ROUNDUP: Verkehrsminister und Bahnchef suchen Weg aus der Krise

Dienstag, 15.01.19 06:34
ROUNDUP: Verkehrsminister und Bahnchef suchen Weg aus der Krise
Bildquelle: iStock by Getty Images
BERLIN (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bahnchef Richard Lutz beraten am Dienstag über Auswege aus der Krise des Staatskonzerns. Lutz will bei dem Spitzentreffen dem Vernehmen nach vorschlagen, die Auslandstochter DB Arriva zu verkaufen. Das solle Geld für Investitionen in Züge und Schienennetz bringen, hieß es in Berlin. Zudem könnte der Konzernvorstand erweitert werden: Die Chefs der Töchter Cargo, Regio und Fernverkehr könnten aufrücken.

Die Rufe nach einem grundlegenden Umbau der Bahn waren zuletzt lauter geworden, nachdem im vergangenen Jahr jeder vierte Fernzug zu spät unterwegs war. Scheuer hatte deutlich gemacht, dass sich die Qualität im laufenden Halbjahr spürbar erhöhen müsse.

Die Verbraucherzentralen fordern als rasche Maßnahme Erleichterungen für Bahnkunden bei Entschädigungen für unpünktliche oder ausgefallene Züge. "Das lässt sich im Gegensatz zur Behebung der tief gehenden Problemen schnell umsetzen", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur.

Damit Verbraucher rasch an ihr Geld kommen, müsse spätestens bis zum Sommer ein Erstattungsantrag per Online-Formular auf der Homepage der Deutschen Bahn möglich sein. Privatbahnen machten dies bereits vor. Bei Verspätungen von mehr als einer Stunde können Kunden 25 Prozent des Preises zurückfordern, ab zwei Stunden die Hälfte.

"Politik und Bahnvorstand sind gefordert alles zu tun, damit die Bahn im Fern- und Nahverkehr wieder zuverlässig wird", sagte Müller. Versäumnisse in der Vergangenheit bei Personal, Infrastruktur und Fahrmaterial rächten sich jetzt.

Zu dem Gespräch im Ministerium in Berlin werden auch Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und Finanzvorstand Alexander Doll erwartet. Ein weiteres Treffen ist Ende Januar geplant. Pläne für eine Privatisierung der Tochter Arriva, die den Personenverkehr im Ausland bündelt, sind nicht unumstritten. Vorbereitungen für einen Teilverkauf über die Londoner Börse hatte der Konzern 2016 gestoppt. Zur Begründung wurde damals auf den Brexit verwiesen./bf/sam/DP/zb



Quelle: dpa


Konjunktur-Meldungen

ROUNDUP/ RATING: Fitch senkt Italiens Bonitätsnote nicht - Herabstufung droht

LONDON (dpa-AFX) - Trotz einer umstrittenen Haushaltspolitik und schwächerer Konjunktur hat die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote von Italien nicht gesenkt. Die Kreditwürdigkeit werde weiter ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 1071

Im Fokus

Aktueller Chart
  • Wirecard-Aktie bricht erneut ein!
  • Wie geht es weiter?
  • Ist die Aktie jetzt wieder ein Schnäppchen?
© 1994-2019 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr