TecDax Profil
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Der
TecDAX ist ein deutscher Aktienindex, der am 24. März 2003 (Stand: 338 Punkte) eingeführt wurde. Er trat damit die Nachfolge des durch Insidergeschäfte, Bilanzfälschungen sowie Marktmanipulationen in Verruf geratenen Nemax50 (Aktienindex des "Neuen Marktes") an.
Das Börsenbarometer umfasst die 30 der 35 (sog. 35/35-Regel) hinsichtlich Marktkapitalisierung / Börsenwert (nur Aktien im Streubesitz) sowie Handelsvolumen (Orderbuchumsatz ihrer Aktien) größten Unternehmen aus dem
Technologiebereich. Nach der 35/35-Regel werden außerdem Gesellschaften, die diese Kriterien längere Zeit oder erheblich verfehlen, aus dem
TecDAX ausgeschlossen. Die Index-Zusammensetzung wird diesbezüglich zweimal jährlich überprüft. Außerdem darf kein Wert eine Gewichtung von mehr als 10% am Index haben ("Kappungsgrenze").
Technologiewerte aus dem
TecDAX müssen, ebenso wie im
DAX,
MDAX oder
SDAX enthaltene Werte, die besonderen Transparenz-Kriterien des Prime Standard erfüllen. Hierzu zählen die Rechnungslegung nach internationalen Standards (IFRS / US-GAAP), bestimmte regelmäßige Veröffentlichungen (Quartalsberichte, Ad-hoc-Mitteilungen) zusätzlich in englischer Sprache und mindestens eine Analystenkonferenz pro Jahr.
Unter dem Namen TecDAX wird üblicherweise der Performance-Index verstanden, bei dem im Gegensatz zum Kursindex die ausgezahlten Dividenden eingerechnet werden.
Die Indexberechnung des
TecDAX basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems XETRA und deckt damit den Zeitraum zwischen 09.00 Uhr und 17.30 Uhr (Mitteleuropäische Sommerzeit) ab. Nach XETRA-Schluss, von 17.30 bis 20.00 Uhr, berechnet die
Deutsche Börse AG den L-
TecDAX (Late
TecDAX), dessen Basis der Parketthandel an der Frankfurter Wertpapierbörse ist.
Anleger können mittels Hebel-/Indexzertifikaten, Optionsscheinen sowie Exchange Traded Funds (ETFs) in den
TecDAX investieren oder auf dessen Entwicklung setzen.