Marktübersicht

Dax
13.241,50
0,43%
MDax
27.172,00
0,13%
BCDI
140,49
0,00%
Dow Jones
26.115,65
1,25%
TecDax
2.661,00
0,12%
Bund-Future
160,69
-0,09%
EUR-USD
1,22
0,05%
Rohöl (WTI)
63,84
0,22%
Gold
1.326,13
-0,05%
05:56 18.12.17

ROUNDUP: Porsche-Betriebsratschef will E-Mails in der Freizeit löschen lassen

STUTTGART (dpa-AFX) - Aus Sorge vor zu hoher Arbeitsbelastung fordert Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück die Löschung dienstlicher E-Mails während der Freizeit. Mailkonten von Mitarbeitern sollten im Zeitraum zwischen 19 Uhr und 6 Uhr sowie am Wochenende und im Urlaub gesperrt werden, sagte Hück der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Abends noch Mails vom Chef lesen und beantworten, ist unbezahlte Arbeitszeit, die den Stress erhöht - das geht gar nicht." Mails, die in dieser Zeit eintreffen, sollten automatisch an den Absender zurückgeschickt werden und nicht mehr in der Mailbox des Mitarbeiters vorhanden sein, also automatisch gelöscht werden.

Hück peilt eine entsprechende Betriebsvereinbarung an, die eine solche Mailsperre vorsieht. Das Vorhaben wäre eine Verschärfung von Regeln des Porsche-Mutterkonzerns VW . Bei dem Wolfsburger Autobauer können Tarifbeschäftigte unter der Woche zwischen 18 Uhr und 6 Uhr sowie an Wochenenden keine Dienstmails mehr bekommen oder versenden. Gelöscht werden diese aber nicht - am Morgen ist die elektronische Post dann zu lesen. Das sei "vergleichbar mit einem Funkloch", sagt ein VW-Betriebsratssprecher.

So eine Regel geht Hück nicht weit genug. "Was nützt Dir eine Mailsperre, wenn Du ins Büro kommst und erstmal Unmengen an Mails abarbeiten musst." Wichtige Mails müsste der Absender halt tagsüber nochmal schicken, so der Betriebsrat. Allerdings soll es Ausnahmeregeln geben, etwa für die Spätschicht oder für Kollegen, zu deren Jobs die Kommunikation mit China oder USA gehört, also Märkten in anderen Zeitzonen.

Ein in Ansätzen ähnliches System gibt es beim Autobauer Daimler . Dort können Mitarbeiter ihr Mailkonto so einstellen, dass die elektronische Post im Urlaub automatisch gelöscht und der Absender informiert wird. Das beruht aber auf Freiwilligkeit - eine Pflichtvorgabe gibt es nicht. Das Lösch-Angebot werde durchaus genutzt, so ein Daimler-Sprecher. Eine Statistik über die Nutzung gebe es aber nicht. Das sei eine individuelle Entscheidung des einzelnen Mitarbeiters, die "gefördert und respektiert" werde. Bei BMW wiederum gibt es ein "Recht auf Nichterreichbarkeit nach Feierabend, im Urlaub und am Wochenende". Zwischendurch blockiert werden die Mailserver bei den Münchnern aber nicht.

Verschärfte Schutzbedingungen für die Belegschaft sind nach Darstellung von Porsche-Betriebsratschef Hück auch betriebswirtschaftlich sinnvoll. "Der Fachkräftemangel wird sich verschärfen, die Suche nach Mitarbeitern wird immer schwieriger - also muss man doch die Belegschaft hegen und pflegen, damit sie möglichst lange im Unternehmen bleibt." Würde man hingegen nichts tun gegen die hohe Arbeitsbelastung, würde sich die Personalnot in der Wirtschaft verschärfen. "Ohne bessere Schutzbedingungen würde eine Welle an Burnouts kommen", warnte Hück.

Die E-Mail-Regeln sollen nur für die tariflich bezahlten Beschäftigten gelten, außertarifliche Mitarbeiter - etwa Führungskräfte - wären außen vor. "Wer als Manager einen hohen Bonus bekommt, der kann auch abends noch eine Mail beantworten."/wdw/DP/zb



Quelle: dpa


Hier geht's zur Aktien-Startseite

Konjunktur-Meldungen

Britisches Unterhaus verabschiedet EU-Austrittsgesetz

LONDON (dpa-AFX) - Nach zähen Verhandlungen hat das britische Unterhaus am Mittwochabend das EU-Austrittsgesetz verabschiedet - doch damit hat es noch lange nicht alle Hürden im Parlament... weiterlesen
17.01.18 Vorstand der Saar-SPD empfiehlt Aufnahme von Koalitionsverhandlungen
17.01.18 ROUNDUP: Apple bringt nach Steuerreform Auslandsreserven in die USA
17.01.18 ROUNDUP 2/Merkel: 'Herbe' Zugeständnisse an SPD - Keine Nachverhandlungen
17.01.18 SPD-Chef Schulz: Sind mit der Union noch nicht am Ende des Weges
17.01.18 ROUNDUP/US-Notenbank sieht US-Wirtschaft 2018 weiter auf gutem Weg
17.01.18 US-Notenbank: 2018 weiter gute Aussichten für US-Wirtschaft
17.01.18 Apple will Milliarden in den USA investieren und Gelder ins Land zurückholen
17.01.18 Facebook prüft möglichen russischen Einfluss auf Brexit-Entscheidung
17.01.18 Iran will Dialog mit EU über Atomabkommen intensivieren
17.01.18 ROUNDUP 2: Führende Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone
17.01.18 ROUNDUP/Merkel: 'Herbe' Zugeständnisse an SPD - Keine Nachverhandlungen
17.01.18 EU-Abgeordnete wollen strengere Ausfuhrkontrollen für Spionagetechnik
17.01.18 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 17.01.2018
17.01.18 STICHWORT: Die Eurozonen-Reformideen führender Ökonomen
17.01.18 ROUNDUP: Kanadas Notenbank hebt trotz Risiken durch US-Politik Leitzins an
17.01.18 WDH/ROUNDUP: EU-Parlament drückt bei der Energiewende aufs Tempo
17.01.18 Eurogruppen-Präsident mahnt zu weiterer Euro-Sicherung
17.01.18 ROUNDUP: Bauernsorgen und Rekordzahlen - Grüne Woche beginnt
17.01.18 Kanadas Notenbank hebt Leitzins an
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 837

Im Fokus

Aktueller Chart
  • Rekordumsatz 2017!
  • Neue Holding-Struktur bis 2019 geplant!
  • Wann folgt die Aktie endlich?

Dax-Aktien: Gewinner und Verlierer 2017

Platz: 30
Unternehmen: ProSiebenSat.1
Von 36,59 auf 28,73 Euro
Performance: -21,47%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im boerse.de-Aktienbrief, den Sie hier kostenfrei anfordern können...