Aktien Frankfurt: Zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten - Handelssektor gefragt

Mittwoch, 23.01.19 12:00
Aktien Frankfurt: Zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten - Handelssektor gefragt
Bildquelle: iStock by Getty Images
PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben sich am Mittwoch zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten bewegt. Nach der jüngsten Börsenrally sind die Anleger zunächst wieder vorsichtiger geworden, zumal der Handelskonflikt zwischen den USA und China noch längst nicht vom Tisch ist.

Der führende Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, hatte sich am Vorabend beim Fernsehsender CNBC verhalten optimistisch über die nächsten anstehenden Gespräche mit China geäußert. Zugleich dementierte er einen Pressebericht, dass ein Vorbereitungstreffen mit chinesischen Regierungsvertretern für eine neue Verhandlungsrunde abgesagt worden sei. Ohne Details zu nennen, macht Kudlow aber auch deutlich, dass es den USA vor allem auf die Umsetzung von Zugeständnissen Chinas ankomme.

Einen eher minimalen Hoffnungsschimmer gibt es außerdem in dem seit über einem Monat währenden US-Haushaltsstreit, der seither große Teile der Behörden lahmlegt. An diesem Donnerstag soll über zwei konkurrierende Vorschläge abgestimmt werden. Im Zentrum des Streits steht das Thema Mauerbau an der Grenze zu Mexiko. Trump will erst die Finanzierung der Mauer sicherstellen und dann die Behörden wieder öffnen. Rund 800 000 Bundesbedienstete sind wegen des Streits seit gut einem Monat im Zwangsurlaub oder müssen ohne Bezahlung arbeiten.

Am späteren Vormittag drehte der EuroStoxx 50 ins Plus und legte um 0,18 Prozent auf 3118,33 Punkte zu. Der Pariser Cac 40 gewann zuletzt 0,24 Prozent auf 4859,22 Punkte. Der britische FTSE 100 indes verlor zuletzt 0,43 Prozent auf 6871,79 Zähler.

Favorit unter den 19 Branchen waren der Sektor Stoxx Europe 600 Retail mit plus 1,4 Prozent. Positive Überraschungen der Handelskonzerne Ahold Delhaize , Carrefour und auch WH Smith beflügelten.

Goldman-Sachs-Analyst Rob Joyce lobte mit Blick auf den niederländisch-belgischen Handelskonzern Ahold Delhaize die Umsätze im vierten Quartal und das Unternehmensziel für das Ergebnis je Aktie im Gesamtjahr. Beide Kenngrößen liegen etwas über seinen Prognosen und den Konsensschätzungen, wie er schrieb.

Ebenso überraschte laut Joyce der französische Wettbewerber Carrefour mit seinen Aussagen zum operativen Ergebnis (Ebit) des Gesamtjahres 2018. Bei WH Smith lobte Citigroup-Analyst Dan Homan indes den etwas stärker als erwartet ausgefallenen Umsatz auf vergleichbarer Fläche. Während im Eurostoxx die Anteile von Ahold Delhaize Spitzenwert waren mit plus 3,0 Prozent, legten die Carrefour-Aktien im Cac 40 um 6,5 Prozent zu. WH Smith gewannen im "Footsie" 1,6 Prozent.

ASML indes enttäuschte mit ihrem Umsatzausblick. Der Ausrüster der Chipindustrie schreckte die Anleger mit seiner Erwartung eines deutlichen Umsatzrückgangs im ersten Geschäftsquartal ab. Die Aktien fielen mit einem Verlust von 2,1 Prozent an das Ende des Eurostoxx und zogen auch andere Technologiewerte wie etwa STMicro oder Infineon mit nach unten.

Noch ärger schockte der Zahlungsabwickler Ingenico den Markt mit seiner Gewinnwarnung. Das französische Unternehmen leide unter der fortgesetzten Schwäche im Geschäft mit Bezahlterminals, erläuterte Goldman-Sachs-Analyst Alexander Duval. Er hatte zwar eine negative Kursreaktion erwartet, doch der Einbruch um zuletzt rund 13 Prozent dürfte auch ihn überrascht haben. Die Aktie sackte auf den tiefsten Stand seit 2013./ck/jha/



Quelle: dpa


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