Marktübersicht

Dax
12.753,00
-0,10%
MDax
26.862,00
0,32%
BCDI
144,13
0,00%
Dow Jones
25.199,29
0,32%
TecDax
2.875,50
0,36%
Bund-Future
162,82
0,03%
EUR-USD
1,16
-0,15%
Rohöl (WTI)
67,82
1,01%
Gold
1.227,51
0,05%

Pfleger dringend gesucht - Tausende Stellen in Heimen unbesetzt

Mittwoch, 25.04.18 15:52
Pfleger dringend gesucht - Tausende Stellen in Heimen unbesetzt
Bildquelle: fotolia.com
BERLIN/HANNOVER (dpa-AFX) - In der Alten- und Krankenpflege sind in Niedersachsen fast 3000 Fachkraft-Stellen nicht besetzt. Zudem fehlen rund 1000 Hilfskräfte. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach waren 2017 im Schnitt 1932 offene Stellen für Spezialisten in der Pflege alter Menschen gemeldet, in der Krankenpflege waren es 1055.

Auf 100 offene Stellen in der Altenpflege kommen in Niedersachsen lediglich 15 arbeitslose Fachkräfte. Damit liegt Niedersachsen im unteren Drittel im Bundesländervergleich. In der Krankenpflege sieht es dagegen mit 40 Bewerbern auf 100 offene Stellen besser aus. "Es ist eine grundsätzliche Reform in der Pflege notwendig", sagte der Sprecher des Sozialministeriums, Uwe Hildebrandt, am Mittwoch in Hannover. Ministerin Carola Reimann (SPD) nehme das Thema sehr ernst. Nach einer Prognose des Ministeriums fehlen allein in der Altenpflege in Niedersachsen bis 2030 zwischen 21 000 und 52 000 Mitarbeiter.

In Berlin sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt mit Blick auf die bundesweite Lage: "Wir fordern ein umfassendes Pflege-Sofortprogramm mit je 25 0000 zusätzlichen Pflegefachkraftstellen für die Alten- und Krankenpflege, um die vakanten Pflegestellen schnellstmöglich zu besetzen und die Personalsituation insgesamt zu entlasten." Die von Union und SPD versprochenen 8000 zusätzlichen Stellen im Pflegebereich seien nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Nach Angaben von Hildebrandt gibt es schon jetzt an einzelnen Orten Engpässe in der Pflege aufgrund des Personalmangels. In Südostniedersachsen startete ein Bündnis aus Kommunen und Verbänden bereits eine Imagekampagne unter dem Motto "Ich pflege gern". Die Gewerkschaft Verdi mahnt seit langem eine bessere Bezahlung, mehr Personal und eine Senkung der Arbeitsbelastung an.

Ministerin Reimann setze sich für einen Tarifvertrag Soziales ein, sagte ihr Sprecher. Anders als im Nachbarland Bremen gibt es in Niedersachsen keinen Tarifvertrag in der Altenpflege. Einige Arbeitgeberverbände haben sich aber gemeinsam mit Verdi auf den Weg gemacht, einen solchen Vertrag zu erarbeiten. Die Fachkräfte verdienen zwischen Harz und Nordsee zudem im Schnitt weniger als in Nachbarländern. Das Ministerium in Hannover erhofft sich dem Sprecher zufolge zudem von der neuen Pflegekammer eine starke Stimme für die Beschäftigten und einen weiteren Anreiz, den Beruf zu ergreifen.

Auszubildende in der Altenpflege müssen in Niedersachsen seit einigen Jahren kein Schulgeld mehr bezahlen. Seit 2009 seien die Zahlen der Auszubildenden von 5057 auf 7269 im vergangenen Jahr gestiegen, sagte der Ministeriumssprecher. 2018 setze das Land dafür 8,5 Millionen Euro ein. Wichtig ist Hildebrandt zufolge auch die bundesweit anvisierte vereinheitlichte Ausbildung, so dass zum Beispiel zwischen Kinderkrankenpflege und Altenpflege leichter gewechselt werden kann./cst/DP/tos



Quelle: dpa


Konjunktur-Meldungen

ROUNDUP 4/Wegen US-Zöllen: EU führt eigene Schutzzölle auf Stahlprodukte ein

(neu: Trump zu Zöllen auf Autos)BRÜSSEL/WASHINGTON (dpa-AFX) - Die EU führt an diesem Donnerstag Sonderabgaben auf Stahlprodukte ein, um europäische Hersteller vor schwerwiegenden Marktverzerrungen ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 951

Im Fokus

Aktueller Chart
  • Aktie fällt auf 12-Monats-Tief!
  • Neue Holding-Struktur bis 2019 geplant!
  • Ist die Aktie jetzt ein Schnäppchen?
© 1994-2018 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr