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Japans Exportmotor läuft weiter rund - Zwölfter Anstieg der Ausfuhren in Folge

Montag, 18.12.17 06:49
Japans Exportmotor läuft weiter rund - Zwölfter Anstieg der Ausfuhren in Folge
Bildquelle: fotolia.com
TOKIO (dpa-AFX) - Japans Wirtschaft kann sich weiter auf eine hohe Nachfrage aus dem Ausland und vor allem China verlassen. Im November legten die Exporte das zwölfte Mal in Folge zu - dabei beschleunigte sich das zuletzt ohnehin hohe Wachstumstempo sogar noch. Im November seien die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Montag in Tokio mit. Der Anstieg fiel noch höher aus, als Experten ohnehin erwartet hatten.

Japanische Exporteure wie Sony und Toyota profitieren dabei zum einem einmal mehr vom schwachen Yen, der die Ausfuhren erleichtert und in den Bilanzen durch die Umrechnung mehr ankommen lässt. Der Anstieg geht aber auch zu einem guten Teil auf höhere Mengen zurück. So sei das Exportvolumen um 5,5 Prozent gestiegen und damit stärker als zuletzt. Gefragt waren neben Autos erneut vor allem auch Produkte aus der Chipindustrie.

Noch stärker als die Exporte legten im November die Einfuhren zu. Hier wirkt sich der schwache Yen negativ aus, da dieser unter anderem die Ölimporte verteuert. So zogen die Importe um 17 Prozent an. Volkswirte hatten allerdings mit einen noch höherem Anstieg gerechnet. Da der Wert der exportierten Waren demjenigen der eingeführten übertraf, lag der Überschuss in der Handelsbilanz bei 113 Milliarden Yen (rund 850 Mio Euro).

Die japanische Wirtschaft befindet sich derzeit vor allem dank der starken Nachfrage nach japanischen Produkten im Ausland in der längsten Wachstumsphase seit den 1990er-Jahren. Von Juli bis September stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um eine hochgerechnete Jahresrate von 2,5 Prozent - es war das siebte Quartal in Folge mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung.

Wichtigster Wachstumstreiber waren dabei die stark gestiegenen Investitionen von Unternehmen, die wegen der hohen Exporte mehr Geld zum Beispiel in neue Anlagen stecken. Probleme bereitet dagegen die nach wie vor schwache Nachfrage im Inland./zb/stw



Quelle: dpa


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