dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 22.02.2019 - 17.00 Uhr

Freitag, 22.02.19 17:05
dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 22.02.2019 - 17.00 Uhr
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ROUNDUP: EU ohne Einigkeit im Streit mit Trump - Kein Mandat für Malmström

BUKAREST - Die EU-Staaten haben sich trotz der drohenden US-Sonderzölle auf europäische Autos nicht auf einen zügigen Start von Handelsgesprächen mit Washington verständigen können. Bei einem Treffen der zuständigen Minister in Bukarest scheiterten am Freitag Versuche, eine Einigung über das notwendige Mandat für EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zu erzielen. Eine Entscheidung könnte nun erst beim EU-Gipfel am 22. und 23. März fallen - wenn nicht sogar erst noch später.

GESAMT-ROUNDUP: Brexit-Druck auf Theresa May wächst - Entwarnung für Flugverkehr

LONDON/BRÜSSEL - Wenige Tage vor der nächsten Abstimmungsrunde im britischen Parlament über die nächsten Brexit-Schritte wächst massiv der Druck auf Premierministerin Theresa May. Ziel vieler Politiker - auch aus ihrer eigenen Konservativen Partei - ist es, einen ungeordneten Austritt aus der EU zu verhindern. Bei einem solchen No Deal am 29. März wird mit chaotischen Verhältnissen in der Wirtschaft und vielen anderen Lebensbereichen gerechnet.

ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima fällt auf Vierjahrestief

MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft war im Februar so schlecht wie seit gut vier Jahren nicht mehr. Das Ifo-Geschäftsklima fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Punkte auf 98,5 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Der Rückgang war noch stärker als von Ökonomen erwartet. Diese hatten im Mittel mit einem Rückgang auf 98,9 Punkte gerechnet. Nach dem sechsten Rückgang in Folge liegt das Stimmungsbarometer auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2014.

Eurozone: Inflation schwächt sich weiter ab

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich die Inflation zu Jahresbeginn weiter abgeschwächt. Im Januar seien die Verbraucherpreise im gesamten Währungsraum nur um 1,4 Prozent höher ausgefallen als ein Jahr zuvor, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer zweiten Schätzung mit. Die Behörde bestätigte damit wie erwartet eine erste Erhebung. Die Januar-Rate ist die niedrigste seit April 2018.

China und Saudi-Arabien wollen enger zusammenarbeiten

PEKING - Saudi-Arabien und China wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Die beiden Länder beabsichtigen, sich gegenseitig zu unterstützen und das Vertrauen zu stärken. Das sagte Chinas Präsident Xi Jinping dem chinesischen Staatssender CCTV zufolge am Freitag bei einem Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Peking. Der Kronprinz, der China als letzte Station seiner Asienreise besuchte, drückte demnach seine Dankbarkeit für Chinas Unterstützung bei Reformen in seinem Land aus.

Kreise: Berlin und Paris einig über Konzept für Eurozonen-Budget

BRÜSSEL - Deutschland und Frankreich haben sich offenbar auf ein gemeinsames Konzept für das geplante Budget der Eurozone geeinigt. Mit dem Instrument sollen vor allem Reformen in Euro-Staaten gefördert werden, wie aus einem vierseitigen Papier hervorgeht. Es lag der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor. Bei Maßnahmen soll es eine Kofinanzierung von Euro-Mitgliedsstaaten geben. Mittel aus dem Budget könnten auch verwendet werden als Garantien für private Investitionsprojekte.

GESAMT-ROUNDUP/Sprudelnde Steuern und Sozialbeiträge: Staat mit Rekordüberschuss

WIESBADEN - Der deutsche Staat hat trotz der Konjunkturabschwächung so viel Geld in der Kasse wie nie zuvor. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen nahmen im vergangenen Jahr unter dem Strich 58 Milliarden Euro mehr ein, als sie ausgaben, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Es war der höchste Überschuss seit der Wiedervereinigung. Angesichts handelspolitischer Stürme und der Unwägbarkeiten des Brexits dürfte die exportorientierte deutsche Wirtschaft Ökonomen zufolge in diesem Jahr aber weiter an Tempo verlieren. Der Geldregen für den Fiskus könnte nachlassen.

US-Demokraten wollen Trumps Notstandserklärung im Kongress anfechten

WASHINGTON - Die Demokraten im US-Kongress wollen am heutigen Freitag eine Resolution gegen die Notstandserklärung von US-Präsident Donald Trump zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko einbringen. Sie argumentieren, die Notstandserklärung untergrabe die Gewaltenteilung zwischen Parlament und Präsident. Bis Mitte März könne über die Resolution abgestimmt werden, berichteten US-Medien.

Japans Inflation zieht leicht an - aber weiter deutlich unter Notenbank-Ziel

TOKIO - In Japan bleibt die Inflation trotz einer leichten Belebung im Januar schwach - die Notenbank muss daher weiter auf die erhoffte Erholung der Preisentwicklung warten. Die von den Währungshütern besonders stark beobachte Kernrate der Inflation, bei der schwankungsanfällige Preise für frische Nahrungsmittel herausgerechnet werden, legte im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent zu, wie die Regierung am Freitag in Tokio mitteilte. Experten hatten nach den schwachen Dezember-Daten mit diesem Wert gerechnet.

Venezuela schließt im Kampf um humanitäre Hilfe Grenze zu Brasilien

CARACAS - Der Streit um die humanitäre Hilfe für Venezuela spitzt sich immer weiter zu: Nachdem der Krisenstaat international bereits weitgehend isoliert ist, hat Präsident Nicolás Maduro auch die Grenze zum Nachbarland Brasilien geschlossen. "Ab heute bleibt die Grenze zu Brasilien geschlossen - bis zu einer neuen Anweisung", sagte der Präsident am Donnerstag bei einer Sitzung mit ranghohen Militärs. Zuvor hatte die sozialistische Regierung bereits die Grenze zu den niederländischen Karibikinseln Curaçao, Aruba und Bonaire dicht gemacht.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/bgf



Quelle: dpa


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