Systematische Risikoreduktion



Systematische Risikoreduktion mit der Best-of-Trends-System-Investment (BOTSI©) Strategie

Wie in einem vorangegangenen Beitrag mit dem Titel „Verlustvermeidung als zentraler Schlüsselfaktor für langfristigen Anlageerfolg” ausführlich erläutert wurde, schont die Vermeidung von hohen Verlusten in der Kapitalanlage nicht nur die Nerven des Anlegers, sondern stellt auch aufgrund der asymmetrischen Wirkung von Gewinnen und Verlusten einen wesentlichen Faktor für einen langfristigen Anlageerfolg dar.

So sonnenklar wie die Vermeidung von hohen Verlusten auf den langfristigen Anlageerfolg auch erscheinen mag, genauso schwierig scheint diese Aufgabe doch offensichtlich für viele Privatanleger zu sein. Wie diverse wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, verstoßen viele Privatanleger in ihrer eigenen Kapitalanlage gegen grundlegende Prinzipien der Risikoreduktion, womit sie sich einem unnötig hohen Verlustrisiko aussetzen. Dies mag umso mehr verwundern, als doch diverse wissenschaftliche Studien klare Anhaltspunkte für eine systematische Risikoreduktion liefern. Nachfolgend wird ein intelligenter Ansatz vorgestellt, in dem drei objektiv nachgewiesene erfolgreiche Formen der Risikoreduktion in aufeinander aufbauenden Stufen miteinander kombiniert werden.

1. Internationale Diversifikation

‚Don't put all your eggs in one basket‘ – also ‚nicht alle Eier in einen Korb zu legen‘ – unter dieser nahezu ‚flapsigen‘ Formulierung hat der renommierte ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger Paul A. Samuelson in einem wissenschaftlichen Aufsatz im Jahre 1967 die wesentlichen Erkenntnisse eines anderen bedeutenden ökonomen zusammengefasst. Konkret bezieht er sich mit dieser äußerung auf die Erkenntnisse von Harry M. Markowitz, einem weiteren Wirtschaftsnobelpreisträger, der in einem bahnbrechenden Aufsatz bereits 1952 gezeigt hat, dass sich durch eine intelligente Kombination von verschiedenen Wertpapieren in einem Portfolio die Rendite-/Risikoeffizienz steigern lässt.

Von dieser Erkenntnis kann ein Anleger auch ohne komplexe mathematische Modelle ganz einfach davon profitieren, in dem man anstatt einzelner Wertpapiere ein breit diversifiziertes Aktienportfolio hält. So könnte ein Anleger in Deutschland beispielsweise in einen Dax-ETF investieren und somit bereits von der Risikoreduktion der im Dax enthaltenen Einzeltitel profitieren. Wie jedoch der aktuelle Kursrückgang des Dax in 2018 in Höhe von -18% wieder einmal zeigt, ist diese Form der Risikoreduktion ganz offensichtlich nicht befriedigend. Wenngleich zahlreiche Studien zeigen, dass Anleger ihren Fokus insbesondere auf Aktien des eigenen Landes legen – die Wissenschaft spricht hierbei vom sog. ‚Home Bias‘ – so lässt sich doch einfach zeigen, dass auf diese Weise das Potenzial zur Risikoreduktion nur unzureichend ausgeschöpft wird.

Eine deutlich bessere Risikoreduktion gelingt beispielsweise im Rahmen einer internationalen Diversifikation, bei der Aktien verschiedener Länder in einem Portfolio gehalten werden. Dass dabei auch gewisse Währungsschwankungen mit einher gehen, spielt jedoch keine große Rolle. Denn:

Hätte beispielsweise ein europäischer Anleger ein internationales Portfolio bestehend aus 50% Stoxx Europe 600, 30% S&P 500, 10% Topix und 10% MSCI Emerging Markets gehalten, so hätte er in 2018 einen Verlust von nur -7,4% erzielt, deutlich weniger, als bei einem Dax-Investment. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass sich all diese Märkte genauso wie bspw. der Dax leicht und kostengünstig mit Hilfe liquider ETF's implementieren lassen.

2. Assetklassen-übergreifende Diversifikation

Auch bei der besten internationalen Ausrichtung eines Aktienportfolios verbleibt immer noch ein gewisses Restrisiko, das sich mit Hilfe von zusätzlichen Aktien nicht wegdiversifizieren lässt. Allerdings besteht die Möglichkeit, durch Beimischung anderer (risikoärmerer) Assetklassen – z.B. von Bundesanleihen – das Risiko weiter zu senken. Hätte man beispielsweise 2018 seinen Anlagebetrag zu 50% in das internationale Aktienportfolio (50% Stoxx Europe 600, 30% S&P 500, 10% Topix und 10% MSCI Emerging Markets) und zu 50% in ein kurzlaufendes Rexp-Portfolio (z.B. Laufzeit von 3 Jahren) gesteckt, so hätte sich der Jahresverlust auf nur noch -3,6% reduziert. Die statische Beimischung von Staatsanleihen weist allerdings zwei gravierende Nachteile auf: Zum einen ist man bei der vorangehend skizzierten Lösung immer noch zu 50% im verlustreichen Aktienportfolio investiert. Zum anderen werfen Bundesanleihen im aktuellen Zinsumfeld keine Erträge ab.

3. Trend-basierte Steuerung der Aktienquote

Um das vorangehend beschriebene Dilemma einer statischen Beimischung von Bundesanleihen zu umgehen, bietet sich eine dynamische Steuerung der Beimischungsquote zwischen 0 und 100% an. Bei der Steuerung der Aktienquote hilft die mittlerweile wissenschaftlich fundierte Erkenntnis, dass sich Aktienmärkte in Trends bewegen. Konkret:

Bereits im Jahre 2002 wurde von Dr. Hubert Dichtl und Dr. Christian Schlenger in einem Fachartikel mit dem plakativen Titel „Aktien oder Renten? Die Best of Two-Strategie” eine rein regelgebundene und prognosefreie Strategie vorgestellt, die sich für diese Aufgabe eignet. Diese Strategie wurde seitdem insbesondere zur Steuerung von institutionellen Anlegerportfolios sehr erfolgreich eingesetzt. Im Jahre 2017 wurde dann diese Strategie von Dr. Hubert Dichtl und Thomas Müller auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur sog. BOTSI© Strategie weiterentwickelt, wobei die Abkürzung für Best-of-Trends-System-Investment steht. Mit dieser Strategie werden im Rahmen des boerse.de-Weltfonds die einzelnen Aktienmarktindizes Stoxx Europe 600, S&P 500, Topix und MSCI Emerging Markets jeweils gegen den Rexp 3 Jahre ausgesteuert, wobei die jeweilige Aktienquote jeweils zwischen 0 und 100% variieren kann.

Wie die BOTSI©-Strategie 2018, aber insbesondere auch in den Jahren davor abgeschnitten hat, lässt sich den umfassenden Erläuterungen und Darstellungen auf www.boerse-Weltfonds.de entnehmen.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass das Thema Risikoreduktion in einem Anlegerportfolio kein Zufallsprodukt sein sollte, sondern sich durch einen klar strukturierten und wissenschaftlich fundierten mehrstufigen Prozess professionell erreichen lässt.


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Eckdaten zum boerse.de-Weltfonds

WKN A2JNZK
ISIN LU1839896005
Initiator boerse.de Finanzportal AG
Fonds­management boerse.de Vermögens­verwaltung GmbH
Verwaltungs­gesellschaft IPConcept (Luxemburg) S.A.
Verwahrstelle DZ PRIVATBANK S.A.
Fondsart Mischfonds
Referenzwährung EUR
Handelsstart 22.10.2018
Mindestanlage 1 Anteil
Ausgabeaufschlag entfällt*
Kosten 1,81%* p.a.
(Stand: 22.08.2018)
Erfolgs­bezogene Kosten 10%, sofern vorherige Wertminderungen ausgeglichen wurden
Börsenhandel Stuttgart
Ertragsverwendung thesaurierend
Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.
Sparplanfähigkeit ja
* bei den Kostenangaben handelt es sich um eine vorläufige Schätzung
* Eine detaillierte Kostenaufstellung ist im Verkaufsprospekt hinterlegt

Fakten zum boerse.de-Weltfonds

Rund 4000 Aktien in einem Fonds: weltweite Diversifikation!
Prognosefreie, robuste, risikoreduzierte Anlagestrategie!
Fortlaufende Berechnung der optimalen Aktienquote (zwischen 0% und 100%)!
Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterentwickelte Best-of-Two-Strategie!
Sparplanfähig!
Kauf ohne Ausgabeaufschlag* an der Börse Stuttgart!
Rechtlich geschütztes Sondervermögen!
Ziel des boerse.de-Weltfonds ist der risikoreduzierte Vermögensaufbau!
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