er per Geschäftsabschluss insgesamt 28,50 Euro ein.

Short Strangle Das Gewinn-Verlust-Profil bein einem "short strangle". Quelle: boerse.de

Bleibt der Wert der ABC-Aktie bis zum Verfalltermin in der Bandbreite 500-600 Euro, sind die erhaltenen Optionsprämien sein Gewinn. Die Gewinnschwelle wird erreicht, wenn die Aktie unter 471,50 Euro (500 Euro - 28,50 Euro) fällt oder über 628,50 Euro (600 Euro + 28,50 Euro) steigt.

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