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Cashflow

Eine der wichtigsten Kennzahlen zur Aktienbewertung ist der Cashflow. Der Begriff stammt aus dem Englischen und heißt übersetzt „Geldfluss“. Gemeint sind damit der tatsächliche Zufluss von bzw. der Zuwachs an Geldmittel in einem Unternehmen. Größte Bedeutung gewinnt die Betrachtung des Cashflows vor allem bei Unternehmen, die sich in einer Umbruch- bzw. Turnaround-Situation befinden. Denn:


Wenn sich ein Unternehmen in einer vorübergehenden Krise befindet, dann führt die reine Gewinn- oder Verlust-Betrachtung meist in die Irre. Denn in solchen Phasen, die von massiven Restrukturierungsmaßnahmen begleitet werden, sind sogar Verluste etwas ganz Normales. Entscheidend ist vielmehr, ob es dem Unternehmen gelingt, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Beispiele für solche Turnarounds lesen Sie unter anderem im börsentäglich erscheinenden kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick. Konkrete Empfehlungen für unterbewertete Aktien mit Verdoppelungspotenzial finden Sie im Turnaround-Trader, den Sie hier kostenlos testen können. In diesem Börsenbrief spielt der Cashflow bei der fundamentalen Bewertung von Turnaround-Aktien eine wichtige Rolle. Denn:


Fundamentale Aktienanalyse: Cashflow wichtiger als Gewinn oder Verlust


Durch den „Cashflow“ werden die tatsächlichen Geldflüsse eines Unternehmen beziffert. Genauer gesagt, ist der Cashflow eine Messgröße zur Bestimmung des aus der unternehmerischen Tätigkeit erwirtschafteten Nettozuflusses an liquiden Mitteln während einer Bilanzperiode. Das heißt, diese Kennzahl gibt Auskunft darüber:


  • Ob ein Turnaround-Kandidat aus eigener Kraft notwendige Investitionen durchführen kann, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein;
  • ob liquide Mittel für die Tilgung von Schulden, Zinszahlungen oder für Dividendenausschüttungen vorhanden sind; sowie
  • inwieweit Insolvenzgefahr besteht, zumal ein dauerhafter Abfluss von Finanzmitteln – symbolisiert durch einen negativen Cashflow – über kurz oder lang unweigerlich zur Zahlungsunfähigkeit führen würde.

Fundamentale Aktienanalyse: Berechnung des Cashflow


Der Cashflow lässt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ermitteln, wobei zwischen Brutto-Cashflow, operativem Cashflow und Free Cashflow unterschieden wird. Das Berechnungsschema:


    Ergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung
  + Abschreibungen auf das Anlagevermögung
  Zuschreibungen auf das Anlagevermögen
  + Zuführungen zu den langfristigen Rückstellungen
  Auflösung von langfristigen Rückstellungen
  + sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen
  sonstige zahlungsunwirksame Erträge
 
  = Brutto-Cashflow
  + Verminderung aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (Forderungen, Vorräte)
  Erhöhung aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (Forderungen, Vorräte, etc.)
  + Erhöhung passiver Rechnungsabgrenzungsposten (Verbindlichkeiten)
  Verminderung passiver Rechnungsabgrenzungsposten (Verbindlichkeiten)
 
  = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow)
  Ausgaben für Investitionen (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Finanzanlagen)
  + Einnahmen aus Deinvestitionen (Verkauf von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, Finanzanlagen)
 
  = Free Cashflow

Der so ermittelte Free Cashflow verdeutlicht, wie viel Geldmittel für Dividendenzahlungen, Aktienrückkäufe, Investitionen oder die Rückzahlung von Krediten verbleiben. Grundsätzlich gilt es in der fundamentalen Aktienanalyse, die veröffentlichten Unternehmensergebnisse zu hinterfragen und zu bedenken, dass eine isolierte und zeitpunktbezogene Betrachtung zu völlig falschen Schlüssen führen kann. Vor allem bei Unternehmen in einer Turnaround-Situation hilft die Cashflow-Betrachtung, die finanzielle Basis für ein Comeback einzuschätzen.


Welche Methoden bei der Aktienauswahl und dem Kauftiming zum Erfolg führen, lesen Sie börsentäglich im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick. Auf konkrete Empfehlungen für unterbewertete Turnaround-Aktien hat sich der Turnaround-Trader spezialisiert, den Sie hier kostenlos testen können.


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